Rauchverbot: Regierungsentwurf = Tabaklobby

Es macht doch sehr, sehr nachdenklich, wenn der Gesetzesentwurf der großen Koalition zum Rauchverbot identisch ist mit dem, den die Tabakindustrie vorgeschlagen hat. Ja, identisch. Inklusive Tippfehlern.

Erst haben ja über 140 Abgeordnete fraktionsübergreifend an einem Rauchverbot gebastelt. Das war dann ganz plötzlich vom Tisch. Ob das mit der Party zusammenhängt, die die Tabaklobby da noch für „ein paar wichtige Leute“ gemacht hat? Weder CDU, noch SPD wollten dazu Stellung nehmen.

Seht hier und lest hier.

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28 Responses to “Rauchverbot: Regierungsentwurf = Tabaklobby”

  1. Bitte weiterverbreiten und jeden Wähler und Bundesbürger wissen lassen. Soviel zu „Diener des Bürgers“.

    Es ist schon tolle Arbeit wenn bei der Diskussion um den Schutz von nichtrauchenden Angestellten die Tabakindustrie das Gesetz macht, und auch bezeichnend das die Union, die keine Bürokratie will, das unbürokratische und simple Gesetz ala Italien ablehnt, und selbe dutzende Regelungen, Ausnahmen, Definition von Kneipen, Bars haben will.

  2. Uh wie übel … gleich mal meine Abgeordnete drauf ansprechen .. grr

  3. Wenn’s nicht so traurig wäre könnte man darüber ja darüber lachen!
    Das ist einfach skandalös…
    Über „Politikverdrossenheit“ darf sich da keiner mehr wundern…

  4. Ganz unabhängig davon find ich es als Raucher gut, dass in Kneipen weiter geraucht werden darf ;)

  5. Wie mal ein Kabarettist gesagt hat (leider ist mir der Name entfallen, aber ich glaube, es war Volker Pispers): Ein Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger, was also wird ein Volksvertreter tun? Er verkauft das Volk, womöglich für dumm.

  6. Natürlich finden viele Raucher es gut das weitergeraucht werden darf. Nur komischerweise sind das gleichen die auch nach dem Rauchverbot wie eh und jeh Kneipen frequentieren. Und dazu kommen dann noch die Nichtraucher.

  7. Ungeheuerlich, daß sich Politiker für Nichtstun bezahlen lassen und die Entwürfe der Tabakmafia übernehmen. Ich habe selbst ein Blog eröffnet und dort einen offenen Brief an die Politiker veröffentlicht:
    http://www.tell-it.net/mensch/.....okale.html
    Es wird Zeit, daß organisierte Protestaktionen „denen da oben“ zeigen was das Volk will. Die Aktion „Deutschland Rauchfrei“ kann auch noch etliche Unterschriften brauchen.

  8. und am besten man verbietet auch gleich den alkohol in den kneipen. denn der ist spätestens am nächsten tah belastend. und wenn wir nun noch in film und theater kleine warnungen einblenden während den raucherszenen. und am besten während allen anderen gesundheitsschädigenden oder die umwelt verstörenden situationen. schließlich sollten wir uns langsam daran gewöhnen perfekte menschen zu werden, die ihren mitmenschen durch nette gesten keine grauen haare mehr machen, ihren soll in der arbeitsleistung erfüllen und weder rauchen, noch pöbeln, noch zu spät kommen, oder schlechte laune verbreiten. bitte verhaltet euch freundlich, denn sonst stirbt euer nachbar früher an stressbedingtem karzinom oder die krankenkasse zieht zur tilgung seiner depressionskosten euch heran. es lebe george.

  9. Mal ne Frage, die sich mir gerade stellt: Sind eigentlich alle, die sich jetzt beim Rauchverbot so freiheitsliebend geben und es daher ablehnen, auch gegen die Wehrpflicht? Da wird jungen Männern knapp ein Jahr ihres Lebens vorgeschrieben.
    Ich vermute mal eher, dass viele sich das Freiheits-Argument einfach rausgesucht haben, weil’s ihnen hierbei so gut in den Kram passt. Dass sie damit die Freiheit von anderen einschränken, scheint wenig zu zählen. Wenn’s meine Sucht wäre, anderen dauernd vor die Füße zu kotzen, wärt ihr dann auch dagegen, mir das zu verbieten (bzw. es ist sicher verboten, würdet ihr das aufheben wollen)?

