Zukunft der Linkspartei

Die Linkspartei (alias Die Linke) gibt sich in letzter Zeit etwas offener gegenüber Koalitionen mit der SPD bzw. mit SPD und Grünen. Ich frage mich allerdings – ganz unabhängig davon, was SPD und Grüne davon halten – was das werden soll.

Sollte es zu so einer Koalition kommen, gibt es doch eigentlich nur zwei mögliche Szenarien:

  • Szenario 1: Die Linkspartei muss einige Kröten schlucken und schmerzhafte Kompromisse machen.
  • Szenario 2: Die Koalition zerbricht, weil die Linkspartei zu wenig kompromissbereit ist.

Wenn Szenario 1 eintritt, ist die Linkspartei von der SPD kaum zu unterscheiden und damit ja irgendwie überflüssig. Die Wähler wählen zu einem großen Teil vermutlich wieder was anderes oder werden zu Nichtwählern.

Wenn aber Szenario 2 eintritt, dann kann die Linke zwar einerseits auf Sympathien hoffen, weil sie konsequent geblieben ist. Aber andererseits würde ich als ihr Wähler mich fragen, warum man dann erstens überhaupt die Koalition eingegangen ist und zweitens wo die Zukunftsperspektive dieser Partei ist. Ewige Opposition?

19 Responses to “Zukunft der Linkspartei”

  1. Ich bin ja dafür, es auszuprobieren.

    Wir haben eine linke Mehrheit im Bundestag, aber genutzt wird sie nicht. Lieber koaliert man mit der Union.

    Das ist doch krank.

  2. Berlin und Co, also dort, wo die PDS mitregiert hat, haben ja gezeigt, dass sie in Regierungsverantwortung sich ganz anders verhält als sie sich in Stammtischreden geriert

  3. Linda aus HH

    Im Hamburger Abendblatt kündigte der hiesige Partei-Ableger neulich großspurig ein umfassendes Programm zum Ausbau der Sozialleistungen an. Auf die Frage, wie das ganze finanziert werden könne, hieß es, man wolle ja sowieso nicht regieren. Extrem glaubwürdig!

  4. tetrapanax

    Ich denke, die Situation ist in etwa vergleichbar mit der der Grünen, als sie erstmals in den Bundestag gewählt wurden. Was haben die drei etablierten Parteien geschäumt! „Eine Schande für das hohe Haus der Demokratie“, hieß es damals. „Unwählbar“, war der gemeinsame Tenor.

    Was draus geworden ist, sehen wir heute. Die Grünen haben ihre „Fundis“ abgesägt, nach und nach ihre heiligen Prinzipien der Realpolitik geopfert und sind derzeit nichts anderes als eine grüne FDP (meine Meinung). Ströbele ist in meinem Empfinden der „letze Grüne“ in dieser Partei. Die Grünen haben die Ökologie und den Umweltschutzgedanken in den Bundestag gebracht. Keine Partei kann diesen Aspekt in ihrer Politik negieren, ohne sich in das politische Aus zu stellen. Das ist das, was die Grünen geschafft haben. Der Preis dafür war, daß diese Partei ihre Seele geben mußte…

    Wahrscheinlich wird dieser Mechanismus der Etablierung früher oder später genau so bei der Linken eintreten. Bis dahin werden sie die das soziale Gewissen der Bundesrepublik sein. Schweinereien wie „Agenda 2010“ und Hartz IV werden ohne massiven Widerspruch nicht mehr möglich sein.

    Und was die Finanzierung von Sozialleistungen angeht (Linda sprach es an): Die Finanzierung von Auslandseinsätzen und Steuersenkungen für Konzerne ist möglich, wie wir gesehen haben. Warum sollten Ausgaben für Sozialleistungen nicht möglich sein? Kann mir das jemand erklären?

  5. Blumeneintopf

    Meiner Meinung nach gibt es für jede kleine, also nicht Volkspartei, nur diese zwei Szenarien. haben die FDP oder die Grünen eine andere Wahl, als sich der Größeren Partei hionzugeben und Kompromisse einzugehen?
    Nein, sie haben sie nicht und deshalb hat die Linkspartei hier das gleiche Schicksal wie die anderen 2 Parteien.

