Die CSU und ihre Rebellen – und Stoiber

Beschäftigen wir uns doch mal mit Bayern. Bayern als Land, aber noch mehr Bayern im Sinne der Bewohner dieses Bundeslandes. Da gibt’s einen, der ist Ministerpräsident und heißt Dr. Edmund Stoiber. Wird von vielen Stoibär genannt. Das hat was mit nem Problembären zu tun. Aber gar nicht mal, weil Stoiber einer ist, sondern weil er sich recht kompliziert ausdrückt bei der Beschreibung der Gefahren des Problembären. Übrigens ist hier nicht Kurt Beck gemeint, sondern Bruno. Der, der prompt erschossen wurde als man das durfte, aber nicht gefunden wurde als man ihn noch hätte betäuben müssen. Hätte der sich gewaschen und rasiert, hätte ihn vermutlich niemand erkannt.

Aber zurück zu Stoiber. Der ist rasiert und vermutlich auch gewaschen. Der hat aber trotzdem ein Problem und zwar eines, das sich gewaschen und frisiert hat. Und auch dieses Problem hat einen Namen, nämlich Gabriele Pauli. Die ist zwar auch in der CSU, hat aber trotzdem rote Haare.

CSU-LogoDas alleine ist aber noch nicht so gefährlich. In Bayern konnte etwas Rotes der CSU noch nie gefährlich werden. Aber unsere Gabi ist ja eine Schwarze. Und die macht etwas, das sich für Schwarze einfach nicht gehört. Die ruft nämlich ganz laut nach Demokratie. Und dann auch noch innerhalb der eigenen Partei. Die will nämlich, dass die CSU-Mitglieder darüber abstimmen, wer für ihre Partei 2008 als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf zieht.

Das geht so natürlich nicht. Im Wahlkampf die ganzen Infostände machen und vor Ort alles organisieren – und dann auch noch über den Spitzenkandidaten mitbestimmen. Womöglich irgendwann auch noch über die Inhalte. Nein nein, die Nominierung des Spitzenkandidaten ist das ureigenste Recht der Landtagsfraktion. Sagt Peter Ramsauer. Der ist der CSU-Chef im Bundestag und hat vermutlich vergessen, wie das bei den Bundestagswahlen so abläuft mit der Nominierung.

Viele in der CSU haben den Stoibi nicht mehr lieb. Der sollte nach der Bundestagswahl 2005 ja Wirtschaftsminister werden, ist dann aber wieder nach Bayern zurückgestoibert. Das fanden sie nicht so gut. Die hatten sich schon richtig Mühe gegeben, einen Nachfolger zu suchen. Den Günther Beckstein zum Beispiel. Der ist bisher Ober-Wachtmeister von Bayern und trotzdem sehr beliebt beim Volk. Zumindest bei denen, die er nicht eingesperrt hat. Und dann gibt’s da noch den Erwin Huber. Der ist gerade Wirtschaftsminister und war davor mal Chef der Staatskanzlei. Was der da macht, weiß keiner so genau, aber dazu könnte man ja mal ein paar Freunde von ihm anrufen.

Aber inzwischen gibt’s da noch so nen Querkopf. Den wieder auferstandenen Horst Seehofer. Damals, beim Helmut Kohl, war der mal Gesundheitsminister. In dem Bereich will der aber ne ganz andere Politik als die Union heute. Die findet er nämlich unsozial. Also hat ihn Angie, die Kanzlerin (die offiziell eigentlich Angela Merkel heißt), vorsichtshalber mal zum Minister für Verbraucherschutz und Landwirtschaft gemacht.

Der Horst ist in der Union so’n linker Rebell. Die CSU hat ja quasi alles in ihrem Sortiment. Wenn die Reformer-Angie mit ihrem Lieblings-Liberalen Guido Westerwelle wieder ein paar SMS geschrieben hat, kriegt die immer so lustige Ideen. Wenn sie die dann auf nem CDU-Parteitag verabschieden lässt, dann stellt sich der Horst hin und sagt öffentlich, dass das unsozial wäre. Das finden viele in der Union gemein vom Horst.

Aber unsere rote Gabi schlägt ihn zum Ministerpräsidenten vor. Oder auch den Beckstein. Hauptsache ist wohl, dass der Stoibi wegkommt. Nur traut sich bisher keiner öffentlich gegen Stoiber anzutreten. Vielleicht weil er noch nicht zum Abschuss freigegeben ist? Betäuben ist ja irgendwie unbeliebt.

7 Responses to “Die CSU und ihre Rebellen – und Stoiber”

  1. Danke für’s Feedback! War schon ganz irritiert, dass da keine Reaktionen kommen. Aber irgendwie ist gerade generell etwas Kommentarflaute – trotz sehr vielen Besuchern.

    Eigentlich wollte ich übrigens nur nen Beitrag schreiben, ob der Rebell Seehofer wirklich Ministerpräsident werden kann, weil er dann ja schon die ganze Partei hinter sich haben sollte und eben nicht mehr so rebellisch sein kann. Tja, dann fing ich an die Einleitung zum Thema zu schreiben und das ist bei rausgekommen. *g*

  2. stoiberkanzler.de

    Die Deutsche Leitkultur braucht alle seine Buchstaben.
    Die Deutsche Leitkultur braucht seine Klarheit.
    Die Deutsche Leitkultur wird ihren Held retten.

  3. Die Zeit bleibt nicht stehen: Das Fell des Ministerpräsidentenbären scheint verteilt, dass des Parteivorsitzenden noch immer nicht.
    Der Komiker Söder kommt langsam auch wieder aus seinem Loch gekrochen, um nun bei den potentiellen Erben von Äh Edmund rumzuschleimen – schließlich wird er bald ein neues Pöstchen brauchen. Denn als CSU-Generalsekretär muss er mit seinem Ede Stoiber abdanken.

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