Die Sache mit den E-Mails

Früher, so 1997/1998, war ich total verrückt nach E-Mails. Ich hab mehr verschickt als bekommen und habe teilweise Stunden mit einzelnen E-Mails verbracht, E-Mail-Freundschaften geknüpft usw.

Jetzt, acht bis neun Jahre später, ist mein Verhältnis zu E-Mails eher ambivalent. Klar, freue ich mich immer wieder auch über die eine oder andere Mail. Das Dumme nur: Ich komme nicht wirklich dazu, sie alle zu beantworten und ganz ehrlich gesagt, habe ich auch manchmal gar keine Lust dazu.

Sie haben 237 ungelesene Nachrichten.

Es hängt sehr stark davon ab, in welcher Situation eine Mail kommt. Hab ich in dem Moment gerade Zeit? Kann ich die Mail schnell ohne viel Nachdenken oder anderem Aufwand beantworten? Das Problem dann: Häufig verschiebe ich die Beantwortung und markiere sie wieder als ungelesen. Ich will zumindest erst noch die anderen Mails in den zig anderen Ordnern lesen.

Und dann? Dann ist die Mail wieder vergessen. Beim nächsten Abholen warten bereits die nächsten Mails auf diese Prozedur. Klar, ich beantworte auch immer wieder Mails, doch ein immer größerer Teil bleibt liegen. Manchmal Monate lang und manche Mail, die ich eigentlich beantworten wollte, stammt schon aus dem letzten Jahr.

Irgendwie muss das anders werden.

6 Responses to “Die Sache mit den E-Mails”

  1. niels | zeineku.de

    Machs einfach wie ich – sortier die Mails (im Client oder nur gedanklich) nach:

    a) Antwort unbedingt angezeigt (jemand fragt in wichtiger Angelegenheit etwas, bittet um einen Gefallen oder weist auf etwas für mich wichtiges hin)

    b) Antwort möglich, wenn Zeit ist

    c) Junk

    Emails der Kategorie a) versuche ich in der Regel am selben Tag zu beantwoten. b)-Nachrichten bleiben liegen, bis Zeit ist oder werden irgendwann wieder als gelesen markiert.

    c)-Mails (Bekloppte Kettenbriefe, Nachrichten an andere Leute, bei denen ich nur nachrichtlich im Verteiler stehe etc.) werden nur kurz überflogen.

    Ich verfahre so sowohl mit privaten als auch beruflichen Emails und komme sehr gut damit zurecht.

  2. Als E-Mails noch nicht so Gang und Gebe waren, da habe ich auch allerlei E-Mail-Freundschaften geknüpft. Heute mache ich das auch nicht mehr, bis auf eine Ausnahme, weil es eher nervt.

  3. @Mann²
    So ähnliche Ideen hatte ich schon, sogar umgesetzt. Funktioniert nur sehr kurze Zeit.

    @niels
    Meine Verteiler und sowas werden in aller Regel bereits in Ordner einsortiert. C-Mails sind nicht so das Problem, sondern eher dass fast alle a oder b sind (oder irgendwie dazwischen – meist mit höherem a-Anteil).

  4. Sebastian

    Um die Mailflut kontrollieren zu können hab ich Filter angelegt und einzelne IMAP-Unterordner.

    So wird zumindest erstmal vorsortiert – sonst beherrschst Du die Mailflut nicht mehr :-/

    Gruß

    Sebastian
    http://www.deiszner.eu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.