  6. @Blumeneintopf
    Die Linkspartei (in der jetzigen Form) ist doch vor allem aus einem Punkt heraus entstanden. Die Politik der SPD (und der Grünen) war ihnen zu wenig „reine Lehre“ und zu viel Kompromiss (in dem Fall mit der Realität, z.B. der Verschuldung).
    Wenn sie nun genau das auch machen, verlieren sie den Grund ihrer Existenz (jedenfalls in der jetzigen, in den Umfragen recht gut dastehenden Form).

    Das grüne Profil hingegen ist deutlich ausdifferenzierter und unterscheidet sich viel mehr von dem der SPD (oder anderen Parteien). Die Linkspartei hat doch eigentlich nur den Punkt, dass sie „noch sozialer“, „noch linker“ sind.

    @tetrapanax
    Einen Teil deines Kommentars habe ich gerade schon mit der Antwort an Blumeneintopf beantwortet.
    Nochmal etwas deutlicher auf deinen Kommentar zugeschnitten: Wenn die Grünen nur eine grüne FDP wären und sich also nur in der Ökologie von der FDP unterscheiden würden (das meintest du vermutlich), hättest du wohl Recht. Das ist aber definitiv nicht der Fall. Vergleich mal das Bildungsprogramm, vergleiche die Sozialpolitik usw.

    Und was die Finanzierungsthematik angeht: Ich sehe auch keinen Spielraum für (Netto-)Steuersenkungen. Aber durch Verzicht auf Steuersenkungen habe ich auch noch nicht gegenfinanziert. Lindas Kritikpunkt war auch vor allem, dass sich bei dem von ihr angesprochenen Sachverhalt offenbar einfach keine Gedanken über eine Gegenfinanzierung gemacht wurde. Von mir aus kann man ja irgendetwas fordern und dafür das Geld für Auslandseinsätze (der Bundeswehr?) reduzieren. Dann soll man ausrechnen, was das kostet und dann kann man eben in dem Umfang etwas gegenfinanziert fordern. Ob das dann sinnvoll ist oder nicht, darüber wird dann politisch gestritten. Aber ohne Finanzierungsvorschlag finde ich die Politik der Linkspartei – gerade bei größeren Forderungen – schlicht unseriös.

    @SoWhy
    Aber wer soll sie dann wozu noch wählen? Das wäre ja Szenario 1.

    @Andy
    Darum ging’s mir hier eigentlich nicht. Ich wollte nur mal darüber sinnieren, was für Folgen eine Regierungsbeteiligung der Linkspartei hätte.

    P.S.: Hab dich eben aus dem Spamfilter befreit. Sorry!

  7. Aber andererseits würde ich als ihr Wähler mich fragen, warum man dann erstens überhaupt die Koalition eingegangen ist und zweitens wo die Zukunftsperspektive dieser Partei ist. Ewige Opposition?

    Absolute Mehrheit! ;)

    Ich verteufle Regierungsbeteiligungen nicht, wie es viele andere, vor allem Ex-WASGler tun. Solange mein keine absoluten No-no’s begeht (Flughafenausbau in Hessen wäre so etwas) und insgesamt halbwegs glaubwürdig herauskommt, sollte man versuchen mitzugestalten. In Berlin ist das nicht der Fall und ich wäre persönlich schon längst raus und würde Rot-Grün mal zur Abwechslung genauso alt aussehen lassen.

    Das Problem bei deiner Fragestellung: Weltweit wird das Netz der „Sachzwänge“ gesponnen. Selbst bei einer Alleinregierung im Bund hinge man noch in den liberalistischen, die Marktwirtschaft preisenden EU-Knebelverträgen. Die einzige Chance ist wohl, dass die Sozialisten in allen Ländern erstarken. (Oder?)
    Wir sind in dem Fall schon mal bereit :)

  8. @Henning: Vielen Dank fürs Befreien ;)

    Ich denke im Übrigen, daß es auf Variante 1 hinausliefe, weil die Linke hier in Berlin genau das tut, und dafür bei der letzten Wahl auch ganz schön abgewatscht wurde.

    Variante 2 halte ich für unwahrscheinlich, da ich mir nicht vorstellen kann, daß Herr Bisky oder (im Besonderen!) Herr Lafontaine freiwillig auf Dauer in der Opposition verweilen möchten.

