Stoiber weg – Chaos bleibt

Da hat Edmund Stoiber nun endlich seinen Rücktritt angekündigt und ich dachte, das Chaos in der CSU wäre nun beendet. Doch jetzt geht es erst richtig los. Gibt es eine Absprache zwischen Günther Beckstein und Erwin Huber, dass Beckstein Ministerpräsident wird und Huber Parteichef? Und was ist mit Horst Seehofer? Der hat schon seine Kandidatur als CSU-Parteivorsitzender angekündigt. Schadet ihm seine Affäre?

Stoiber ist nun aus der Schusslinie, aber das Chaos bleibt. Ich frage mich, was nun in Gabriele Pauli vorgeht. Stoiber ist weg. Das war ihr Ziel. Ist sie nun zufrieden damit, wenn Parteivorsitz und das Amt des Regierungschefs in Bayern nun ausgemauschelt werden? Sie wollte doch die Basis mehr einbeziehen. Entweder durch eine Mitgliederbefragung oder wenigstens durch einen Parteitag. War das nur Mittel zum Zweck oder bleibt sie dabei?

Jetzt rächt sich außerdem, dass Stoiber seine potentiellen Nachfolger schon mal präventiv runtergemacht hat. Sollte Beckstein nun Ministerpräsident werden, kann ihm jeder vorwerfen doch zu alt zu sein und sich dabei auf Stoiber berufen.

Es bleibt spannend.

4 Responses to “Stoiber weg – Chaos bleibt”

  1. Naja, sich ein paar Stunden nach seinem Rücktritt darüber beschweren, dass es _jetzt_ noch keinen Nachfolger gibt, ist doch Quatsch.

  2. Ich beschwere mich ja nicht, dass es noch keinen Nachfolger gibt, aber das Chaos müsste doch jetzt nicht sein. Eigentlich beschwere ich mich genau andersrum darüber, dass jetzt versucht wird, schnell Leute durchzudrücken, ohne dass das wirklich Konsens ist. Es wurde ja gemeldet, das Duo Beckstein/Huber wäre quasi schon fix. Dann wurde wieder dementiert. Das muss doch nicht sein, oder? Man könnte jetzt auch einfach ganz demokratisch gucken, wer kandidiert und auf dem Parteitag wählen statt jetzt alle paar Stunden jemand anderen zum neuen Parteichef oder Ministerpräsidenten auszurufen.

  3. Ok, gut. Das mit dem demokratisch muss die CSU nach 14 Jahren Stoiber halt erst wieder lernen :)

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