Minderjährige Kinder in FSK18-Filmen

Ich habe vorhin mit einer meiner Schwestern telefoniert. Irgendwie kamen wir da auf die Frage, wie das eigentlich mit dem Jugendschutz ist, wenn Kinder in Filmen mitspielen, die erst ab 18 sind? In manchen Horrorfilmen haben sie ja sogar die Hauptrolle. Da kann ich mir schwer vorstellen, dass sie dadurch weniger belastet werden als ein Kind, das den Film nur ansieht.

Wie seht ihr das? Weiß vielleicht sogar jemand, wie die rechtliche Lage da aussieht? Oder steht da der Kommerz über der Moral?

10 Responses to “Minderjährige Kinder in FSK18-Filmen”

  1. Die Filmdrehs sind sowas von professionalisierte, oranisierte Abläufe, dass man con der ‚Magie‘ des Films am Sets eigentlich gar nichts mitbekommt. Die große Leistung guter Regisseure und Kameraleute ist es ja, schon beim Drehen, den Film und die Atmosphäre zu sehen, der am Ende ins Kino kommt.

    Ohne die passende Perspektive, Schnitt, Ton, Ausleuchtung etc. sind die meisten Szenen von Horrorfilmen bei der Aufnahme wohl alles andere als gruselig.

    (Nicht umsonst werden Oscars in all diesen merkwürdigen ‚technischen‘ Kategorien vergeben…)

  2. Gerade bei solchen Filmen oder auch bei Filmen, in denen es um Kindesmisshandlung geht ist immer mindestens ein Psychologe am Set, der die Kinder betreut und aufpasst, dass sie keinen Schaden nehmen, da Kinder das Ganze doch dann schon recht ernst nehmen können und aus der Rolle manchmal gar nicht mehr rauskommen. Zusätzlich wird die Szene „verharmlost“, ein Beispiel war einmal dass ein Kind von einem Bösewicht vergiftet wird, und dem Kind wurde gesagt, es solle so tun, als ob sein Kakao total eklig schmeckt.

    Ja und eben, das wird eben aufs Minimum beschränkt, was sie vom Filmen mitkriegen und außerdem hat Kornecke schon recht, denn gerade Horrorfilme leben von Musik. Versuch Dir mal vorzustellen, wenn Du mal wieder sowas guckst, wie das ganze mit dem Musikantenstadl im Hintergrund wirken würde, oder Meditationsmusik. Oder gar keiner Musik. Dann ist es meist nur lächerlich.

  3. Danke für eure Infos. Woher wisst ihr das denn alles?

    P.S. an Ani*ka: Ich guck mir solche Filme eigentlich nie an. Das ist immer ein böser Unfall, wenn sowas passiert und es passiert zum Glück echt selten.

  4. jaja, immer diese Rausrednerei…;-P

    Ich weiß das, weil ich stolz Filme zu meinen Hobbys zählen kann, und daher *hüstel* schon etwas in der Materie drinstehe…*g*, nee, wollte das nur immer schon mal schreiben…ja, ich weiß gar nicht mehr, woher ich das weiß. Wer weiß…^^

  5. Da freu ich mich ja, dir die Gelegenheit geboten zu haben, diesen Satz mal loszuwerden. ;-)
    Und ich guck die Filme wirklich nicht freiwillig.

  6. Von Filmathmosphäre bleibt an einem Set nun wirklich gar nichts mehr über, insb. bei Horrorfilmen.

    Dominique Swain (damals 15) und Jeremy Irons bei Proben für die 97er Verfilmung von Lolita – schwerer Stoff – kann man sich unter http://cocoshare.cc/629202196/.....n+test.avi angucken. Es scheint ihr nicht gerade nahe zu gehen.

  7. Einfach mal die Zusatz-Scheiben der Special Extended Version von Herr der Ringe gucken. Wie die Orcs meckern, wenn sie ihre Kostüme und Waffen anlegen. Wenn die Ringgeister auf einem aufebockten, ruckeldem Fass sitzen und dabei mit ihrem Schwert fuchteln. Oder wenn man den Angriff auf die rettende Feste aus der anderen Perspektive mit dem Parkplatz im Hintergrund sieht. Total albern eigentlich.

    Filmdrehs sind ungefähr so atmosphärisch wie Zaubersows bei denen man alle Tricks kennt.

    Wenn bspw. der kleine Junge bei Sixth Sense – ‚Ich sehe tote Menschen!‘ – den vermeintlich Toten ein Mal in der Maske zugesehen hat, dann bekommt der davon vielleicht Pickel, aber keine Alpträume. ;)

  8. Ich kann nun nix zur Aufklärung beitragen aber das ist ein Thema, das mich schon immer interessiert hat. Z.B. in „the 6th Sense“ spielt der Kleine derart unglaublich, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie er das trennen konnte. Sorry ich kanns mir trotz der obigen Erklärungen vorstellen, dass er noch heute Bettnässer ist!

  9. mh, ich mein mich irgendwie grob an eine Diskussion erinnern zu können zu so einem Mel Gibson Film, weil da wohl auch Kinder übelste Gewaltszenen hatten. Aber ich denke man muss kornecke da zustimmen.

  10. Ein Film ist erst dann ein Film und auch erst dann nervenaufreibend, wenn er fertig geschnitten und überarbeitet ist.
    Steht man vor der Kamera, erlebt man in den seltensten Fällen das Geschehen so, wie es nachher (durch Illusion) im Film wirken soll. Gerade darin liegt ja die Leistung der Schauspieler, diese Stimmung trotz Kamera, Crew, Scheinwerfer und Kulissen um sie herum erzeugen zu können.
    Ich denke, das macht es für Kinder gut spielbar – ich kann mir sogar vorstellen, dass die weit größere Schwierigkeit darin liegt, die Kinder an einem solchen Set zur nötigen Ernsthaftigkeit zu bringen, da sie wahrscheinlich vieles eher als Spaß empfinden würden… denke ich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.