    Daher bleibt ja nur, sich den viel angesprochenen Sachzwängen (ich _HASSE_ dieses Wort) wenn schon nicht unterzuordnen, dann zumindest anzunähern, oder keine Koalition mit niemandem bilden zu können.

    Nichtsdestotrotz: Der große Verlierer in dem ganzen Spiel werden aus meiner Sicht (zumindest mittelfristig) wir von der SPD sein – leider nicht ganz zu unrecht, wenn ich mir unsere Politik in den letzten Jahren so ansehe.

  9. Ich bin dafür, dass das Szenario 1 endlich mal öfters ausprobiert wird. Wie man schon in Berlin gesehen hat, kann sich auch die Linkspartei realpolitischen Zwängen nicht verschliessen, auch wenn ihr oberster Demagoge das gerne behauptet.

    Und dann sehen die Linkspartei-Wähler hoffentlich endlich, dass das Geschwätz von denen nix taugt.

  10. Wie ich schon am 31. Mai bei GruenesFreiburg geschrieben habe, scheinen auch die Junggrünen auf Bundesebene die Notwendigkeit erkannt zu haben, im „linken Lager“ einige Gräben einzuebnen…
    Und: Wer weiß, ob es die Linkspartei (bei tatsächlichen Koalitionsangeboten seitens rot(-grün)) lange aushält, diese auszuschlagen, wenn sie dadurch z.B. einen Mindestlohn erreichen könnte – dafür aber vielleicht den UN-gestützten ISAF-Einsatz mittragen müsste…

  11. Ob Lafontaine sich nochmal absetzt, wenn die LINKE als Partei Regierungsverantwortung übernimmt?

  12. „Die Finanzierung von Auslandseinsätzen und Steuersenkungen für Konzerne ist möglich, wie wir gesehen haben. Warum sollten Ausgaben für Sozialleistungen nicht möglich sein? Kann mir das jemand erklären?“

    Nun, wenn wir das Geld, statt es in Milliardenausmaßen über Subventionen, Steuersenkungen etc. dem Großkapital in den After zu schieben und aufhören, Muslime zu bombardieren (was dem Großkapital indirekt weitere Milliarden hineinschieben soll), müssten wir das Geld für Sozial- und Bildungsausgaben wieder aus den vielen fetten Hintern des Bürgertums hinauszerren, und die Bourgeoisie scheint der Meinung zu sein, dass das ganze etwas ekelhaft werden könnte.

  13. H.A.Zander Potsdam

    Wirklich eine Linkspartei ? Approporos Anbiedern am rechten Rand, Populismus, Deutschtümelei und heimliche Volksverführung :
    Mich wundert eine skandalöse Neuerscheinung aus dem PDS-nahen GVE-IGEB Verlag: Die Rundköpfe der Berliner S-Bahn mit eingehefteten 10 Bastelbögen. Darin eingeheftet ein merkwürdiges geschmackloses Bastelobjekt (Bastelbogen) für Kinder und Jugendliche ! Kinder und Jugendliche sollen sich als S-Bahn einen Peenemünder Zug und später KZ-Dora-Zwangsarbeiterzug (sog. Werkbahn) mit Reichsadler und Kriegstarnscheinwerfern bauen !
    Wie kann man nur auf so eine Idee verfallen ? Was soll eigentlich das Ausland über Deutschland und seine heute vorgeführten Vorbilder denken ?
    Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz der Zwangsarbeiter, Fritz Sauckel, hat 1944 zugegeben, daß “von den fünf Millionen ausländischen Arbeitskräften, die nach Deutschland gekommen sind, sind keine 200.000 freiwillig gekommen.” Konkret bedeutet dies 4,8 Mill. Verschleppte und ihr Elend ! Wie kann man solche Tatsachen vergessen ? Im Buch viele Bilder mit S-Bahnen mit Hakenkreuzen und freundliche Würdigung von NSDAP-Dorpmüller (damaliger NS-Reichsverkehrsminister).Also das zieht einem die Schuhe aus.
    Dominiert wird das gegenwätige GVE-Programm vom PDS-Trotzkisten Winfried Wolf (ex MdB PDS) und dem Abgesandten der neuen Linkspartei mit syrischem Namen , Herrn Kaddoura (Bundestagsmitarbeiter Linkspartei, steht auch im Impressum des Buches).
    Wenn das kein Anbiedern am rechten Rand ist, was dann ?
    Gab es in der Geschichte so etwas nie ?
    Wehret den Anfängen ! Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch (Brecht).
    H.A.Zander Potsdam

