Ampelkoalition in Stuttgart

Die Jugend macht’s vor: Schon seit etwa einem Jahr arbeiten Grüne Jugend, Jusos und Julis in Stuttgart zusammen. Die gemeinsamen Themen sind vielfältig: Ausbau der Nachtbusse, Erhalt des selbstverwalteten Jugendhauses OBW9, mehr Stellen in der Schulsozialarbeit, kein Ausbau der Videoüberwachung und längere Öffnungszeiten der Stuttgarter Bibliotheken.

Eine einzelne Jugendorganisation findet nicht so leicht Gehör bei den Medien oder im Gemeinderat. Zusammen geht das viel leichter. Wichtiger als sich gegeneinander zu profilieren ist, gemeinsam etwas für die Jugend in Stuttgart zu erreichen. Die Junge Union zieht leider nicht mit. Im Ring Politischer Jugend (RPJ) ist eigentlich auch sie Mitglied. In Stuttgart beteiligt man sich aber leider nicht an der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit. Die JU nimmt nur die Fördergelder der Stadt mit.

Das ist sehr schade, denn zum Beispiel beim Thema Nachtbusse dürfte doch auch die JU mit uns einer Meinung sein. Zusammen mit der Jugendorgansation der stärksten Fraktion im Gemeinderat wäre die Umsetzung sicher deutlich wahrscheinlicher. Bei anderen Themen könnte man ja weiter Rot-Gelb-Grün machen. Leider ist die FDP in Stuttgart nicht so vernünftig wie ihre Jugendorganisation.

Das Stuttgarter Wochenblatt hat uns nun kürzlich über die Jugend-Ampelkoalition interviewt. Ich war für die Grüne Jugend da. Heute ist der Artikel erschienen.

Update: Dick auf der Titelseite.

{lang: 'de'}

5 Responses to “Ampelkoalition in Stuttgart”

  1. Ich glaube, in der JU sind die Herren und Damen einfach zu alt. Die interessieren sich nicht mehr für Nachtbusse.

    Aber hier bei uns das gleiche Bild, als wir nen Jungpolitikerfussiturnier machen wollten, alle dabei, bloß die JUler nicht – dabei hätte ich bei denen am liebsten zur Blutgrätsche angesetzt, hehe.

  2. Dann von mir aus die Bibliotheken. Es ging mir ja darum, dass sie generell nicht mitmachen und nicht nur weil sie bei bestimmten Themen anderer Meinung sind. Dass wir die JU beim OBW9 nicht mit an Bord kriegen ist klar. Deren Haltung dort ist absolut zum Kotzen.

  3. Jap, ich kann dich verstehen. Hab ja eben auch nur ein überspitztes Beispiel rausgezogen. Leider benutze ich wohl zu selten überspitzte Smileys und LOLs.

    Mir ist absolut schleierhaft, warum sich die JU so abschottet. Wäre ich jetzt im privaten Kreis würde ich einige, äußerst komische Verbindungen zu alten und verbotene Jugendorganisationen ziehen – damals waren sie die Einzigen. Aber das ist politisch inkorrekt, von daher bleibe ich ruhig.

    Spaß beiseite, so oder so scheinen sich die Jungunionisten für was besseres zu halten. Und sie sind einfach zu alt, wenn ich bei uns sehe, dass der Jüngste JUler die 20 längst überschritten hat, frage ich mich, wie weit der Begriff „Jugend“ von der Union wegsteht. Immerhin ist auch unsere CDU-Geschäftsführerin dabei und sie steht gerade, ich guck mal kurz raus, jap, gerade fegt sie den Markt, weil sie mit 30 noch nicht verheiratet ist.

    Glücklicherweise kann bei uns die SPD nen Besenstiel aufstellen. Solange er nen Parteibuch hat, wird er gewählt. Hat man also die Jusos auf seiner Seite, passt alles. Und da ich das Wetttrinken mit dem Vorsitzender der Junggenossen gewann und so ein kompromittierendes Foto von ihm besitze, passt es. Er fände es nicht toll, wenn das Foto mit dem „Entscheiderin“-T-Shirt an die Öffentlichkeit kommt. Hehe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.