Kinderreporter, Politiker und das Internet

Kinder interviewen Politiker. Wer das unspannend findet, der kann sich von folgendem Video eines Besseren belehren lassen. Die Kinder befragen Guido Westerwelle (FDP), Christian Ströbele (Grüne), Michael Glos (CSU), Peter Struck und Brigitte Zypries (beide SPD) zum Thema Internet.

Eines der Highlights: “Browser? Was sind jetzt nochmal Browser?” Sehr schön auch wie Struck staunt als eine der Kleinen ihm erzählt, dass sie selbst schon Homepages gestalten kann. Allerdings hatte ich beim Ströbele irgendwie gedacht, dass er im Netz aktiv wäre.

Glos sucht inzwischen auch mal ein paar ältere Artikel im Netz, was vor kurzem noch seinen Mitarbeitern vorbehalten war. Und Westerwelle vergleicht Computer mit nem Hammer.

Aber seht doch einfach selbst. Sind nur 2,5 Minuten und die Kinderreporter sind super!

Gefunden bei Netzpolitik. Am 16.12.2013 durch eine Youtube-Einbindung ersetzt (vorher sevenload, aber da war das Kinderreporter-Video nicht mehr verfügbar).

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8 Responses to “Kinderreporter, Politiker und das Internet”

  1. “Aber wenn man nicht ins Internet geht, dann sind die anderen Fragen doch geschmissen.” (Zopf-und-Rosa-T-Shirt-Kind) Sooo toll, passend zu Müsli.

    Aber im Ernst, das ist doch peinlich, im Fernsehn zuzugeben, dass man Internet und Computer nicht bedienen kann! Meine Großeltern sind da doch fitter. Sollte ich direkt stolz drauf sein.

  2. Ein absolutes Armutszeugnis für Ströbele und Struck. Und auch Zypries bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm hier. Westerwelle und Glos sagen zu wenig als das man da draus etwas schließen könnte.

    Das Alter ist keine Ausrede, mein Opa ist einiges älter und “netzaktiv”.

  3. @Jokerine
    Oh ja, das war auch toll. :-)

    @Martin
    Dann lies mal das vom Glos. Das hat schon Gründe, dass er so wenig gesagt hat.
    Und Ströbele gibt wenigstens alles ganz offen zu. Wobei er schon ne computerfeindliche Haltung zu haben scheint. Ein bisschen peinlicher hätte ihm sein Unwissen schon sein können.

    Das Alter ist zwar ein Argument, aber kein hinreichendes. Wobei mich Westerwelle eigentlich am meisten irritiert hat. Ich hatte ein flammendes Bekenntnis zu Computern und Internet erwartet, weil er sich doch so gern sehr modern gibt.

  4. Hatte das Video gestern auch geleich gebloggt – eigentlich zum Totlachen, wenn es nicht gleichzeitig so ernst wäre. Gerade wenn ich daran denke, dass Politiker mit diesem Wissensstand Entscheidungen treffen, die schwerwiegende Konsequenzen für uns alle haben (Voratsdatenspeicherung, sog. “Bundestrojaner”, Erfassung und Verknüpfung von immer mehr Daten, Biometrie,…)

  5. Wenn die Zypries nicht mal weiß, was ein Browser ist, woher will die dann wissen was der Bundestrojaner macht?

  6. @Simon
    Will die das wissen? ;-)

    @Martin
    Prinzipiell stimm ich dir zu. Wobei man ja eigentlich in allen Bereichen Fachleute hat, die die Meinung einer Partei/Fraktion/Regierung meist entscheidend prägen. Aber natürlich können die Unwissenden auch abweichende Meinungen haben und da wäre man dann schon froh, wenn sie die wenigstens auf einer halbwegs soliden Grundlage treffen würden.

  7. Ich mag keine Kinder im Fernsehen, ich fühle mich dann immer ein wenig im Stich gelassen; besonders wenn man dann anfängt mit diesen Kindern auf einem Niveau zu sprechen, dass echt nicht mehr feierlich ist. Hier kommt das ganze zwar nicht so deutlich zum Tragen, aber allgemein sind diese Auseinandersetzungen schon wieder so lächerlich, dass ich echt darauf verzichten kann.

    Aber man kann wohl sagen, dass ein Großteil der Bevölkerung das Internet nicht als Kulturplattform, sondern einfach nur als Teil der Wissensbildung versteht; was ich für meine Verhältnisse echt als schade empfinde, schließlich gibt allein das Internet soviel Anreiz für frische und entspannte Ideen.

  8. Und nun wird Brigitte Zypries Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium und dort zuständig für digitale Wirtschaft. Hoffentlich hat sie inzwischen dazugelernt.

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