  14. S.Neuner

    Geschichtsrevisionismus, Sensationshascherei und schlechter Stil

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Wenn einer dabei eine Bahnhofsbuchhandlung besucht, dann kann er was lesen !
    Mein Blick fiel auf ein freundlich dreinschauendes Werk von Schmiedeke,Müller und Hiller „Die Züge der Berliner S-Bahn – die eleganten Rundköpfe „.
    Vorn ein Grußwort des S-Bahn-Managers Ruppert. Aha dachte ich, offiziell autorisiert. Und blätterte mal los.
    Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) stolperte ich erst mal über einen weit aufgeblähten Teil zur Raketentechnik in Peenemünde und zu verschiedenen Raketenabschüssen unter anderem der V2 Massenvernichtungswaffe aus dem 2.Weltkrieg.
    Überdimensionale V2 Illustrationen bzw. Fotos (S.115; S.134) sorgen für entsprechende Aufmerksamkeit beim Leser. Und dies ist wohl auch beabsichtigt.
    Ein Wirrwarr von verantwortlichen Konstrukteuren und Befehligern der V2-Raktenangriffe wird hierin beschrieben (S.114 ff).
    Meine Deutsch- oder auch die Geschichtslehrerin hätten mir bei so einem Einschub in einen Aufsatz zur Technikgeschichte der Berliner S-Bahn drunter geschrieben: Leider Thema verfehlt. 5 ! Aber es wird noch schlechter ! Nicht nur die massive Ansammlung von S-Bahnfotos mit diversen Hakenkreuzen (S.47,S.56,S.58, S.77) wirkt doch störend.
    Auch da, wo der Buchtext auf S-Bahnen Bezug nimmt , wird’s peinlich.
    Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher angeklagter Reichsverkehrsminister Dorpmüller (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf alten Fotos präsentiert und darüber sinniert, ob er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe (S.242). Dann gibt’s noch Fotos von seiner Villa in Grunewaldnähe.Ob man die Ansicht der Villa zum näheren Verständnis der S-Bahn -Konstruktionen braucht, erscheint mir doch fraglich.
    Einige Textkommentierungen: grauenhaft ! Ich muss was lesen von „Chefbesprechung“ , wenn es um Hitlers Anweisungen an seine despotischen Vollstrecker geht.
    Auf. S. 79 ein großes Bild mit unbekannten Personen vor einem Zug in Kriegsausrüstung mit Tarnscheinwerfern: Kommentar dazu: „Hoher Besuch reiste 1942 mit einem Sonderzug ins Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide. War es die Entfeinerungskommission?“ (Auch noch eine Spekulation!)
    Und es wird weiter der Abtransport der KZ-Häftlinge und der Anlagen mit den Worten kommentiert, dies geschah „unter Federführung der SS „!So in der Zeittafel auf S.128 !
    Im Buch auf S. 150 bricht plötzlich auf einer Doppelseite die Berichterstattung von Wolfgang Barthels ohne ersichtlichen Grund mitten im Satz ab (Druckereifehler oder Bindungsfehler oder was?). Eine Wiederaufnahme sucht man weiter hinten vergebens.
    Aber es kommt noch schlimmer !
    Wieso packt man hier in Deutschland Lesern und Technikfreaks einen getarnten Zug zum Basteln mit KZ-Bezug (Typ Original-Peenemünde mit Reichsadler ) in an sich harmlos scheinende Technikgeschichtsbücher oder Berliner S-Bahn-Bastel-Sets und versucht dies über den Buchhandel oder das Internet an die deutsche und internationale Jugend (unsere Zukunft) gelangen zu lassen ?
