StudiVZ: User flüchten vor neuen AGB

Ohne Zustimmung zu den neuen AGB beim StudiVZ kann man sich offenbar nicht mehr einloggen. Jedenfalls kriege ich immer nur noch die AGB-Seite angezeigt, wenn ich mich einloggen will.

Mein Profil ist aber noch da und ich werde sogar als online angezeigt, während ich jetzt hier auf der AGB-Seite verweile. Dass der Login nicht mehr geht, wird viele aber gar nicht groß ärgern.

Seit ein paar Tagen kriege ich haufenweise Freundschaftsanfragen bei kaioo. Da scheint gerade größere Bewegung reinzukommen. Meine StudiVZ-Freunde-Anzahl sinkt derzeit auch. Alleine von gestern (409) auf heute (402) um sieben.

Bei kaioo müssen sich technisch noch ein paar Dinge ändern, aber es scheint auf jeden Fall ne langfristig gute Alternative zu sein. Besonders auch weil sie sehr auf die Nutzerwünsche eingehen.

Gleichzeitig scheint beim StudiVZ auch das Gerücht, dass der Dienst kostenpflichtig wird, im Rahmen der AGB-Änderung wieder aufzukommen.

{lang: 'de'}

21 Responses to “StudiVZ: User flüchten vor neuen AGB”

  1. Ich hab ne Weile nachdenken müssen, was du meinst, aber dann wurde mir klar, dass du den Browser meinst. *g*

    Lag aber auch daran, dass ich erst „Und Kaioo geht jetzt auch mit auf Safari…“ gelesen habe. :-)

  2. Hallo, ich habe auch in den ersten Tagen von kaioo eine Einladung erhalten und mich testweise sofort dort angemeldet…
    Gerade durch deinen Artikel habe ich mich nochmal eingeloggt und prompt bin ich auf einen Thread mit dem Namen „Nicht alles Gold was glänzt. Fakten zu kaioo.de“ (ja genauso heißt er) gestoßen den ich euch nicht vorenthalten möchte.
    Leider habe ich keine Ahnung in wiefern die Fakten stimmen, da der Veröffentlicher seine Quelle nicht angegeben hat. Wäre interessant wenn sich da jemand genauer auskennt…

    /************** Artikel **************/

    Habe ich gerade eben gelesen und wollte es mal weitergeben. Bitte mal überlegen für was ihr euer Guerilla Marketing betreibt

    Nur mal so zur Info.

    1. Kaioo Datenschutz
    2. kaioos personelle Verbindungen zu Bertelsmann
    3. Wer ist Bertelsmann

    1.1. kaioos AGBs und Datenschutz hält nicht, was er versprechen will.
    Gemeinnützigkeit bezieht sich nur auf den Umgang mit Gewinnen, Daten können genauso wie im studiVZ ausgeschlachtet werden.

    1.2. kaioo ist nicht demokratisch.
    Es haben 2 Menschen ein Stimmrecht über alles. Die AGBs und Datenschutzbedingungen schützen nicht vor weitreichenden Veränderungen. Lediglich bei der Spendenvergabe darf mitabgestimmt werden. Diese Funktion lässt sich aber von nur zwei Menschen
    ändern.

    1.3 kaioos Gemeinnützigkeit lässt sich rechtlich gesehen sehr dehnen. Eine Stifungs GmbH unterliegt nicht der Kontrolle der staatlichen Stiftungsaufsicht.

    Unter gewissen Umständen kann eine Stiftungs GmbH auch in eine normale Gesellschaft überführt werden.

    Anmerkung: Klingt manches zwar vielleicht pingelig, aber wer behauptet Daten
    wirklich schützen zu wollen, muss juristisch verhindern, dass eine Verwendung der Daten übehaupt möglich ist. Alles andere sind nur salbungsvolle Worte ohne Wirkung.

    ===

    2. Personelle Verbindungen zwischen Bertelsmann + kaioo

    – 50% der Gesellschafter (Hr. Schmidt-Holz) von kaioo arbeiten seit 1988 in
    führenden Positionen in Unternehmen des Bertelsmann Konzerns, aktuell bei Sony BMG.
    Die anderen 50% der beiden Gesellschafter (Hr. Kreye) haben als Leiter des Business Development bei Bertelsmann gearbeitet.

    3. Wer ist Bertelsmann?

    Bertelsmann ist einer der größten Adresshändler, Scoring Agenten und
    Meinungsforscher Deutschlands. Die Musikbranche (auch Sony BMG) sucht händeringend nach neuen Absatzmöglichkeiten. Sony BMG war in einen Datenschnüffelskandal verwickelt (Userdaten ausspionieren).

