CSD in Stuttgart – Teil 2

Wie unten schon angerissen, war ich gestern auf der CSD-Parade in Stuttgart. Der Christopher Street Day ist eine jährlich stattfindende Demo für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Viele Menschen sehen sich immer wieder das bunte und schrille Treiben an, doch die politische Botschaft ist den Veranstaltern sehr wichtig. Noch immer werden Homosexuelle stark benachteiligt. Bei der „Homo-Ehe“, der eingetragenen Lebenspartnerschaft, zum Beispiel haben die Lebenspartner zwar die gleichen Pflichten wie ein heterosexuelles Ehepaar, aber nicht die gleichen Rechte.

Noch schlimmer ist es allerdings in anderen Ländern. Beim CSD in Moskau wurde im Juni diesen Jahres der Grünen-Politiker Volker Beck von Gegendemonstranten verletzt und von der dortigen Polizei in Gewahrsam genommen. Die Regierung fährt dort ganz offiziell einen anti-homosexuellen Kurs.

CSD-Parade in Stuttgart am 19.08.2006

In Stuttgart dagegen war es absolut friedlich. Da mein Vater zu Besuch war, habe ich ihn zur Grüne-Jugend-Fußgruppe mitgenommen, die vor dem grünen Wagen herlief. Vom Alter her fiel er aber nur in unserer Gruppe auf. Insgesamt waren sehr viele Ältere da. Das Wetter war sehr gut, auch der Regen passte gut und brachte etwas Abkühlung. Ein bisschen weniger hätte es sein dürfen, aber auch so haben sehr viele bei den Reden ausgeharrt. Auch wenn es im Grunde genommen jedes Jahr das Gleiche ist. Fortschritte sind derzeit leider nicht in Sicht. Genau deshalb ist der CSD wichtig – um darauf aufmerksam zu machen.

Mehr Bilder vom CSD gibt’s in meinem flickr-Foto-Set.

2 Responses to “CSD in Stuttgart – Teil 2”

  1. Tja, und nachdem Herr Beck verprügelt wurde, meldete sich jener nette Herr von der CDU, der meinte, man solle sich gefälligst “auf die politische Ordnung des Gastlandes einstellen”. Derselbe Herr sprach in Peking über die deutsche Außenpolitik unter der Regierung Merkel…

    http://www.egodeluxe.com/2006/.....st-schuld/

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