Spreeblickender Besucherrekord

Dank Spreeblick und deren Verlinkung auf meinen Beitrag Kranke Kassen hatte ich gestern wieder nen absoluten Rekord-Tag hier. 720 Besucher waren es laut Blogscout. Damit bin ich in deren Charts nun auf Platz 104. Bisheriger Rekord waren 578 Besucher am 16.11.2006.

Auch der Verkauf vom StudiVZ hat einige hierhergelockt, aber Hauptverursacher war wie gesagt Spreeblick. Und nicht nur dass, sondern auch wie sie mich verlinkt haben:

Könnte mir vielleicht einer der mitlesenden Politiker erklären, was mit dem Gleichheitsgrundsatz passiert ist (Ungleiches ungleich und Konsorten)? Ist er krank geworden?

Die fette Textstelle war nicht fett, sondern mit meinem Beitrag zu den kranken Kassen verlinkt. Tja, und was sagt nun dieser (ehrenamtliche Freizeit-)Politiker dazu? Kaum etwas scheint mir so vermurkst zu sein wie unser Gesundheitssystem. Oder vielleicht doch die Rente?

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6 Responses to “Spreeblickender Besucherrekord”

  1. ALso wenn ich mich zwischen Gesundheitssystem und Rente entscheiden müsste, wäre meine Wahl momentan das Gesundheitssystem als Sieger im Murkswettbewerb. Vor allem weil ich selbst nicht mehr durchblicke was nun verhandelt wurde, was irgendwann eingeführt werden soll (außer in Bayern *g*) usw… ach naja .. bald ist 2009 *hust*

  2. Hast schon Recht, bei der Gesundheit ist einiges mehr im Argen. Als ich den vorletzten Satz geschrieben hatte, ging mir allerdings der letzte Satz durch den Kopf und so hab ich den dann auch noch hingeschrieben.

    Bei der Rente haben wir ein sehr großes demographisches Problem. Derzeit liegen die Beiträge bei 19,9 Prozent und das obwohl junge Arbeitnehmer (die in Zukunft noch deutlich höhere Beiträge zahlen werden) froh sein können, wenn überhaupt noch etwas staatliche Rente bei rauskommt. Höchste Beiträge und niedrigste Rente, das kann irgendwie nicht sein. Man muss einerseits für die heutigen Rentner aufkommen und dann noch privat für die eigene vorsorgen. Wie soll das gehen?

    Bei der Gesundheit ist auch die Demographie ein großes Problem. Die Leute leben zwar immer länger, aber oft liegt das eben auch daran, dass sie durch teure Medizin am leben gehalten werden. Alte Menschen kosten gesundheitsmäßig vor allem, junge zahlen vor allem ein. Da stehen wir vor einem ähnlichen Problem wie bei der Rente. Immer weniger Einzahler und gleichzeitig immer mehr, die was rauskriegen.

    Dazu kommen dann noch Ungerechtigkeiten wie das Zwei-Klassen-System mit privaten und gesetzlichen Krankenkassen. Ich hab ja nichts dagegen, dass da auch private Anbieter mitmachen, aber bitteschön nach den gleichen Regeln wie die gesetzlichen. Dass die, die am meisten verdienen, weniger zahlen, kann doch nicht gerecht sein. Dazu kommen noch viele andere Dinge von denen eins ja im Spreenlick-Beitrag angesprochen wird.

    Da gewinnt das Gesundheitssystem wohl recht klar… Traurig, traurig!

  3. Ich finde das ist etwas einseitig jetzt das Rentensystem als Murks zu bezeichnen. Kann die gesetzliche Rentenversicherung etwas dafür, daß die Leute immer weniger Kinder bekommen? Das Adenauers Postulat „Babys bekommt man immer“ leider nicht eintrifft, mag vielleicht auch daran liegen, daß die Pille erst nach dem Kanzler auf den Markt kam.

    Zum Thema Gesundheitsreform: Es ist sehr einseitig zu behaupten, daß nur die, die „am meisten verdienen“ in der PKV sind. Es gibt auch noch andere Gruppen dort, die dort versichert sein müssen – weil sie z.B. keine vernünftige GKV bekommen.

    Disclaimer: Bei beiden Themen bin ich befangen…

  4. Naja, für die heutige Zeit ist das Rentensystem eben Murks. Es liegt ja auch nicht nur an weniger Kindern, sondern auch daran, dass die Menschen länger leben.
    Oder ist es kein Murks, wenn heute ein junger Arbeitnehmer die höchsten Beiträge zahlt, die es je gegeben hat (und die noch höher werden) und trotzdem später (relativ gesehen zum Lohnniveau und den Lebenshaltungskosten) die niedrigsten Renten rausbekommen wird?

    Zur PKV/GKV: Ich hab den Beitrag bei dir im Blog gelesen. Du hast Recht, dass es nicht nur die Top-Verdiener sind. Aber ist es nicht trotzdem ein Fehler im System, wenn wir eine einkommensabhängige, solidarische Krankenversicherung haben und dann denen, die viel verdienen, erlauben, sich was Billigeres zu nehmen, wo sie noch dazu bessere Leistungen bekommen?

    P.S.: Darf man fragen inwiefern du befangen bist?

  5. Zur Rente:
    Okay, demografische Entwicklungen (länger lebende Rentner, weniger Kinder usw.) kann man kaum beeinflussen. Werden jedoch zaghafte Reformschritte unternommen, dann hagelt es auch gleich wieder Proteste en masse.

    Zur PKV/GKV:
    Sagen wir mal so: Das jetzige Nebeneinander beider Systeme ist kompliziert. Es werden dabei jedoch gerne gewisse Fakten ignoriert, z.B. das (wie bei mir beschrieben) die Beamten quasi „gezwungen“ sind, in die PKV zu gehen. Es gibt ja auch viele weitere Bevölkerungsgruppen, die nicht Mitglied in der GKV werden durften, und die sich dann mit der PKV aushelfen mußten. Denen kann man das ja jetzt kaum vorwerfen, daß sie PKV versichert sind.
    Was auch immer gerne übersehen wird, ist daß die PKV und deren Versicherten dazu beitragen, daß es überhaupt so eine Gesundheitsversorgung hierzulande gibt, wie es sie gibt – die dann auch GKV-Versicherte nutzen könnte. Viele Ärzte könnten sich nur mit der GKV nicht finanzieren, die brauchen auch ihre PKV-Patienten, für die sie dann überdurchschnittlich mehr bekommen. Bei denen wissen die auch quasi sofort was sie bekommen, während bei der GKV-Abrechnung die ein Quartal warten müssen.

    Zur Befangenheit: Mail ist unterwegs. :)

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