    Bertelsmann ist bekannt dafür, unauffällig im Hintergrund Strippen zu ziehen. Über verschiedene Institute nimmt Bertelsmann massive Einfluss auf die Politik. Welche Ziele die Stiftung verfolgt (in Klammern dahinter Aufweisen eigener Vorteile für die Stiftung):

    – Privatisierung der Krankenhäuser (Bertelsmann investiert zugleich in die
    Gesundheitsbranche. Außerdem sitzt im Vorstand/Aufsichtsrat von Bertelsmann ein CEO vom Pharmakonzern Aventis)

    – Privatisierung des Bildungssektor, Einführung der Studiengebühren, CHE-Rankings (Bertelsmann investiert in den Bildungssektor)

    – Privatisierung der Behörden wie z.B. Einwohnermeldeamt (Modell-Projekte dazu laufen gerade in East Reading, England. Bertelsmann besitzt riesige
    Dienstleistungsunternehmen wie z.B. arvato)

    – Militarisierung der (EU) Außenpolitik zur Durchsetzung und Wahrung
    deutscher/europäischer Interessen, Erschließung von neuen Absatzmärkten als auch Sicherung von Zugängen zu Rohstoffen. Ist u.a. von Frau Merkel im vorläufigen „EU-Verfassung“, dem Lissaboner Vertrag, umgesetzt worden (Im Bertelsmann Vorstand/Aufsichtsrat sitzen Vorstandsvorsitzende von Nestle, Siemens, Aventis, Deutsche Telekom, E.ON AG, Allianz SE, Metro AG, Ruhrkohle AG, u. a.)

    – Propagierung einer totalen Öffnung des Marktes (s.o.)

    – Einführung von Hartz VI (s.o.)

    Bertelsmann ist übrigens auch eine gemeinnützige Stiftung. Soviel zu dem Thema „Gemeinnützigkeit“.

  3. Äh, Henning, mal informiert? Es wurde glaube überall breitgetreten, dass man entweder den AGB zustimmen muss oder das Profil wird gesperrt. Will man sich abmelden, gibt’s da sogar für die, die das verrafft haben, extra eine E-Mail-Adresse. ;)

  4. Kai Nehm

    Dann bleiben die fake profile.

    Wie steht es eigentlich mit dem Gerücht, das studiVZ vor dem Verkauf noch die AGB an facebook anpassen muss?

  5. Ein größeres Problem bei einem Wechsel zu Kaioo (abgesehen mal davon, dass es wie unsere Fußgängerzone klingt) sehe ich darin, dass es — Spenden hin, Spenden her — um ein propriäteres System geht. Ich will immer noch eine echt offene Social-networking-Plattform (und beobachte mit Interesse die aktuellen Bewegungen um Third-Party-APIs für mehrere Plattformen auf einmal und die Debatten um OpenID).

  6. @Bronco
    Nur kurz, denn Experte bin ich da auch nicht:
    – Die Gemeinnützigkeit bezieht sich natürlich im wesentlichen auf den Umgang mit Gewinnen, aber wenn man die ohnehin spendet, ist die Neigung dafür gegen den Willen der User Grenzen zu überschreiten doch sicher extrem viel geringer, oder?
    – Außerdem wird der Umgang mit den Daten in den AGB festgelegt und die werden gerade mit Hilfe der User überarbeitet (siehe auch Statement von Thomas Kreye hier im Blog).
    – Ja, die beiden Initiatoren arbeiten für Bertelsmann oder haben dies getan. Dürfen die deshalb privat nicht auch was hochziehen? Der Konzern Bertelsmann hat mit der Aktion deswegen doch nichts zu tun.

    @Jenny
    Klar, hab ich das vorher gelesen. Aber man wusste ja nicht, wie das aussieht:
    a.) Sie trauen sich nicht und lassen die User vorerst ganz normal drin.
    b.) Sie löschen die Accounts.
    c.) Sie sperren die Accounts für die User komplett bis sie die AGB bestätigt haben und auch erst dann sind die Profile wieder aufrufbar.
    d.) Sie sperren den Login für die entsprechenden User.

    Ich hatte eher zu c.) tendiert, daher war ich wegen d.) etwas überrascht. Zumal ich dachte, die Frist wäre schon ein paar Tage vorher abgelaufen und es doch eher nach a.) aussah.

    Übrigens kann man jetzt wohl – wenn man den AGB zugestimmt hat – seine Daten von der personenbezogenen Verwertung ausschließen oder so.

