330 % Ersatz für Günther Jauch

Weil Günther Jauch abgesagt hat, stellt SPIEGEL online „sieben Favoriten“ vor, die Sabine Christiansen ersetzen könnten. Dazu geben sie die jeweilige Chance in Prozent an:

Frank Plasberg: 80 %
Anne Will: 60 %
Harald Schmidt: 45 %
Gabi Bauer: 40 %
Reinhold Beckmann: 25 %
Jörg Thadeusz: 50 %
Sandra Maischberger: 30 %

Macht zusammen 330 %. Wie viele Moderatoren werden nochmal gesucht?

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17 Responses to “330 % Ersatz für Günther Jauch”

  1. Hauptsache es werden mal alle Meinungen zugelassen und nicht einige Aussagen kurz bevor es spannend wird, abgewürgt. Ich bin für Sandra Maischberger, aber ich glaube sie ist momentan schwanger.

  2. Anne Will, Anne Will, ich will Anne Will! Falls sie will. (Sorry für die Kalauer.)
    Gibt es eine bessere, gebildetere, kompetentere Kandidatin, die überdies noch wunderschön und allürenlos ist?

    Der Vorteil wäre auch, dass man nach dem Tatort am Sonntagabend nicht so schnell zur Fernbedienung greifen muss, um sich vor der Talkshow zu retten.

    Falls Anne Will dann aber nicht mehr die Tagesthemen machen sollte, bin ich natürlich dagegen. Denn bei den Tagesthemen kann ich sie ja viel öfter bewundern.

  3. niels | zeineku.de

    Manchmal klappen Votings eben doch. Der einzige, der das meiner Meinung nach könnte, ist Plasberg. Unterhaltsam wäre womöglich noch Thadeusz.

  4. Ich kenn mangels Fernseher gar nicht alle Namen da oben. Harald Schmidt find ich zwar gut, aber wohl nicht wirklich für diese Rolle geeignet. Maischberger fänd ich super, aber wie Linda schon gesagt hat, ist sie gerade schwanger.
    Nach den Beschreibungen bei SPON klang Frank Plasberg ganz gut. Aber ich kenne den nicht. Kennt ihr den?

    Nachtrag: Wir haben uns überschnitten, Niels. Was für Votings?

  5. ich finde harald schmidt und anna will sollen es zusammen machen. das wär doch was. dann wäre der kreative zerstörer und die wohlerzogene bewahrerin zusammen am werkeln.

  6. Polit-Talkshows sind doch sowieso tot.
    Diese Selbstbeweihräucherungen und Scheingefechte von immer denselben profilierungssüchtigen Politikern sind an Langeweile kaum zu überbieten.

    Die Abgeordneten sollen in den Parlamenten diskutieren.

  7. „Die Abgeordneten sollen in den Parlamenten diskutieren.“

    Das stimmt, aber die Bevölkerung sollte dabei auch mal wieder zuschauen.

    Ich finde, Polit-Talkshows generell schon sinnvoll, aber es muss halt so sein, dass nachgehakt wird, wenn nicht auf die Frage geantwortet wird. „Der grüne Salon“ von Erich Böhme und Heinz Eggert war genial. Die haben ihre Gäste schon hart rangenommen, jeder aus einer anderen politischen Richtung (Eggert war mal CDU-Innenminister in Sachsen).

  8. niels | zeineku.de

    Henning:

    „Was für Votings?“

    Meine verklebten Augen haben da nur Prozentwerte gelesen und irgendwas in meinem Hirn hat dazugedichtet, daß es sich um ein Voting bei SPON handeln müsse.

    Plasberg moderiert eine Polit-Talkshow der etwas anderen Art (recht konfrontativ, Zuschauerbeteiligung, Einbeziehung Betroffener) im WDR. Driftet manchmal ins Populistische ab, fragt aber wesentlich kritischer als Christiansen.

    Plasbergs Sendung war schon mal Kandidat für eine Verlegung ins bundesweite ARD-Programm (scheiterte dann aber an Intendanten-Hickhack) und war als Person auch Kandidat neben Jauch für die Nachfolge von Christiansen unmittelbar, nachdem bekannt wurde, daß sie aufhören würde.

  9. „Das stimmt, aber die Bevölkerung sollte dabei auch mal wieder zuschauen.“

    Da fand ich aber manche Bundestagsdebatte (damals mit Joschka :)) auf Phoenix spannender als dieses Christiansen-Gewäsch.
    Wobei Plasberg das vermutlich wesentlich besser machen würde als die Christiansen.

  10. Außer den Generaldebatten sind die meisten Debatten im Bundestag aber eher langweilig. Ich schau mir sowas gerne an bzw. höre zu wenn ich mal frühs frei habe. Anstatt einem Radaio läuft dann im Hintergrund die Debatte … (Ich weiß, bissle krank isses scho‘ ^^)

  11. @Simon
    Ich meinte ja auch, dass die Bevölkerung bei den Bundestagsdebatten mehr zuschauen sollte. Wenn sie das nicht tut, ist es kein Wunder, wenn die Politiker andere Orte suchen, um ihre Politik zu erklären oder für sie zu werben.

