Von Fahrrädern und Stadtentwicklung

Hab im Grüne-Jugend-Blog gerade ein nettes Video übers Radfahren gefunden. Es geht sehr viel um die Fahrrad-Nutzung in Holland und Dänemark, denn dort sind Fahrräder in allen Bevölkerungsschichten sehr verbreitet, während in manch anderen Ländern Fahrräder als Spielzeug reicher Kinder gelten.

Das Video wirbt für fahrradfreundlichere Städte und zeigt auch deutlich, welchen Anteil die Stadtentwicklung daran hat. Man kann Städte eben so oder so planen. Freundlich vor allem für Autos oder freundlich vor allem für Radfahrer (und Fußgänger).

Das Video ist auf englisch, aber recht gut verständlich. Man bekommt richtig Lust, selbst aufs Fahrrad zu steigen. Aber ich hab gerade gar keins. Ich gehe meist zu Fuß oder fahre etwa 2-3 Mal die Woche mit dem Bus. In einem Auto sitze ich vielleicht so 5-10 Mal im Jahr.

In Bottrop bin ich letztens sogar mal wieder Fahrrad gefahren. War nach einigen Jahren fast völliger Abstinenz doch etwas ungewohnt, wieder in einem Fahrrad-Sattel zu sitzen und dann auch gleich etwa 5 km (zum CentrO nach Oberhausen). Aber ich war überrascht, wie schnell und gut das doch ging. Aber manche Steigung habe ich verflucht.

In Stuttgart gäbe es auch einiges zu tun in dieser Hinsicht. Gerade Freiburger, die hierherkommen, fühlen sich fahrrad-mäßig wie vom Himmel in die Hölle verfrachtet.

Bin mal wieder ins Quatschen geraten. :-) Genug von Fahrrädern, nun kommt das Video:

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7 Responses to “Von Fahrrädern und Stadtentwicklung”

  1. Stuttgart ist in der Hinsicht ja wohl das deutsche Los Angeles. Und Grüne ohne Fahrrad erinnern doch etwas an ungeschuppte Fische, um mal bei den schrägen Bildern zu bleiben.

  2. Nichts gegen ungeschuppte Fische! :-)

    Ich find’s vom Prinzip her gar nicht schlecht, wenn man nicht so den Klischees entspricht. Ich mag es, wenn man Menschen dadurch dazu zwingt, ihre Vorurteile zu überdenken.

    Außerdem gehe ich dafür ja viel zu Fuß. Ist ja nicht so, dass ich statt Fahrrad nun ein Auto nutze. Hab vorhin sogar überlegt, ob die 5-10 Mal Autonutzung pro Jahr nicht etwas hoch gegriffen sind. Und dabei rede ich da zu 95 % von mitfahren.

    Aber dein Hinweis auf Stuttgart als deutsches Fahrrad-Los-Angeles erinnert mich jetzt daran, dass ich mir noch dieses (relativ) neue Angebot der Deutschen Bahn ansehen wollte: Call a Bike. Gibt’s seit einiger Zeit in Stuttgart und die erste halbe Stunde soll kostenlos sein. Das wollte ich mir mal noch genauer ansehen: http://www.call-a-bike.de

  3. Es gibt auch Städte, wo die Meisten mit dem Rad fahren und trotzdem öfter mal zum Nachteil der Radfahrer geplant wird. In Greifswald z.B. ist das Radwegsystem total durchwachsen, von optimal bis lebensgefährlich…

  4. Stuttgart eignet sich ja schon von seiner Topologie her nicht als Fahrradstadt… Aber momentemal – Gestern bin ich 30km mit dem Fahrrad in und um Stuttgart rum gefahren, keinen Meter auf der Straße – und als ich dann platt war hat mich die Zacke mein Bike und mich (das Bike auf dem eigens installierten Fahrrad-Wagen) wieder hoch nach Degerloch gebracht. Klar könnte hier einiges besser sein, aber so schlecht wie´s immer gemacht wird ist´s ja auch nicht!

  5. Zuckerbäckerin

    Mich stören viel mehr die Fußgänger, die (vor allem an Ampeln) auf dem unübersehbar markierten Radstreifen herumstehen und einen dann noch blöd anmachen, was einem einfalle hier zu fahren. Ansonsten finde ich Stuttgart zum Rad fahren gar nicht so schlecht – gerade er Park ist doch super. Und wenn ich „verbotenerweise“ irgendwo langfahre (in Ermangelung von Radwegen) haben die Polizisten bisher noch immer ein Auge zugedrückt.

  6. Normalerweise fahre ich auch außerhalb Stuttgarts Rad, wenn ich dies sportlich tue. Zu Mobilitätszwecken von A nch B innerhalb Stuttgarts nutze ich mein Rad auch sehr häufig, da es das billigste und schnellste Verkehrsmittel ist (siehe Fahrradkuriere). Ich denke, daß in letzter Zeit speziell bei den Verantwortlichen ein gewisses Umdenken stattgefunden hat, was die Planung von Radwegen etc. angeht. Gut, die Steigungen in Stuttgart sind nicht jedermans Sache, aber mit ein bischen Training? Die Fußgänger reagieren bei rechtzeitigem Klingeln und agressiv anmutendem Helm bei mir immer äußerst zügig und defensiv. Für gefährlich halte ich eher andere Radler, die teilweise nicht dorthin sehen wo sie fahren.
    Mit etwas mehr Rücksicht der motorisierten Verkehrsteilnehmer würde man übrigens noch besser im Verkehr mitschwimmen. Tip: Als Radfahrer bei schnellen (50 km/h) Straßen nicht rechts auf der Seite, sondern in der Mitte der Fahrbahn fahren; gibt gerne mal ein paar Huper, aber man wird nicht geschnitten und fährt nicht andauernd über gefährliche Unebenheiten.

  7. sattelbezuege

    Hier in der Gegend (Heidelberg) werden zur Zeit Fahhradsicherheitsboxen an bahnhöfen aufgestellt. Sind mega hässlich und kosten pro Stellplatz 50 Euro / Jahr. Sie werden wenn ich es richtig verstanden habe zur hälfte vom Land Baden-Württemberg bezahlt. Ansonsten ist Heidelberg zwar eine Fahrradstadt aber die Kombination von Gehwegen und Fahrradwegen ist oftmals super gefährlich.

    Gruss Christopher

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