  10. Und wie gesundheitsschädlich ist denn der sog. Passivrauch wirklich?

    Es wurden diverse Gefahrenstoff-Messungen von überlst zugequalmten Lokalen veröffentlicht. Dazu steht in der Regel: „Seht her, welchen gesundheitsschädlichen Substanzen sich da ein Passivraucher aussetzen muss…“

    Nun, nimmt man diese Messergebnisse und vergleicht sie mit den zulässigen Grenzwerte am Arbeitsplatz 2007 (in der Schweiz z.B. http://wwwitsp1.suva.ch/sap/it.....1903-d.pdf ), dann merkt man schnell, dass keiner der Gefahrenstoffe auch nur annähernd diese offiziellen Grenzwerte erreicht!

    Nun soll also ein Besuch in einem Lokal gesundheitsgefährlicher sein, als ein Arbeitsplatz, an welchem während 42 h/Wo höhere Konzentrationen als unbedenklich angesehen werden?

    Eine gute Zusammenfassung findet sich auf http://www.netzwerk-rauchen.de unter „Materialien“: http://www.netzwerk-rauchen.de.....abelle.pdf

  11. Mein Dank gilt der Bundesregierung, dass endlich der Nichtraucherschutz den Stellenwert bekommt, den er verdient. Schade, dass sich NRW und Niedersachsen Hintertüren offen lassen. Einen Beitrag von mir zu Thema Rauchverbot findet Ihr auch unter http://www.mainblogger.de.

  12. Dieses Netzwerk Rauchen ist doch eindeutig die 5. Kolonne der Tabakindustrie. Die plappern einfach die Lügenmärchen, die die Tabakindustrie selbst nicht mehr verbreiten darf, nach.
    Die werden doch noch immer von der Tabakindustrie gesponsort, und sei es in Naturalien. Dafür gibt es Beweise. Die Argumentationsbasis des Netzwerks Rauchen ist zweifellos von den forces.org, den amerikanischen Tabakverrückten übernommen. Und die sind nachweislich von der Tabakindustrie bezahlt. Wer diesen Lügnern glaubt, ist selbst schuld.

  13. Zur Information:
    Das Netzwerk-Rauchen ist politisch und finanziell unabhängig – So steht es auch in der Satzung. Das Netzwerk Rauchen ist bloss eine Interessengemeinschaft von gleichgesinnten – Wie viele Anti-Raucher-Netzwerke auch – Oder sind die deshalb vielleicht von der Pharmaindustrie gesponsert? Wenn sich Kaninchenzüchter zusammentun, dann gründen sie einen Verein. Wenn sich Nichtracher zusammen tun, dann gründen sie einen Verein. Weshalb soll dieses Recht den Rauchern verwehrt sein?

    Und was bitte soll das Netzwerk Rauchen nachplappern, wenn die Tabakindustrie ja laut Deinen Worten nichts vorplappern darf?

  14. Christoph Suter

    So, so! Forces.org ist also „nachweislich“ von der Tabakindustrie bezahlt. Du plapperst Schwachsinn nach, welcher von der WHO und anderen militanten Ayatollahs verbreitet wird. Dann lege doch hier mal diese „Beweise“ vor. Dein Nick „Ron“ kommt mir sehr bekannt vor. Ich glaube, diesen schon in anderen Foren entdeckt zu haben. Unterstellungen, Verleumdungen, Rufmord etc. scheint zu Deinem Kerngeschäft zu gehören.

    Du verwechselst möglicherweise FORCES mit FOREST (forestonline.org) in Grossbritannien. FOREST wird von der Tabakindustrie gesponsert – hat daraus aber auch nie einen Hehl gemacht.

    Netzwerk Rauchen – Forces Germany e.V. ist garantiert nicht von der Tabakindustrie bezahlt. Darauf kannst Du einen fahren lassen!

  15. Tja, Netzwerk Rauchen, FOREST ist also von der Tabakindustrie gesponsort.

    Auf der Homepage des Netzwerks Rauchen wird eindeutig mit Materialien von FOREST argumentiert, deren Homepage ist verlinkt.

    Also: Wer mit Propagandamateriel, das nachweislich von der Tabakindustrie gesponsort ist, auf seiner Homepage agiert, so wie es das Netzwerk Rauchen tut, ist selbst ein Sprachrohr der Tabakindustrie.