    @Robin
    Krank? Ich mach das auch manchmal. Vom Landtag gibt’s ja leider nur nen Livestream und kein Archiv, aber immerhin. Aber du hast schon Recht, die meisten Debatten sind sehr speziell. Aber eben auch die Generaldebatten verfolgt doch kaum jemand.

  12. Naja… Ganz kurzer Einwurf von der Mathe-Seite… Wenn es um die Erfolgschancen der einzelnen Kandidaten geht, dann darf man doch nicht einfach die Werte addieren. Hier ist ja nicht von der Wahrscheinlichkeit die Rede, das der oder diejenige aus der genannten Runde den Job bekommt.

  13. @Kai
    Wo genau ist der Unterschied? Die Chance eines Kandidaten den Job zu bekommen, hängt doch auch von den anderen Kandidaten ab. Wenn einer sehr gute Chancen hat, haben die anderen dadurch automatisch schlechtere.

  14. @Henning
    Ein wenig Stochastik: Wenn ich würfel, ist meine Chance (oder die Wahrscheinlichkeit für mich) eine 6 zu bekommen genau 1/6. Natürlich nur mit einem idealen Würfel. Spiele ich mit einer gezinkten Variante, so beträgt die Wahrscheinlichkeit beispielsweise 3/6.

    Jetzt sind zwei Personen im Spiel. Ich mit dem gezinkten Würfel und Bert mit einem normalen Würfel. Wenn ich jetzt wissen will, wie hoch die Chancen auf eine 6 für die beiden Spieler bin, sind es bei mir 3/6 und bei Bert 1/6. Das heißt aber nicht, die Wahrscheinlichkeit, mit der überhaupt eine Sech fällt, ist 4/6. (Die ist 7/12)

    Auf die Jauch-Nachfolge bezogen: Wenn du sagen würdest, Person XY wird mit dieser oder jener Wahrscheinlichkeit der Nachfolger, muss die Summe aller Personen 100 % ergeben (oder weniger, wenn es eine oder einen Überraschungskandidatin/en geben kann). Aber die Erfolgsaussichten der einzelnen Personen sind andere.

    Dann sagst du ja, diese Person erfüllt 20 Kriterien aus einer Liste von 25, hat damit eine Chance von 80%. Natürlich kann jetzt noch Gewichtung und so dazu kommen, aber das wird dann richtig kompliziert.

    Anders herum: Die Chance ist die persönliche Erfolgsaussicht, wenn man es versucht. Und die liegt immer irgendwo zwischen 0 % und 100 %. Aber die anderen Kandidatinnen und Kandidaten mindern nur deine persönlichen Erfolgsaussichten (beispielsweise um 10 %), aber die Summe dieser persönlichen Chancen ist egal.

    Noch ein Beispiel (damit ist dann auch gut): Ein bestimmter (nein, nicht ich) Skifahrer hat die Chance von z.B. 75%, den Berg ohne Sturz hinunter zu kommen. Das ist unabhängig davon, wie viele andere Personen noch den Berg hinunter wollen (außer alle gleichzeitig, das kann dann doch schon problematisch werden).

  15. Bei dem Beispiel mit dem Skifahrer ist der Unterschied klar, weil sein Sturz oder Nicht-Sturz eben (mehr oder weniger) unabhängig von den anderen ist.

    Bei dem Job des Christiansen-Nachfolgers wird aber nur einer zum Zuge kommen. Warum soll da meine Chance höher sein als meine Wahrscheinlichkeit? Mit jedem erstzunehmenden weiteren Kandidaten sinkt doch die Wahrscheinlichkeit, dass ich es werde (und damit eben auch die Chance).

    P.S.: Wie kommst du auf die 7/12?

  16. Nach Sabine Christiansen sollte nun endlich mal wieder eine nichtbefangene Person eine politische Talkshow moderieren. Anne Will wäre dasselbe in grün. Nein, ein Mensch mit Gespür und ehrlichem Diskussionswillen sei gefragt!

    Bei Chistiansen fiel immer ( ja immer ) auf, dass sie ihre eigene Auffassung zu einem Thema miteinbrachte, über die Meinung des Gastes erhob. Dabei waren ihre Überzeugungen keineswegs die absolute Wahrheit, als sie selbige verkaufte.

    Plasberg hört sich nicht schlecht an, Beckmann wäre ein Griff ins … und genau das, was Deutschland nicht braucht: einen Schmusesozi mit Betroffenheitsatttitüde.

    Harald Schmidt? Da könnte man auch gleich Oliver Pocher fragen, oder Gregor Gysi. Da sind mit den Mauerfetischisten beim Spiegel wiedermal die Pferde durchgegangen. Mir fallen spontan Namen von glaubwürdigeren Journalisten ein wie:

    * Liane von Billerbeck ( hat 1992 ein kritisches Buch über Scientology geschrieben )
    * Michel Friedman ( lassen wir seine Verfehlungen weg, bleibt ein engagierter, unkonventioneller Moderator, der nicht locker lässt )
    * Heinz Eggert ( sagt von sich, er sei Sachse, nicht ost-deutsch: BRAVO! )
    * Klaus Bednarz ( früherer Monitorchef, unbestechlich, sachlich ).

    Aber wenn man weichgespülte Rückwärtsdenker haben will, wird es allerdings dann wohl auch so kommen. Meine Vermutung:

    Entweder Anne Will oder Frank Plasberg.

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