Lügen über Killerspiele

TV-Sendungen zum Thema Killerspiele enthalten oft Unwahres. Vieles wird total falsch oder zumindest missverständlich dargestellt. Man sollte meinen, dass das zumindest in den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sendern besser wäre.

Matthias Dittmayer, 21 Jahre alt und Student der Rechtswissenschaften in Bremen, hat sich die Mühe gemacht ein paar Sendungen von ARD, ZDF und WDR auseinanderzunehmen. Er zeigt dabei ganz klar die Unwahrheiten oder unscharfen Darstellungen auf. Die Beispiele sind aus den Sendungen Hart aber fair, Kontraste, Panorama und Frontal 21.

Gefunden habe ich das Video durch einen Link bei Rivva auf jetzt.de, wo auch ein Interview mit Matthias zu finden ist. Mehr auf stigma-videospiele.de, Matthias‘ Seite zum Thema.

{lang: 'de'}

14 Responses to “Lügen über Killerspiele”

  1. Die Ansammlungen von falschen Informationen durch die gezeigten Sender läßt ja einem echt die Haare zu Berge stehen.
    Klar, bei dem Thema kann man geteilter Meinung sein, aber es ist erschreckend wie unsauber die Medien da arbeiten.

  2. Wenn ich solche Berichte sehe drängt sich mir immer Gedanke auf, das hier schlichtweg auf eine saubere Berichterstattung verzichtet wird, um sich über eine möglichst reißerische Dokumentation selbst zu profilieren.
    Natürlich mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass diejenige Leute, die sich im Alltag kaum im Kontakt mit dem Medium Computerspiel finden auf Grund der angeblichen Seriosität der Sender sich eine Meinung aneignen die grundweg falsch ist.
    Insbesondere lesenswert zu diesem Thema ist auch ein Wikipedia-Artikel:
    http://de.wikipedia.org/wiki/D.....#Allgemein

    Vor allem ein Absatz hat es mir da auch angetan:
    „Einige Autoren vergleichen die derzeitige Kritik an Computerspielen im Allgemeinen und sogenannten „Killerspielen“ im Besonderen mit den Angriffen gegen neue Medienformen in den letzten Jahrzehnten vor dem Hintergrund der jeweils herrschenden Moralvorstellungen. Diese richteten sich unter anderem gegen den Roman, das Fernsehen im allgemeinen (in den 50er Jahren), Trickfilme (in den 70er Jahren), Videofilme (in den 80er Jahren), Jazz, Beatmusik, Rockmusik und Comics. Hierbei wurde regelmäßig unterstellt, der Konsum des jeweiligen Mediums würde zwangsläufig zu nachhaltigen Schäden bei den betroffenen Konsumenten führen, häufig verlief die Diskussion hierbei entlang der jeweiligen Generationsgrenzen. Die meisten dieser Medien werden heute gesamtgesellschaflich akzeptiert und teilweise als Kunstformen wahrgenommen.“

    Klar wird auf jeden Fall, dass auch hinter Nachrichten und Reportagen nur Menschen stehen, womit die darin gezeigte Wahrheit zwangsweise subjektiv und durch Motive beeinflusst wird.
    Man denke da nur an die Vorwürfe an Michael Moore für den einseitigen Stil seiner Berichtserstattung.

  3. OT: ich wollte dein blog in meinem feedreader willkommen heissen, aber ich finde keine funktionierende feed-adresse.
    was mach ich falsch?

  4. @prinzzess
    Normal sollte http://www.henningschuerig.de/blog/feed/ funktionieren. Leitet auf Feedburner um. Hast du’s damit versucht?

    @Paul
    Komplett objektiv geht eigentlich nie, da ja schon die Auswahl der Themen eine Wertung darstellt. Aber hier geht man ja nochmal ein paar Schritte weiter. Ich glaube auch, dass das mit Profilierung zusammenhängt.

    @Robin
    Und dann noch die öffentlich-rechtlichen!

  5. @Henning
    Richtig, mit meinem Fazit wollte ich genau auf diese Unmöglichkeit der Objektivität hinweisen. Gerade der Berichterstattung in den öffentlich rechtlichen Medien wird aber ein hoher Wahrheitsgehalt unterstellt und es herrscht somit die Gefahr, das die Aussagen gewohnheitsmäßig nicht hinterfragt werden („Alle bisherigen Berichte waren richtig, also ist es der nächste auch“).