    Nein, es geht nicht um einen sattsam bekannten Verlag aus dem NS-Dunstkreis.
    Bisher trat der Verlag wenig spektakulär in Erscheinung und ist eher dem linken Spektrum zuzurechnen gewesen.
    Im Buch des GVE -Verlages (IGEB) „Die Züge der Berliner S-Bahn – die eleganten Rundköpfe“ stösst einem im hinteren Teil auf, dass in einem Sensationsbericht für „private Geschichtsforscher“ der Streifzug über das gesperrte Peenemünder Gelände schmackhaft gemacht wird. Angeblich sei die Suche nach den richtigen Farben der alten Peenemünder Züge der Grund für die Missachtung der weithin bekannten Zutrittsverbote zum Gelände(Hausfriedensbruch). Die gefundenen Türreste und ein nicht näher vorgestelltes Tyfons eines Zuges sollen dann der „ journalistische Lohn“ für die Mühe der Suche auf dem gefährlichen verwilderten Gelände sein (S.136). Nun meine Spannung beim Lesen dieses Beitrags hat sich in Grenzen gehalten.
    Da die Redaktion unter Matthias Hiller, Dr. Michael Braun und Dieter Kaddoura (letzterer übrigens derzeit wieder Bundestagsmitarbeiter von „Die Linke.“ bei der verkehrspolitischen Sprecherin D. Menzner) sich der Rechtswidrigkeit des Vorgehens der Erkunder sehr wohl bewusst war, beruft sie sich offenkundig auf das Redaktionsgeheimnis und lässt nur verlauten, der Name des „Geschichtsforschers“ und seine Anschrift sei der Redaktion bekannt (abweichend zur Praxis, sonst die Klarnamen anzugeben). Es stellt sich wirklich die Frage, ob dies für die Recherche der Farben des Peenemünder Werkbahnzuges als Bastelbogen von Oliver Wilking notwendig war.
    Diese Leute können einem bei ihrer Sensationshascherei wirklich leid tun ! Fragt sich nur, ob sie damit nicht noch Nachahmer herausfordern und jemand dann auf dem munitionsverseuchten Gelände durch Sprengkörper verunglückt.
    Der eingeheftete und mittlerweile auch wohl separat erhältliche Bastelbogen des NS-Zuges der Werkbahn Peenemünde mit aufgedrucktem Reichsadler ist in meinen Augen NS-Verherrlichung pur und eine echte Schande. Der Redaktion war doch wohl bewusst, dass diese Züge auch vor einem KZ Trassenmohr hielten .
    Die Linienbeschreibung war schliesslich im Buch eingeheftet
    siehe Skizze S.129) . Später wurden einige Züge auch noch Richtung KZ Dora in Thüringen umgesetzt.
    Wieviel politische und historische Instinktlosigkeit darf man sich in Deutschland eigentlich leisten ? Kannt man das irgend jemandem plausibel erklären ? Sollen dieses Bastelobjekt etwa Kinder und Jugendliche bauen ? Ich kann dem /der Blogger/in Zander aus Potsdam nur Recht geben.
    Mich widert es an, wenn ich sehe , wie aus Polen Hitlers ostpreussisches Hauptquartier Wolfsschanze als Bastelbogen hier in Deutschland bei Ebay zum Schaden unserer Jugend eingestellt wird. Es gibt die halbe Wehrmacht und Waffen-SS Fahrzeugpalette zum Basteln.
    Und da will dieser Verlag wohl auch einen „unpädagogischen“ Beitrag leisten ?
    Wie lies der Herausgeber auf den Einband hinten drucken: „Die in das Buch eingebundenen Modellbaubogen können helfen, sich in die unterschiedlichen Formen und Farben der alten „Rundköpfe“ zu vertiefen“.
    Danke bestens !

