Uni: Mit dem Rücken zur Wand

Es ist ja schon besch… eiden genug, wenn der Hörsaal so voll ist, dass man nur auf dem Boden noch einen Platz findet. Wenn man dann aber noch direkt an der Tür sitzt und nicht nur Luftzüge, sondern vor allem gigantische Akustik-Schübe, aus dem Flur abbekommt, wird’s richtig spaßig.

Klar, mit dem Ohr an der Tür bekommt man ganz gut was von draußen mit, aber zeitweilig habe ich echt die Gespräche im Flur besser hören können als die akademisch wertvollen Worte meines Professors. Für meinen Rücken war die Angelegenheit auch nicht so spaßig. Ich dachte vorgestern ja, es würde besser, war aber nichts. Seit gestern wurde es wieder schlimmer und jetzt sowieso.

Ach ja, und heute gab’s dann auch die Prüfungsergebnisse einer Prüfung vom 24.07. Sind ja nur 3,5 Monate. Wie wär’s, wenn man die Studiengebühren in passende Hörsaalgrößen und schnellere Korrekturzeiten steckt statt in Prestige-Projekte? Das sind die Basics, die Grundlagen, und wenn die nicht da sind, helfen auch irgendwelche tollen Labore nichts.

Zumal in einem Monat auch schon wieder die verbindlichen Anmeldungen für die Prüfungen im Februar/März anstehen.

9 Responses to “Uni: Mit dem Rücken zur Wand”

  1. Ey, solche Spinner die ewig und 3 Tage brauchen zur Klausurkorrektur kenn ich auch. In etwa so lange durfte ich auch auf Ergebnisse warten. Sowas ist echt ätzend, vor allem wenn man wissen will ob man sich für eine Nachschreibklausur anmelden muss…

  2. Solche Korrekturzeiten sind wirklich ätzend.

    Gerüchten zufolge steht bei den Informatikern in der PO, dass eine Prüfung automatisch als bestanden gewertet wird, wenn sie bis zum folgenden Prüfungsanmeldezeitraum noch nicht korrigiert ist. Da gab’s wohl mal nen Prof, der sich SEHR lange Zeit gelassen hat.

  3. Eben kam noch eine Mail mit meiner offiziellen Seminarnote. Abgabe der schriftlichen Seminararbeit war am 25.06. Eine Besprechung der Arbeit mit Notenvorschlag des Betreuers gab es am 28.06. Am 05.07. habe ich dann meinen Vortrag dazu gehalten und damit die letzte Leistung für das Seminar erbracht. Da es ein Block-Seminar war, war auch die Anwesenheitspflicht eine Woche später, am 12.07., dann erfüllt.

    Heute kam nun die Mail mit der offiziellen Note. Am 5.11., also exakt vier Monate nach meinem Vortrag.

    @Bastian
    Nachschreibeklausuren gibt es bei uns immer erst im folgenden Semester. Aber auch dafür muss man sich eben in etwa vier Wochen schon wieder anmelden.

    @Simon
    Das dürfte sich ja leicht nachprüfen lassen. Ich find übrigens 3,5 Monate sind schon sehr lang. Und das mit Studiengebühren.

  4. Nochmal zur vollen Uni:
    Dieses Semester ist irgendwas passiert. ALLE meine Seminare sind überfüllt. Dabei suche ich immer nach den eher exotischen Themen, die etwas weniger besucht sind. Aber nein. Von Deutsch (ein Kolloquium, in dem sonst nur 10 Leute sitzen, ist mit 50 Leuten überfüllt), über Geschichte in alle Bereichen (Hauptseminare mit 35-40 Leuten juhuuu) aber auch die Nebensachen wie Pädagogik bei mir (Seminar mit 70 Leuten)…

    Inzwischen fällt da einfach immer wieder nur folgender Satz: „Und dafür zahle ich Studiengebühren…“

  5. Puh, das sind Geschichten, die ich nur vom Hörensagen kenne.

    An meiner FH waren wir 10 Leute im Studiengang. War phantastisch. Noten kamen ruckzuck, auf Wunsch sogar per SMS.

  6. Jepp, dem kann ich nur zustimmen. Aber versuchs doch mal mit Maschinenbau; da haben die jetzt nämlich aufgrund von zu spät oder gleich gar nicht verschickten Zulassungsbescheiden ziemlich wenige Erstsemester. Begründung: Personalmangel in der Verwaltung!

  7. Paula Schramm

    Also ich könnte noch unser Chemiepraktikum empfehlen. Generell sind wir schneller.

    Eins muss ich aber mal fragen, wieso denkt ihr, dass die Lehre mit Studiengebühren besser wird? Es sind doch immer noch die gleichen Profs und neue lassen sich von den Studiengebühren nicht einstellen. Alle Investitionen die mehr als Gerät XY sind brauchen Zeit, gute Dozenten und schicke Seminarräume gibt es auch mit Studiengebühren nicht von heute auf morgen.

    Klar, die Studiengebühren wecken Erwartungen, aber solange sich die Struktur des Unibetriebes nicht ändert, kann noch so viel Geld vorhanden sein und es wird keine bessere Ausbildung geben.

  8. @Paula
    Ich hab von Anfang an nicht daran geglaubt, dass es besser wird, aber das war die Argumentation der (meisten) Befürworter: Die Studiengebühren gibt’s doch nur, damit die Lehre besser wird.

    Und da ist es ja schon nahezu unsere Pflicht, lautstark darauf hinzuweisen, dass dieses Versprechen hinten und vorne nicht eingehalten wird. Mal ganz abgesehen von den Tutorien, die eingestellt und nun aus Studiengebühren-Mitteln neu belebt werden.

    @David
    Ich glaub, ich werd mit BWL doch noch früher fertig als wenn ich jetzt mit Maschinenbau anfange. :-)
    Das mit den zu spät verschickten Zulassungsbescheiden ist übrigens ein Problem der gesamten Uni Stuttgart. Dadurch haben die meisten Bewerber schon woanders eine Zusage bekommen und sich eingeschrieben und bei uns bleiben die Einschreibungen aus.

    @Sympatexter
    Klingt traumhaft!

    @Robin
    Und dieser Satz muss auch fallen – und zwar laut. Siehe Antwort an Paula.

  9. Worauf ich hinaus will.
    Es hieß bei den Studiengebühren-Befürwortern immer so schön: Wenn ihr zahlt, bekommt ihr eine DIENSTLEISTUNG und weil ihr zahlt könnt ihr sie auch einfordern….

    hehe naja lassen wir das.

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