    Das Netzwerk Rauchen hat hier selbst den Beweis geliefert.
    Das Netzwerk Rauchen ist die fünfte Kolonne der Tabakindustrie.

  16. Das „Netzwerk Rauchen“ oder der Quatsch mit den MAK-Werten

    Der Hinweis auf die MAK-Werte ist nun wirklich die größte Steilvorlage für alle geschädigten Nichtraucher, danach müßte längst überall Rauchverbot herrschen:
    Zunächst allgemein:
    1)Auch wenn die MAK-Werte eingehalten werden, können sich “gesunde Personen im erwerbsfähigen Alter” durchaus belästigt fühlen, und ihre Gesundheit kann im Einzelfall sehr wohl beeinträchtigt werden.
    Gesunde Erwachsene, die länger als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich der MAK-Werte-Konzentration einer einzigen Substanz ausgesetzt sind, werden mit einiger Wahrscheinlichkeit krank.
    Für Kranke, Alte, Kinder, Schwangere gelten die MAK-Werte auf keinen Fall. Sie sind immer zu hoch.
    2)Bei den Gefahren-Stoffen der Klasse A handelt es sich um nachweislich krebserregende Stoffe, bei der eine ungefährliche Mindestdosierung (Schwellenwert) überhaupt nicht angegeben werden kann (z.B.Cadmium). Hier hilft sich der Arbeitsschutz mit der TKR (Technische Richt-Konzentration), die schlicht die absolut niedrigste nach technischem Stand mögliche Konzentration vorschreibt.
    Das wäre beim Rauchen schlicht Rauchverbot! Daruf werden auch die EU-Richtlinien letztlich hinauslaufen.
    Schließlich sei erwähnt, dass Rauchen bisher in der MAK-Liste völlig fehlt, es gibt hier gesetzlich lediglich ca. 700 Einzelstoffe für den Arbeitsplatzschutz. Gesetzlich heißt bekanntlich nicht, das keine weiteren Schadstoffe existieren, der Hausstaub ist bekanntlich auch nicht ganz ohne.

    Zigarettenqualm alleine enthält jedoch bisher ca. 4000 identifizierte Stoffe, von denen eine große Zahl eindeutig krebserregend ist und selbstverständlich in der Klasse A, MAK wiederzufinden ist.
    Nun kommt verschlimmern dazu, dass diese Stoffe noch höchst ungerecht in “Haupt”- und “Nebenstrom” des Tabakqualms verteilt sind, wobei die Passivraucher ausschließlich dem viel giftigeren Nebenstrom ausgesetzt sind.
    http://members.aol.com/toxicol.....ke/p3g.htm
    Nun viel mehr muß man den ewigen Verharmlosern eigentlich nicht sagen, vielleicht noch die Schätzung des Krebsforschungsinstitutes Heidelberg, dass in Deutschland etwa 8 Millionen Kinder täglich durch Passivrauchen geschädigt werden.
    Da sind die blumigen Bemühungen unserer Politiker noch weniger als ein Feigenblatt.
    Vielleicht würde sogar unsere Gesundheitsministerin “aus Sparsamkeitsgründen” das Krebsforschungsinstitut schliessen, ist aber Gott sei Dank nicht ihr Ressort
    Salve

  17. DerAchim

    Wann kommt endlich das Gaststättenverbot für Nichtraucher?
    Wenn mir, als Raucher, die Freiheit genommen wird zu meinem Bier eine Zigarette zu geniessen, ist es mehr als fair den paar Nichtrauchern auch einige Reglementierungen aufzuerlegen. Schon im Interesse ihrer eigenen Gesundheit sollten sie gerne darauf verzichten Gaststätten zu besuchen, in denen geraucht wird.

  18. DerAchim

    @Felix
    ‚Weshalb soll dieses Recht den Rauchern verwehrt sein?‘

    Seltsame Frage.
    Raucher haben doch garkeine Rechte mehr.
    Genau genommen sind wir entmündigt.

  19. Es gibt kein Gaststättenverbot für Raucher! Durch die Rauchverbote werden
    Raucher und Nichtraucher absolut gleich behandelt:
    Sowohl Rauchern alsauch Nichtrauchern wird das Rauchen in der Gaststätte verboten.

  20. @Helmi

    Und wann wird sowohl Biertrinkern und Nicht-Biertrinkern das Bier trinken verboten werden?