  15. Herr Kaddoura ist kein Mitarbeiter der Fraktion DIE LINKE im Bundestag noch Mitglied dieser Partei. Sondern Mitarbeiter einer MdB.

    Team MdB Dorothée Menzner

  16. Werter/werte „mmchen“!
    Schreiben Sie Ihre Beiträge auf diversen Foren unter Alkoholeinfluß oder schlechtem Einfluß anderer Berater? Was ist „Sachigkeit“ oder „oer“ im Beitrag auf dem anderen Forum? Warum so viele Schreibfehler dort ? Und wer ist „Zeuner“? Haben Sie Angst vor der Wahrheit oder Angat vor einer Reaktion der Öffentlichkeit? Die Mängel des Buches kann jedermann objektiv feststellen. Und das ist ein Skandal ! Ob Sie nun hier oder in einem anderen Blog um den heißen Brei reden.
    Wie denn nun, Sie diffamieren in einem anderen Blog Andere gleich als persönlichen Feind des Herrn Dieter Kaddoura, aber erwarten zugleich mehr „Sachlichkeit“ – oder meinten Sie Nihilismus, Zukunftspessimismus, Feigheit und Ergebenheit in die neue nationale Geschichtsklitterungswelle ? Soll man sich so etwas gefallen lassen als Leser? Nun Herr Dieter Kaddoura ist Bundestagsmitarbeiter der Linken – es sei denn, er ist jetzt vor Schreck oder zur Verschleierung seines Tuns dort ausgetreten.
    Wenn er nicht selbst Bundestagsmitglied ist, gehört er auch nicht selbst der Fraktion an.Aber wer hat das behauptet, daß er ein MdB wäre? Was führen Sie hier für Scheindiskussionen. Zum Thema selbst fällt Ihnen wohl nichts ein?
    Aber Dieter Kaddoura ist Bundestagsmitarbeiter einer Abgeordneten oder warum wird er dort so offiziell ausgewiesen?
    Er steht in der Verantwortung als Verlagsleiter von GVE (Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen !), das erkennen Sie ja selber indirekt an! Und der Verlag vertreibt/vertrieb überproportional Schriften von Winfried Wolf (ex PDS – ex MdB). Sie wollen andere einschüchtern in altbekannter Tradition (siehe Ihre Drohungen in einem anderen Poltik-Blog)?
    Und können dort nicht mal richtig lesen. Dort steht nicht Zeuner, sondern Neuner ! Verleumden Sie gerne andere Personen? Sie sprechen bei beiden Personen von er ? Woher kennen Sie das Geschlecht ?
    Sie diffamieren Andere, die sich hier äußern, als rechts ?
    Womit können Sie das begründen?
    Stehen Sie in stalinistischer Tradition der 30er – 50er Jahre oder schwimmen Sie im Fahrwasser rechter Ideologen? Oder argumentieren Sie auf dem Niveau einer bekannten 50 Cent-Zeitung?
    Oder sind Sie schlicht verwirrt ?Ich glaube Sie sind selbst grenzwertig an einer Verleumdungsanzeige dran, wenn die Betroffenen Lust dazu haben sollten, werte/r Tarnnamenverwender/in „mmchen“ !
    Zur Auffrischung Ihrer Geschichtskenntnisse empfehle ich Ihnen die derzeitige Ausstellung Zug der Erinnerung !
    Diese Ausstellung mußte erkämpft werden, von Leuten, die seit Jahrzehnten kurz gehalten werden sollten, wäre es nach einigen deutschtümelnden Geschichtsverdrehern gegangen !
    Da können Sie mal sehen und erfahren, warum man Herrn Julius Dorpmüller (NSDAP, Reichsverkehrsminister) besser nicht allzu vertraulich in Büchern präsentieren sollte und keine echten Peenemünder Bastelzüge mit NS-Hoheitszeichen anbieten sollte! Das gilt insbesondere für den GVE-Verlag und seine Redakteure mit der von mehreren Lesern kritisierten Bucherscheinung zu den „Rundköpfen der Berliner S-Bahn“ !
    Ich bin mit dem Leser und Blogger Neuner, den sie zynisch „Zeuner“ nennen, keinesfalls identisch, vielleicht noch nicht mal vom Geschlecht her.

    Beste Grüße und bleiben Sie schön ehrlich !

