Anwesenheitspflicht an der Uni?

Anwesenheitspflicht an der Uni – sinnvoll oder nicht? An einigen Unis ist darüber ein heftiger Streit entbrannt. In Berlin, Hamburg, Hannover, Chemnitz, Dresden und Jena verschwinden die Anwesenheitslisten von Seminaren und Vorlesungen. Es gibt Aufrufe, die Listen zu klauen (was dann anonym geschieht) und teilweise kommen auch Clowns in die Vorlesungen und nehmen die Listen mit. Diese Aktionen enden dann oft mit Diskussionen über die Anwesenheitspflicht: Ziel erreicht. So ähnlich war das bei unseren Studiengebühren-Protesten auch als wir während des Streiks die Hörsäle gestürmt haben, wo noch Vorlesungen stattgefunden haben.
Christian Fuchs, der Autor des Artikels bei SPON, scheint diese Aktionen kritisch zu betrachten. Ob die Vorgehensweise richtig ist, kann man ja diskutieren, aber ich finde es gut, dass etwas gegen die unsinnige Anwesenheitspflicht getan wird. Manche Vorlesungen überschneiden sich und manche sind einfach schlecht, so dass man sich den Stoff selber leichter beibringen kann. Wie ich den Stoff lerne, sollte meine Sache sein. Das Ergebnis muss stimmen. Das ist meiner Meinung nach ein entscheidender Unterschied der Uni zur Schule oder zur FH. Zum Glück hab ich sowas bisher fast gar nicht.

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5 Responses to “Anwesenheitspflicht an der Uni?”

  1. Hey, auch zu meiner Vorlesung (an der FH) muß niemand kommen. Ich habe lieber weniger Studenten aber dafür interessierte.

  2. Na toll..und ich habe mich auf UNI gefreut… Was für ein Kack sich die Leute „da oben“ ausdenken

  3. Es ist ja jetzt nicht so, dass es bereits überall an jeder Uni und in jedem Studiengang Anwesenheitspflicht gäbe. Zum Glück.

  4. Ich finde das total affig. Man geht nicht studieren, um dann nicht zu Seminaren zu erscheinen, das ist eine sinnlose Verschwendung von Zeit und Geld. Abgesehen davon, wird die Universität durch die Abschaffung der Anwesenheitspflicht maßlos degradiert. Ich kenne sehr viele Professoren, die schon lange sagen, dass sie im Ausland lehren werden, sollte die Anwesenheitspflicht wirklich abgeschafft werden, einige haben das auch schon getan. Dadurch wird denjenigen, die gerade bei den Professoren lernen wollten, schon im Vornherein die Chance genommen, was unfair ist. Ab dem dritten Semester ist es doch sowieso meistens so, dass man sich die Kurse so legen kann, wie man möchte, und zu den Veranstaltungen erscheint, die einen interessieren. Wieso also soll man die Anwesenheitspflicht abschaffen, wenn man zu den Kursen erscheint? Kostet keine Zeit, sich in irgendwelche Listen einzutragen.
    Die Abschaffung der Anwesenheitspflicht wurde meiner Meinung nach von Heuchlern abgeschafft, die es nicht verdienen an der Universität zu studieren.

    Tut mir Leid für die harten Worte, dennoch freundliche Grüße,
    Alex

  5. Manchmal geht es eben nicht, unter anderem weil man sich nicht überall „die Kurse so legen kann, wie man möchte“. Wenn dann zwei Vorlesungen gleichzeitig sind, kann man eben nur zu einer hingehen.

    In meinem Studium gab es übrigens so gut wie nie Anwesenheitspflicht und das war auch gut so. Wie man lernt, darf man erwachsenen Menschen ruhig mal selbst überlassen. Auf das Ergebnis kommt es an.

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