Asi das: Adidas muss ausbilden

asi dasDer Bundesvorstand der Grünen hat zur Fußball-WM eine Ausbildungskampagne gestartet. Es geht darum, die Lücke von 50.000 fehlenden Ausbildungsplätzen zu schließen. Eine durchschnittliche Ausbildungsquote von 7 % würde dies erreichen. Mit der Kampagne wird insbesondere auf die Situation bei WM-Sponsor adidas hingewiesen, wo nämlich nur eine Quote von 2 % erfüllt wird.

Ich glaube, gerade zu Zeiten, wo Unternehmen durch Sponsoring und Imagekampagnen versuchen ihre Marke möglichst positiv zu positionieren, machen solche Kampagnen wirklich Sinn. Statt viel Geld in Werbung zu investieren und dann trotzdem ein schlechtes Image zu haben, wäre es aus Unternehmenssicht doch sinnvoller das Geld in die Ausbildung zu stecken und dadurch mit positiver Presse ein gutes Image zu bekommen oder zumindest mal ein schlechtes zu vermeiden. Wenn die Medien so etwas breit aufgreifen, bringt nämlich das ganze, teure WM-Sponsoring gar nichts. Tue Gutes und rede darüber.

Hier der Link zur Kampagne „Adidas muss ausbilden“ mit passenden E-Cards.

2 Responses to “Asi das: Adidas muss ausbilden”

  1. Zwar wäre es schön, wenn junge Menschen mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung hätten; bei allen Kampagnen in diese Richtung frage ich mich allerdings immer wieder, wozu denn das Ausbilden führen soll, wenn doch danach keine Jobs für die Ausgebildeten zur Verfügung stehen. Darum finde ich, Initiativen für mehr Jobs, z.B. Reduzierung von Lohnnebenkosten, würden viel eher das Ausbildungsproblem lösen: Unternehmen die viele Stellen zu besetzen haben, müssen auch automatisch mehr ausbilden, denn dann werden qualifizierte Mitarbeiter zur Mangelware.

    Dies nur so ein Gedanke zu diesen Sachen …

  2. Nicht so ganz falsch dein Gedanke, doch wenn es Jobs gibt, ich aber nicht ausgebildet bin, bringt mir das recht wenig. Und die Unternehmen lassen offenbar doch lieber ihre Konkurrenz ausbilden, um die Leute dann später einzustellen.
    Ein inhabergeführter, kleinerer Betrieb agiert meist eher so wie du das formulierst. Aber je größer das Unternehmen, desto seltener findet man diese Einstellung. Die 2 % von adidas sprechen ja für sich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.