Ich geb dir nen Beep

„Gib mir nen Beep!“ war ein Satz, den ich während meines Rumänien-Aufenthalts 2001 oft gehört habe. Einmal klingeln lassen, wenn man da ist – oder wenn ein anderes vorher verabredetes Ereignis eintritt. Kurz klingeln lassen kannte ich zwar aus Deutschland schon, aber die Häufigkeit der Anwendung dieser Methode und dass es sogar einen Namen hat („Beep“), war mir neu.

Und nun lese ich gerade bei SPON (Link gefunden beim lawblog), dass das in Afrika auch sehr verbreitet ist. Hängt eben offenbar sehr stark mit dem Wohlstand in einem Land oder einer Bevölkerungsgruppe zusammen. Ich schätze mal, dass das Beepen auch in Deutschland unter Studenten und Schülern deutlich verbreiteter ist als unter Managern.

Interessant fand ich auch, dass die Anzahl der Handy-Nutzer von Afrika sich von 25,3 Millionen in 2001 auf 192,5 Millionen im Jahr 2006 extrem erhöht hat.

Wie sieht das bei euch aus? Beept ihr andere an? Oder nur, wenn es verabredet war? Ruft ihr zurück, wenn ihr angebeept werdet? Kanntet ihr den Ausdruck Beep bzw. beepen für dieses Vorgehen?

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11 Responses to “Ich geb dir nen Beep”

  1. Aus der Handyzeit zwar nicht, aber von früher. Wenn wir vom Freibad abgeholt werden wollten, sind wir in eine Telefonzelle, daheim angerufen, 2x klingeln lassen und das wars :-)

  2. niels | zeineku.de

    „Interessant fand ich auch, dass die Anzahl der Handy-Nutzer von Afrika sich von 25,3 Millionen in 2001 auf 192,5 Millionen im Jahr 2006 extrem erhöht hat.“

    GSM-Netze lassen sich schneller einigermaßen flächendeckend errichten als landgebundene.

    Zu Deiner Frage: Weder beepe ich noch schreibe ich SMS. Ich telefoniere lieber konventionell.

  3. Den Ausdruck Beepen für das kurze Durchklingeln lassen habe ich noch nie gehört. Praktiziere es eigentlich auch nie. Früher vielleicht ab und an mal. Aber heutzutage dann doch lieber ein kurzer Anruf oder wenn das nicht geht halt eine SMS…

  4. Als Beep kannte ich es noch nicht, nutze es aber regelmäßig. Wobei sich das auf zwei Anwedungsfälle beschränkt:
    1. Wenn man jemand mit dem Auto abholt und nicht zur Tür laufen will.
    2. Um abends auf Mitbewohner Rücksicht zu nehmen, statt der Klingel.

  5. Wärend des Zivildiensts (Malteser in Stuttgart) haben wir verstärkt „gebeept“, da zu dieser Zeit das Telephonieren mit dem Mobiltelephon noch recht teuer war, und wir strikte Anweisung hatten zu sparen. Heute telephoniere ich lieber kurz und schmerzlos; das ist bei mir günstiger als langwierig eine SMS zu tippen und für teuer Geld abzuschicken.
    In diesem Sinne: „Beep bop a lula“, wie schon Gene Vincent in den frühen Fünfzigern wußte.

  6. „Beep“ als Ausdruck dafür kannte ich noch nicht. Ich habe früher aber meine Mutter immer im Büro angebeept, damit sie mich auf Firmenkosten zurückruft ;).

  7. Alexander

    kenne zwar den Ausdruck „Beep“ nicht, aber das 1x anklingeln lassen ist bei uns recht gebräuchlich. Ich hab z.B. ne Flatrate Handy -> Festnetz. Also lassen viele 1x klingeln damit ich die Nummer sehe und ich rufe dann auf Festnetz zurück.

    Früher hab ich zu Hause auf meiner 3ten ISDN MSN 1x von meinem Handy Klingeln lassen. Dann wusste der PC dass ich komme und hat den VNC-Server gestartet, damit ich per Remote drauf kann. Fand ich sicherer als wenn der die ganze Zeit online ist ;-)

    LG Alex

  8. Da ging’s mir ja wie euch. Anklingeln lassen kannte ich, aber den Ausdruck Beep nicht. Ich vermute, es gibt ihn eben gerade da, wo man besonders häufig anklingeln lässt. Vielleicht gibt es aber auch im Rumänischen und in den afrikanischen Sprachen nicht diese Möglichkeit, sich so ein schönes Wort wie „anklingeln“ (was ja aussagt, dass man nur ein bisschen klingelt und nicht richtig) zu schaffen.

  9. Anklingeln mache ich noch heute manchmal (sehr selten). Den Ausdruck „beepen“ kannte ich hierfür auch nicht.

    Interessant in diesem Zusammenhang: bei callabike.de wird man nach der Freischaltung eines Fahrrads auch kurz angeklingelt, wobei die anrufende Nummer dem einzugebenden Code am Fahrrad entspricht. Keine SMS-Kosten, trotzdem die gleiche Information. Bei callabike nennt sich dieser „beep“ aber „Anruf in Abwesenheit“.

  10. Alexander Bohl

    In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas ein. Vor einigen Jahren (GPRS gab es noch nicht) war im Gespräch dass die Fahrer den Auslieferstatus der einzelnen Positionen dadurch kostenlos zurückliefern, indem sie dafür vorgesehene Nummern anrufen. Diese wären im Adressbuch hinterlegt z.B. POS1OK, POS1DEL oder POS3NA usw. Hinter diesen Adressbucheinträgen verbergen sich beliebige Durchwahlen in der Firma, die alle an einer ISDN-Karte auflaufen (welche dann die Durchwahl aus der Nummer extrahiert). Anhand der gewählten Nummer und der Nummer des Anrufers kann dort ein Programm genau den Status der einzelnen Positionen in die Datenbank schreiben. Wenn die Meldung richtig erkannt wurde, hat der Rechner aufgelegt. Dies wäre zu der damaligen Zeit eine kostenlose Möglichkeit der Sendungsverfolgung gewesen ohne teure Hardware anzuschaffen (ausser nem PC mit ISDN-Karte und event. ner ISDN-Leitung extra für diesen Zweck).

    LG Alex

  11. Also „jemanden einen Beep geben“ kenn ich auch nicht. Praktizieren tu ich es eigentlich nur mit einem Kumpel, der von seinem Mobiltelefonvertrag eben mich kostenlos anrufen kann. Ich ruf an. Wenn er mich registriert hat, drückt er mich weg und ruft dann zurück.

    Ein anderer Kumpel von mir blickt des net so ganz. Der schaut nie vorher, wer ihn jetzt anruft. Er hebt ab. somit zahl ich die erste minute und frag ihn, ob er mich zurückruft.

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