  17. Werte Team-Mitarbeiter des Büros Mentzner !

    Es ist immer besser, wenn man zur Sache argumentiert! Hier noch eine Ergänzung, zu dem, was Andere bereits hier sagten oder mit Recht bloggten:
    Auf S. 92 des beanstandeten GVE-Buches „Züge der Berliner S-Bahn ( ISBN 3-89218-477-1 ) “ findet sich die verlagsmäßige Betitelung zum Bild der größenwahnsinnigen Germania-Pläne Hitlers: „Große Pläne“ , gleichsam so, als sei es schade, daß dies nicht Wirklichkeit wurde.
    Können Herr Kaddoura oder jemand anderes mir irgendwie plausibel darstellen, warum die Seite 92 mit dem Foto der damaligen NS-Propaganda von
    der Spreebogenbebauung nach Hitlers und Speers Plänen völlig themenbezugslos überhaupt dort abgebildet ist?
    Die Autoren reden nicht von der S-Bahn, das Foto des Modells zeigt keine S-Bahn-Trasse ! Wollten diejenigen eine Architekturbesprechung machen, oder warum interessiert sie plötzlich die geplante „Große Halle“ des Massenmörders ?
    Schon wieder mal das Thema verfehlt auf S. 92, kann ich da nur sagen! Das ist Fakt. Denn S.91 endet mit dem Thema Sitzpolstern von Zügen und S. 93 beginnt oben mit:“ 3. Neue Züge in schweren Zeiten. Kriegs-S-Bahn statt Leichtstahlzug.“ Was sucht das riesige Architekturfoto aus der NS-Propaganda dort auf S.92 ?
    Und wozu der vom Verlag rhetorisch vorgenommene Vergleich: Spreebogenbebauung des Deutschen Bundestags dort, wo das Zentrum „Germanias“ geplant war ? ( Germania: Hitlers geplante Stadtbetitelung Berlins) Was wollte die Redaktion uns damit sagen ? Daß Herr Speer schon damals den richtigen Riecher gehabt hätte ? Oder die heutige Spreebogenbebauung was mit Adolf Hitlers Plänen zu tun hätte. Ich verstehe dies nicht ganz. Denn es entspricht nicht der Wahrheit.
    Wenn Sie beim Team Dorothée Menzner drin sein sollten, müßten Sie dringend mal das Buch lesen. Vielleicht erkennen Sie dann etwas mehr und der Schleier vor Ihren Augen zerreißt !
    Hören Sie auf diesen Verantwortlichen für das Buch zu schützen ! Einen Verlagsleiter, der im Bundestag arbeitet und so einen Vergleich in Kenntnis der Geschichte durchgehen läßt, sollte man rausschmeißen !

    Beste Grüße und bleiben Sie schön sachlich !

  18. Herr/Frau/Fräulein Zander,

    Herr Kaddoura ist wie ich Mitarbeiter einer MdB. Die persönlichen Mitarbeiter von MdB’s – sei es im Bundestagbüro oder im Wahlkreis – stehen in keinen Arbeitsverhältnis zur Fraktion. Die Fraktionen im Deutschen Bundestag sind gegenüber den MdB-Mitarbeitern auch nicht weisungsberechtigt. Sie sind bei den MdB’s direkt angestellt, nicht bei der Fraktion. Jede andere Behauptung entbehrt jeglichen Wahrheitsgehalts. Sie sollten sich daher vorher sachkundig machen, bevor Sie Feststellungen treffen, im Übrigen habe ich am von Ihnen beanstandeten Buch selbst auch etwas mitgewirkt. Eine irgendwelche Propaganda für ein Unrechtsregime kann ich nicht erkennen. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass auch schlimme Zeiten zur Technikgeschichte gehören. Im Jugendlexikon „Eisenbahn“ aus dem VEB transpress Verlag für Verkehrswesen von 1978 wird durchaus auch auf die Stromlinienloks der DRG mit Bild eingegangen als Meilenstein deutscher Dampflokbaukunst. In der Bewertung der DDR werden wir größtenteils übereinstimmen. Aber in Sachen offiziellen Antifaschismus dürfte die DDR-Herangehensweise heute auch noch richtig sein. Würden Sie meine Vita kennen, dann wüssten Sie, dass der Vorwurf, ich sei ein Stalinist absolut ins Leere greift und durch keinerlei Tatsache in meiner politischen Arbeit zu belegen ist. Offenbar geht es Ihnen um ideologischen Krawall statt sachlicher Auseinandersetzung. Sollten Sie von mir Tippfehler bemerken, so ist das Ausdruck einer unendlichen Wut über soviel Unsinn ,den Sie über meinen geschätzten Kollegen verbreiten, deren tieferer Sinn auch für psychologisch geschulte Personen sich kaum darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen

    MMchen

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