Grüne Wahlplakate in Bayern

Schöne Wahlplakate haben die bayerischen Grünen da. Das hier zum Beispiel zum Thema Privatsphäre/Überwachung:

Wahlplakat Bündnis 90/Die Grünen Bayern (Landtagswahl 2008)

In 33 Tagen – am 28. September 2008 – wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Die Chancen, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen stehen hierbei so gut wie schon sehr lange nicht mehr.

Seit 1962 regieren sie schon alleine – seit der grüne Spitzenkandidat Sepp Daxenberger auf der Welt ist. Er hat die CSU schon einmal deklassiert: 76 % holte er bei seiner Wiederwahl als Bürgermeister von Waging am See. Als Grüner – in Bayern.

Mal sehen, wie weit er diesmal kommt. Ich hoffe, möglichst nah an seine 76 %… :-)

Die bayerischen Grünen twittern übrigens jetzt auch – sowohl die Partei als auch die Grüne Jugend.

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11 Responses to “Grüne Wahlplakate in Bayern”

  1. Hm, ich finde das Plakat allerdings ein wenig verwirrend. „Zeit wird’s“, das ist ja eher für die Grünen ansich gedacht, oder? So macht das allerdings die Wirkung der Botschaft irgendwie zunichte. Schließlich wollen die ja eben gerade NICHT, dass „Sendepause für die Privatsphäre“ ist. Oder denk ich zu kompliziert? Ich find die Botschaft nicht so gelungen ;)

  2. Doch doch, es wird Zeit für eine Sendepause für die Privatsphäre – oder möchtest du, dass dein Privatkram ungefragt gesendet wird?

    :-)

  3. Ha ja, aber das kann man eben auch anders verstehen, das meine ich. Also dass sie sozusagen anprangern, dass es „Sendepause für die Privatsphäre“ ist, weil Überwachung etc. Daher finde ich das verwirrend. Es ist doppeldeutig zu verstehen, für ein Plakat ist das nicht günstig.

  4. ʞıuɐɾsʞǝʞ

    Die Grünen in Österreich haben heuer ja noch ganz andere Motive zu bieten. Da gab es sogar eine Abstimmung und die Plakate konnten von einfachen Onlinern designt werden.

  5. Nein, ich meine tatsächlich dass es doppeldeutig ist, Henning. Wenn man natürlich so seine Wähler in Doofe und weniger Doofe aussieben will, bitte – wenn da mal nicht der Schuß nach hinten los geht.

  6. Du hast ja schon recht, dass es missverständlich ist. Aber selbst wenn man’s so verstehen würde, müsste man es ja doch fast automatisch als Ironie oder Satire auffassen. Selbst Schäuble und Beckstein würden wohl nicht mit dem Slogan „Sendepause für die Privatsphäre“ in den Wahlkampf ziehen.

  7. Selbstverständlich wird der Durchschnittsleser die Botschaft richtig erfassen. Nur was ich meine: eine doppeldeutige Botschaft zwingt einen zu mehr nachdenken, als für ein Plakat nötig wäre. Das bedeutet, dass die Botschaft nicht mehr so intensiv wirkt, wie sie es könnte. Außerdem könnte man auf den unschönen Gedanken „gewollt, aber nicht gekonnt“ kommen. Das sind alles so Überlegungen, die einem Informationsdesigner bei der Betrachtung eines Plakates kommen, dass eben nicht so optimal geworden ist :) Nur sollte man die Wahrnehmung des Durchschnittslesers eben auch nicht unterschätzen.

  8. Wahrnehmungspsychologisch ist es allerdings so, dass Inhalte, die kognitiv bearbeitet werden, eher hängen bleiben als solche, die ohne weiteres wahrgenommen werden. Soll heißen: wer nicht einfach mit „versteh ich nicht“ weitergeht, sondern überlegt, was das heißen soll, wird sich eher an das Plakat erinnern als jemand, der ein eingängiges Plakat anschaut, kurz begeistert ist es und es dann wieder vergisst.

  9. Korrekt! Was aber nicht heißt dass er sich positiv daran erinnert – mehr wollt ich doch gar nicht sagen ;)

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