    Oder sowohl Fettleibigen, als auch schlanken Menschen das Essen von fetten Speisen?

    Wann werden sportlichen und unsportlichen Leuten zu Sport gezwungen werden?

    Wann sind wir so weit, dass jedem ein Lebensstyl aufgezwungen wird, welcher einige „Wissenschaftler“ als gesund erachten – Es werden bestimmt jede Menge Studien für teures Geld angefertigt, welche dann belegen werden, dass sich der Aufwand lohnen wird, diesen Einheitsmenschen zu erfinden…

  21. @Felix
    Ziemlich unsinnige Vergleiche. Rauchen wurde nicht insgesamt verboten, sondern an bestimmten Orten. Darfst du überall Bier trinken? Darfst du überall essen?

  22. @Henning
    Na, dann verbieten wir halt das Biertrinken an öffentlich zugänglichen Orten wie Restos…

    …zuhause muss man ja nicht mehr heimfahren – sowohl Biertrinker, als auch Nicht-Biertrinker können dann ihr Auto in der Garage stehen lassen.

  23. @Felix

    Deine Vergleiche werden von Post zu Post unsinniger.
    Wieso sollte Biertrinken in Restaurants Nichtbiertrinkern schaden???

    Das Heimfahren mit dem Auto nach dem Biertrinken ist —V E R B O T E N— !!!

  24. Darmstädter

    Die Luftwaffe und die Deutsche Post hatten das Rauchen am Arbeitsplatz bereits 1938 verboten, nun wurde es auch an vielen anderen Arbeitsplätzen, in Amtszimmern, Spitälern und Erholungsheimen untersagt. 1939 verbot die NSDAP jeden Nikotingenuss in ihren Parteigebäuden, Himmler verfügte darüber hinaus, dass uniformierte Polizei- und SS-Offiziere im Dienst nicht mehr rauchen durften. 1941 folgten Rauchverbote in Straßenbahnen und Luftschutzkellern (obwohl es dort separate Raucherräume gab), 1944 in allen Stadtbahnen und Bussen. Letzteres geht auf eine Initiative Hitlers zurück, der eine Gefährdung der jungen Schaffnerinnen durch die Folgen des Passivrauchens fürchtete. Bereits seit Juli 43 durften sich Raucher unter 18 in der Öffentlichkeit nicht mehr erwischen lassen. Soldaten erhielten zwar weiterhin Tabakrationen (6 Zigaretten pro Mann und Tag), aber auf Anordnung Hitlers sollten sie beim Empfang der Zigaretten vor den gesundheitlichen Schäden gewarnt werden. Nichtraucher und weibliche Wehrmachtsangehörige erhielten anstelle von Zigaretten Schokolade oder Obst.

    Wirklich tolle Gesellschaft und Tradition!!!!

    Hat Eva Hermann also Deiner Meinung nach doch recht mit der Behauptung es sei ja schließlich nicht alles schlecht gewesen!?

  25. Im dritten Reich waren auch Diebstahl, Mord und Totschlag unter Strafe gestellt, sollte man dies alles heute deshalb erlauben?

    Schon mal drüber nachgedacht, warum auf den Kippenschachteln seit einigen Jahren folgender Satz steht:

    RAUCHEN FÜGT IHNEN UND DEN MENSCHEN IN IHRER UMGEBUNG ERHEBLICHHEN SCHADEN ZU!

  26. Darmstädter

    Das ist genau das intellektuelle Niveau, das wir von interessierter (nichtrauchender) Seite seit langem gewohnt sind.
    Es geht selbstverständlich nicht um Dinge, die schon inn den 10 Geboten festgelegt wurden, sondern um von den Nazis ins Leben gerufene Ideen, Gesetze und Ideologien. Nicht ohne Grund haben die Allierten und die Gründerväter der Bundesrepublik diese Gesetze nach dem Fall des Dritten Reiches sofort wieder abgeschafft.
    Offensichtlich ist dieser historische und politische Kontext für einige aber zuviel.
    Es würde mich aber trotzdem freuen, wenn Berhard vielleicht doch etwas dazulernen konnte.
    Wie im Geschichtsunterricht: Historische Dinge sind im historischen Kontext zu sehen.
    Auf die Beleidigung möchte ich nicht eingehen, dies ist Nichtraucherniveau.

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