Parteirats-Votum für mich

Ich hab mich zwar erst vor ein paar Stunden zur Kandidatur entschlossen gehabt, weil ich am Freitag abend gefragt wurde, aber ich hab nun mit 20 zu 11 Stimmen das Votum der Grünen Jugend Baden-Württemberg für die Kandidatur zum Parteirat (Landesvorstand) der Grünen Baden-Württemberg bekommen.

Es entscheiden natürlich im Herbst auf dem Parteitag die Delegierten, aber mit diesem Votum hat man erstklassige Chancen. Ich werd jetzt etwas feiern, denke ich.

10 Responses to “Parteirats-Votum für mich”

  1. Ich freue mich schon darauf, dass endlich mal Politiker die mit beiden Beinen im Web 2.0 stehen an die Macht kommen. Ich bekunde hier mal ganz offen meine Sympathie mit grünen Positionen und schick dir einen Glückwunsch in den Süden.

    Etwas befremdlich finde ich aber die parteiübergreifende Tatsache, dass man als 26-jähriger Mensch mit gehörigen Gehimratsecken immer noch als Jugendlicher zählt. Ich selber bin nur ein Jahr älter und mich stört die Tatsache, dass in fast allen Parlamenten und politischen Positionen unverhältnismäßig viele alte Säcke sitzen und ich mich folglich schlecht bis gar nicht repräsentiert fühle. Mach was dagegen, Henning!

  2. Glückwunsch auch von mir.

    Das ganze klingt ja nach einer LMV der Kampfkandidaturen (und danach, dass einige bei der Votumsfrage schon gegangen sind).

  3. hehe so jetzt bin ich wieder zu Hause.

    Nochmals übers Netz meine herzlichsten Glückwünsche!

    Hat wirklich viel Spass mit euch allen gemacht!

    LG Daniel

  4. Herzlichen Glückwunsch!

    Aber Schnitzel muss ich mich da schon anschließen. Ich bin grade mal ein Jahr älter und da liegen schon ein großer Haufen Graue auf der Schädeldecke – und trotzdem soll man noch Jugend sein? Unter bestimmten Umständen vielleicht ein nettes Kompliment…

    Wie alt muss man denn bei den Grünen sein, um in der Hauptliga mitzuspielen? Und wie alt müsste man dann erst bei der CDU sein? Bin ich der einzige, der das Gefühl hat, der Herr Tauss oder der Herr Schaar wäre der einzige, der gelegentlich mal was qualifiziertes abgibt zu den Themen, wo ich mich auch bewege und die mich bewegen? Liegt das nicht auch an der Altersstruktur?

    Für einen politisch wenig aktiven sieht das so aus, als ob man die Jugendorganisation einfach ab einem bestimmten Punkt umbenennen kann, wenn die Hauptklasse ausgestorben ist oder in Rente – dann ist ja die Jugend so um die 40 – dann könnt man ja mal unjugendlich werden :)

    Da schließe ich auch gleich mal die Bitte um Klärung an – die obigen Absätze sind reine Vermutungen basierend auf gesundem Halbwissen. Wenn jemand einen Link hat, der mich bildet dann wär ich natürlich froh drüber!

  5. Hmm.. ich glaube ich bin vom Thema abgerutscht und bitte das zu entschuldigen…

  6. @Heiko: Diverse grüne MdBs sind das zwischen 20 und 30 zum ersten Mal geworden (Alex Bonde, Anna Lührmann, Matthias Berninger, Grietje Bettin, Kai Gehring, …). Insofern ist es nicht so, dass es eine Altersgrenze gibt, um „in der Hauptliga“ mitzuspielen. Gleichzeitig zeichnen sich PolitikerInnen dadurch aus, dass sie ungern von selbst wieder gehen — bei SPD und CDU äußert sich das in vielen MitsechzigerInnen, bei Grüns in einem Altersschnitt irgendwo um die 50 in den Parlamenten.

  7. @Schnitzel
    Also, erstmal bin ich 25 und meine Geheimratsecken waren nie kleiner. Grauer werden die Haare, aber nicht weniger. Zum Glück. :-)

    Es ist ja auch nicht so, dass ich ausschließlich zur Jugend(organisation) zähle. Wer unter 28 ist, KANN auch dort mitmachen (bei Jusos, Julis und JU übrigens bis 35). Ich war aber von Anfang an auch in der Partei aktiv und Jüngere werden da schon auch aktiv eingebunden. In unserem Kreisvorstand sind die meisten so um die 30. Auch keine wirklich repräsentative Altersverteilung, aber über zu wenig Junge kann man sich da nicht beklagen.

    Anders sieht es aus, wenn es um Mandate im Gemeinderat oder im Landtag geht. Im Bundestag haben wir da eigentlich eine ganz gute Verteilung. Beim Gemeinderat liegt es sicher zu großen Teilen auch daran, dass Jüngere sich meist weniger für Kommunalpolitik interessieren. Sie sind ja auch in der Regel noch nicht so ortsgebunden.

    Beim Landtag liegt es in Baden-Württemberg zumindest zu einem großen Teil auch am Wahlrecht. Jeder Kreisverband stellt seine Wahlkreiskandidaten auf, Listen gibt es nicht. Bei einer Liste würde viel mehr auf eine gewisse Ausgewogenheit bezüglich Alter, Themen, Regionen geachtet, was so unter den Tisch fällt. Wie es da in anderen Bundesländern aussieht, weiß ich nicht. Aber man kann den Grünen auch nicht die alten Säcke der anderen Parteien anlasten. Wir sind im Schnitt definitiv jünger als die anderen.

    @Till
    Ja, wir hatten einen großen Wahlmarathon und manche dachten, die Wahlen seien nun vorbei, was aber eben doch noch nicht ganz der Fall war.

    @Daniel Goldberg
    Schön, dass du da warst.

    @Heiko
    Formal kannst du schon ab 16 in der „Hauptliga“ mitspielen, glaube ich. Ab wann du es faktisch kannst, hängt von vielen Faktoren ab. Als junger Mensch Ortsverbandsvorsitzender zu werden oder in den Kreisvorstand zu kommen, ist meist kein größeres Problem. Auch in den Bezirksbeiräten oder im Gemeinderat freut man sich über Nachwuchs.
    Nach oben hin wird es natürlich schwerer, weil auch die Konkurrenz größer ist.

    Wir Grüne haben übrigens im Bundestag zahlreiche junge Abgeordnete: Anna Lührmann (23), Nicole Maisch (26), Alex Bonde (32), Omid Nouripour (31), Grietje Bettin (31), Kai Gehring (29). Manche von ihnen sind schon seit einigen Jahren im Parlament. So z.B. Anna Lührmann, die mit 19 reingewählt wurde und damit die jüngste jemals gewählte Bundestagsabgeordnete ist. Das war vorher Matthias Berninger, ebenfalls Grüner, der 1994 mit 23 Jahren in den Bundestag kam. Sechs junge grüne Abgeordnete sind bei 51 grünen Bundestagsabgeordneten nicht so wenig, finde ich.
    Richtig schlecht sieht es aber im Landtag von Baden-Württemberg aus (ich hatte eben schon das Wahlrecht angesprochen). Boris Palmer (35) war der jüngste Abgeordnete der Fraktion (und übrigens stellvertretender Fraktionsvorsitzender). Er verlässt nun den Landtag, weil er Oberbürgermeister von Tübingen geworden ist. Die Fraktionsjüngste ist nun Gisela Splett (40).

    Hm, sehe gerade, dass Till die meisten ja auch schon aufgezählt hat.

    @Jenny
    Danke!

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