Alternative zu Google

Irgendwie ist es ja schon paradox nach alternative zu google zu googlen. Dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass es einige derzeit tun, denn Google macht sich gerade wieder bei vielen unbeliebt. Basic Thinking, Heise, Golem und viele andere wurden hinsichtlich ihres PageRanks abgestraft. Bei den meisten wohl wegen Linkverkauf, aber ganz sicher ist man sich da nicht.

Schon seit längerem steigt der Unmut über Google. Einerseits die große Marktmacht, andererseits die Frage nach dem Datenschutz und seltener auch wegen der Qualität der Suchergebnisse. Ich bin gespannt, wie es so in 5-10 Jahren aussieht. Wird Google die Suchmaschine Nr. 1 bleiben oder wird es von einem Konkurrenten abgelöst, so wie es einst Google selbst tat?

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9 Responses to “Alternative zu Google”

  1. Naja, unbeliebt machen ist so eine Sache ;-)
    Das Google irgendwann die paid links verfolgen und bestrafen würde war ja ziemlich klar. Da man schlecht die Linkziele punishen kann ( das wäre ja ne richtig geile Sache ;-) ) werden also die linkverkaufenden Seiten abgestraft. In Zukunft werden die einen oder anderen sich das zweimal überlegen ob sie was verkaufen ( oder vielleicht besser überlegen wie man es dezenter macht … )

  2. Die Heulerei in der Blogszene wegen der Pagerank-Herunterstufung kann ich absolut nicht nachvollziehen!
    Die meisten stören sich auch nur daran, dass sie jetzt weniger Geld für das Linkverkaufen kassieren!
    Oh Mann!
    Eigentlich sollte dieser Pagerank für nichts anderes als zur Verbesserung der Suchergebnisse da sein, und nicht um Kohle zu scheffeln.
    Google ist keine gemeinnützige Vereinigung und es ist deren gutes Recht den Pagerank so zu veränder wie sie gerade lustig sind!
    Meine Meinung.

  3. @Mat
    Dezenter Links verkaufen? Die sind ja heute schon oft gar nicht gekennzeichnet, was laut deutschem Recht eigentlich verboten ist, da Werbung immer klar erkennbar sein muss.

    @Joern
    Naja. Ich finde es nicht verwerflich mit Blogs Geld zu verdienen, auch nicht durch (gekennzeichnete) Werbelinks. Es ist einerseits natürlich verständlich, dass Google dadurch die Qualität seines Index in Gefahr sieht. Aber ist es denn für die Qualität der Suchergebnisse besser, wenn Seiten wie Heise, Zeit oder Golem schlechter gerankt werden? Obwohl sie relevant wären.

    Google hat aber womöglich noch ein zweites Interesse. Google verdient massig Geld durch Online-Marketing durch AdWords/AdSense. Nun hat sich bei vielen Leuten rumgesprochen, dass Linkverkäufe bei vielen Seiten deutlich mehr einbringen als AdSense (und noch dazu kann man ja beides parallel laufen lassen). Es würde mich nicht wundern, wenn es für Google mehr als nur ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass sie damit den Markt ihrer Konkurrenz schwächen.

  4. @Henning
    Ich finde es es doch auch nirgends verwerflich mit Blogs Geld zu verdienen.
    Aber „Verwerflich“ oder besser gesagt halte ich es für einen schlechten Witz, wenn Blogbetreiber sich beschweren dass dies nicht mehr so richtig funktioniert, weil ein anderes Unternehmen (Google) etwas verändert!
    Natürlich ändert google das nicht aus reiner Nächstenliebe, ich halte auch den von Dir angesprochenen „Adwords-Grund“ für die Hauptursache.

    Wenn das mit dem schlechteren Ranking von Heise und Co stimmt, würde ich Dir recht geben, kann ich mir aber nicht vorstellen, da der Pagerank bei google ja nur eines von vielen Kriterien ist.
    Aber davon abgesehen: Der Großteil der Blogger beschwert sich ja nicht über mögliche schlechtere Suchergebnisse, sonder dass er weniger Kohle scheffeln kann. Und das finde ich eben das Lächerliche an der Sache.

  5. Ich finde die Vorgehensweise von Google absolut nachvollziehbar und das ausnahmsweise mal nicht nur aus geldgierigen Motiven. Ziel ist es mit dem Google-Index ein möglichst neutrales Ergebnis anzuzeigen, welches thematisch hochrelevant zur Suchanfrage ist. Dazu bedient sich Google eben der Links, denn jeder Link ist ja auch eine Empfehlung einer Seite, der jeweilige Linktext + das Linkumfeld kategorisieren die thematische Relevanz. Gekaufte Links verfälschen dieses Bild, denn man empfiehlt hier nicht mehr etwas nur, um etwas eben zu empfehlen, weil es relevant ist, sondern weil es Geld dafür gibt. Das ist für mich wie, wenn ich jemanden frage, welchen E-Mail-Anbieter er mir empfehlen würde, und er würde eigentlich aus eigenen Erfahrungen heraus „GMX“ sagen, sagt aber „web.de“ weil er von denen Geld dafür bekommt – und in den meisten Fällen sagt er mir das auch noch aus vollstem Herzen überzeugt, denn er kennzeichnet seine Aussage schließlich nicht als Werbung. Es besteht also die Gefahr, dass ich niemandem mehr vertrauen kann, weil jeder nur auf seinen eigenen Profit bedacht ist. Und in vielen Fällen sind solche Links auch dafür verantwortlich, dass schlechte Suchergebnisse nach oben kommen…
    Dem „angenehmen Nebeneffekt“ zur Schwächung der Konkurrenz stimme ich allerdings zu.

  6. Mit dezenter meine ich zB
    – diesen komischen , jederzeit automatisch detektierbaren Trigami-satz
    -den Satz „Werbung“ oder „Sponsor“

    es gibt genügend Möglichkeiten die „Werbung“ zu kennzeichnen. Und auch da ist es auslegungssache, ein link auf eine andere Seite muss keine Webrung sein……….

  7. Ich glaube nicht das irgend jemand noch Google ablösen kann. Die Kanäle auf denen man bekannt werden kann sind ja begrenzt und wenn einer der wichtigsten davon schon vom Hauptkonkurrenten besetzt ist wird das sicher schwierig zu bewerkstelligen sein.

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