  6. Danke Henning für den Hinweis auf das Video von Matthias. Natürlich wird darin zurecht auf eine (offensichtliche – ich glaube das mal) inkorrekte Berichterstattung sogar der öffentlichen Sender hingewiesen. Indiz dafür, daß tatsächlich neue Entwicklungen in der Gesellschaft zu lange im Verborgenen und zu spät öffentlich und v.a. zu indifferenziert diskutiert werden. Völlig richtig.

    Der Vergleich von solchem Gewaltschwachsinn mit Roman-, Trickfilm-, Video- und/oder Beatentwicklung etc. springt allerdings aus meiner Sicht zu kurz. Ich persönlich lehne super-gewalt-produzierende Videos ab, aber sicherlich braucht jeder etwas, um mit seinen täglichen Aggressionen umzugehen. Zum Amokläufer wird aber sicher nur derjenige der noch irgend ein anderes Problem hat, um welches sich die Gesellschaft (Eltern, Familie, Freunde, Schule, Gesellschaft, Politik…) nicht ausreichend kümmert.

    Eines ist klar. Videospiele (welche auch immer) sind eine Entwicklung unserer Zeit und somit haben wir – verdammt noch mal – die Verpflichtung, uns vernünftig und differenziert mit diesem Thema auseinander zu setzen. Zum Abbau von Aggressionen scheint mir aber z.B. die Ausübung einer (Mannschafts-)Sportart besser geeignet.

  7. „Brutale Computerspiele führen zu Gewalt in der realen Welt“. Dieser dämliche Rückschluss wird in den Medien immer wieder gemacht.

    Aber wer wird denn gewalttätig? Das sind immer junge Männer, die nichts zu tun haben, keine Freunde haben und auch sonst meist nicht ganz helle sind. Und was macht jemand der keine Freunde hat und nichts zu tun hat?? Solche Leute sitzen nun mal eher vor dem Computer und versauern da. Ich hatte in den 90ern mal unsere Schule als imposantes Modell in Duke3D nachgebaut und mit Anderen im Netz gezockt. Heute wäre ich wahrscheinlich gleich mitsamt Rechner von der Polizei abgeholt worden als ob ich schon den nächsten Amoklauf vorbereitet hätte.

    Bezeichnend ist auch, dass ausgerechnet das Fernsehen mit der Gewaltdiskussion kommt. Gerade das TV trägt ja wohl am meisten zur Verrohung und Verblödung breiter Massen der Gesellschaft bei.

  8. Also ich finde auch das alle da total übertreiben. Wenn man sich mal anschaut wie viele Menschen diese Spiele spielen müsste die ganze Welt ja nur noch aus Gewalt bestehen. Dies finde ich nicht.

  9. Domingo Hempel

    Ich finde es gut das dieses Video existiert da ich viele Egoshooterspiele besitze… Und ich kähme nie auf die Idee, weil ich im Spiel jemanden getöted habe, zu irgend einem Passanten zu gehen und ihn zu erschießen! – – – wer sowas wegen angeblichen „Killerspielen“ macht ist meiner Meinung nach geistig instabiel. Mir machen die Spiele Spaß… -halt nicht unbedingt das Erschießen oder Waffen sondern taktische Überlegungen und im Team zu arbeiten bereited Freude.
    – (Ergenzung zu Waffen im Spiel: es könnte auch eine wasserspritzpistole sein oder ähnliches (…). Wenn man eine Softair- oder eine Wasserspritzpistole hat muss man nicht gleich auf den Gedanken kommen aus Lust Gewalt auszuüben. Wenn nämlich kinder mit Wasserspritzpistolen spielen werden sie später nicht zu Massenmördern!)

    Wenn man nun solch ein Spiel spielt weiß man das es nur Bilder sind auf die man schießt und keine realen Menschen – wenn Kritiker denken das diese Spiele verboten werden sollten dann sollten sie wenigsten einmal diese Spiele spieln und sagen ob sie
    Spaß hatten oder ob sie Lust einen Menschen zu töten hatten.!

    >>>>>ich hatte nicht die absicht und möchte niemanden damit: <<<<Killerspiele machen Mörder<-

  10. Domingo Hempel

    >>>>>ich hatte nicht die absicht und möchte niemanden damit: <<<<Killerspiele machen Mörder<-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.