    @Kai Nehm
    Ich werd’s noch bestätigen, aber ich lass sie noch ein bisschen schmoren.

    @Till Westermayer
    Wie eure Fußgängerzone? Wie heißt die denn?
    Wie wär’s denn damit, wenn du die OpenID-Geschichte in kaioo vorschlägst?

  7. ich kann Bronco nur zustimm

    allein dieser punkt in den bestimmungen stört mich schon.

    7. Deaktivierung des Accounts

    Nach einer Deaktivierung des Accounts können die Daten des Nutzers nicht mehr abgerufen werden. Es kann aufgrund der im Zwischenspeicher (Cache) vorgehaltenen Daten vorkommen, dass die Nutzerdaten nach Deaktivierung des Accounts noch kurzzeitig verfügbar sind.

    ich empfehle zu den leuten hinter kaioo übrigens einen sehr interessanten artikel des asta der uni wuppertal: http://www.asta.uni-wuppertal......Itemid=125

  8. Hi

    eine studentische gemeinde hat sich schon ran gemacht daran ein neues studi zu bauen… zu deecent wie studi und komfortabel wie facebook sollts werden..

    ich unterstütze das da das freie studentische arbeit sein wird.. helft mit!

    ladet leute ein! eine studi rebellion…. alein schon der gedanke ein medienkonzern gestützte seite wie studi den gar auszumachen erfreut mich…

    wikipedia hats vorgemacht!

    http://www.openstudi.net

  9. Ich bekomm fast alles auf türkisch angezeigt. Nicht auf der Startseite, aber sobald ich auf Impressum oder Datenschutz klicke. Ich finde das nicht gerade vertrauenserweckend.

  10. Jo, sehr geil! Bei mir das Gleiche!
    Ausserdem ist das Ganze doch auch wieder nur ein schlechter StudiVZ-Klon.
    Und wer klont schon Dolly? http://de.wikipedia.org/wiki/Dolly_%28Schaf%29
    Wenn dann hätten sie Facebook klonen sollen.
    Bei der Community wird spätestens mit der Popularität das gleiche Problem auftreten wie bei Studivz. Die Seite ist tagelang nur unzureichend zu erreichen und das surfen macht keinen Spaß mehr.
    Facebook hat gestern nicht umsonst angekündigt dieses Jahr 200 Mio $ in Hardware zu investieren…

    … dann doch lieber Studivz! Ich für mich habe beschlossen mir nicht noch ein SN anzutun…

  11. nun ja das die seite nicht vertrauenswürdig ist glaub ich nicht.., zumal sie von studenten gemacht wurde mit dem hintergedanken eine plattform anzubieten die halt den leuten die möglichkeit bietet von der kommerziellen form wegzukommen…

    das die seite ihr impressum auf türkisch hat ist verträglich wenn sie gerade im aufbau ist… man muss sich überlegen das studivz und facebook bezahlte programmierer haben die solche projekte halt nicht haben…

    zumal diese seite auch noch multilingual wird…

    wie gesagt openstudi ist wenn schon ein facebook klon als ein studi klon… zumal eigentlich keines der beiden zutrifft….

    und ganz ehrlich… ich glaube nicht das das gleiche bei der seite passieren wird… da der machen ein open source verfechter ist…

    dem wiki gab auch zu anfangs niemand eine chance, heute sehen wir was daraus geworden ist…

  12. @dieter
    Ich soll mich also bei einer Seite registrieren deren Datenschutzerklärung in einer Sprache ist in der ich kein einziges Wort verstehe? Sorry, aber das wird nix. Selbst wenn ich mir diese Sachen selten wirklich durchlese – ich will wenigstens die Möglichkeit haben, das zu tun.

    Übrigens war das StudiVZ anfangs auch eine Sache von Studis für Studis. Jedenfalls wurde es so kommuniziert. Das zieht also nicht wirklich als Argument.

    Außerdem würde ich gerne von dir wissen, ob du in irgendeiner Verbindung zu der Seite stehst.

  13. Das hab ich schon bei seinem ersten Kommentar gedacht! ;-)
    Aber wenn, dann könnte er den Studis ja helfen die Datenschutzerklärung zu übersetzen… ^^

  14. ja,

    hi also in verbindung nicht direkt :)

    ich kenne in von ein paar fachgesprächen mehr auch nicht….

    übersetzen ja nun gut das macht schon jmd :)

    und ehrlich meine türkisch kenntnisse bestehen nur aus aus ein paar wörtern z.b. döner ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.