Wie man Öko-Autos zum Boomen bringt

Sehr interessant welche Auswirkungen 8 Pfund City-Maut pro Tag in London haben. Dort haben Alternativ-Autos Hochkonjunktur, denn sie sind von der Gebühr ausgenommen. Der Verkehr läuft flüssiger, die Luft ist besser.

Wollen wir das auch? Ich fänd für Stuttgart den Titel Stadt der Öko-Autos irgendwie viel angenehmer als Feinstaub-Weltmeister. Was wir nie vergessen dürfen: Der ganze Umweltschutz nützt vor allem uns Menschen. Saubere Luft brauchen wir schließlich alle. Vor allem Kleinkinder deren Immunsystem noch nicht so ausgeprägt ist.

Ganz nebenbei spart man (langfristig) auch noch jede Menge Geld. Es sei denn, man glaubt an dauerhaft sinkende Spritpreise.

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9 Responses to “Wie man Öko-Autos zum Boomen bringt”

  1. … und nicht umsonst ist London eine der teuersten Städte der Welt. Ich weiß jetzt nicht, was in London unter die Rubrik „Öko“ Auto fällt, aber ein Elektro-wägelchen als Zweitwagen (denn für lange Strecken derzeit noch unbrauchbar) oder ein teures Hybrid-Auto mal schnell neu anschaffen ist nicht wirklich was für jeden Geldbeutel. Saubere Luft wäre übrigens auch noch weniger restriktiv zu haben indem man einfach alle Autos älter als 3 Jahre verbietet. .. Aber da kommt ja dann schon wieder der Geldbeutel ins Spiel, denn schau mal was ein Neuwagen kostet.

    Wäre halt nicht sonderlich sozial so etwas einzuführen, aber die Luft würde sicher sauberer.

  2. Ist es denn sozial, die Menschen, die sich keine Halbhöhenlage mit Frischluft leisten können, Abgase atmen zu lassen? Wohl kaum.

    Und statt in großem Stil Verbote einzuführen, erscheint mir eine Maut oder Steuer auf das, was umweltbelastend ist, viel sinnvoller und auch weniger drastisch. Gerade weil sich ja auch nicht jeder permanent nen Neuwagen leisten kann (was übrigens auch nicht im Sinne der Umwelt wäre).

    Besonders sinnvoll wird das übrigens dann, wenn man die Einnahmen in den Ausbau (und die Verbilligung) des ÖPNV steckt. Wenn der billiger wird, kommt das ja insbesondere den sozial Schwachen zu Gute. Gerade in Stuttgart haben wir da erheblichen Nachholbedarf.

  3. Das Führt dann eben dazu, dass die Leute aus der Halbhöhenlage sich in ihre Elektrokiste setzen, die sie sich für 15000 EUR zu Weihnachten gegönnt haben und in die saubere Stadt hinabgleiten und der kleine Normalverdiener zahlt halt seine 10 EUR Maut wenn er denn unbedingt mit seinem alten Golf in der Stadt rumfahren muss.

    ÖPNV wird wohl in den wenigsten Fällen nicht benutzt weil er zu teuer ist sondern eher weil er zu unpraktisch ist um die Kiste Cola und zwei Packungen Windeln nach Hause zu bringen (hier jedes beliebige sperrige Produkt einsetzen). Denn der Vergleich Parkgebühren in der Innenstadt vs. ÖPNV Ticket gibt sich nicht wirklich viel.

  4. peter wiesenstock

    am günstigsten wäre es doch, wenn die autofirmen garkeine autos mehr bauen würden die so extreme abgase und verbrauche hätten. würden nur öko autos angeboten, könnte man auch nur öko autos kaufen, so einfach ist das.

    momentan sind „öko“ autos kaum zu bekommen, und wenn doch viel zu teuer im gegensatz zu herkömmlichen autos. solange sich das nicht ändert, werden die ganzen alten dreckschleudern durch die gegend heizen.

    ÖPNV hat viele nachteile und fällt daher eher flach. wenn man alleine nur in die stadt möchte (ohne besorgungen) zu machen, ists ok. aber sobald man etwas kauft oder zu mehreren personen fährt, hat dies viele nachteile. so kann sich die fahrzeit dann verdoppeln oder sogar verdreifachen. und wer nimmt diese zeit in kauf, wenn man es auch mit einem auto machen kann, was man dann sowieso vor der tür hat?

    ich denke die bevölkerung würde auf öko umsteigen, wenn der preis stimmen würde. (mich eingeschlossen).

  5. @David: Cola + Windeln klingt nach der idealen Aufgabe für ’nen guten Fahrradanhänger.

  6. Seit Montag wohne ich auch in Stuttgart (Dürrlewang) und musste gestern das schöne Wetter nutzen um mal wieder Rad zu fahren. Als Ziel habe ich mir den Birkenkopf ausgewählt, von dem man einen schönen Blick über Stuttgart hat. Da ist mir die ganze Misere, die auch Spreeblick http://www.spreeblick.com/2008.....n-sind-ii/ vor kurzem beschrieben hat bewusst geworden.
    Stuttgart ist für eine Großstadt echt „bescheiden“ gelegen. Rundherum „Berge“: also kein Platz für Ausdehnung oder Luftzirkulation.

  7. Die Luftzirkulation läuft irgendwie über die Fildern hab ich mal irgendwo gelesen. Da gibt es glaube ich sogar Gebiete die deswegen nicht bebaut werden dürfen.

    Ich brauche mein Auto in Stuttgart gar nicht. Einkaufen (Kasten Wasser ect.) geht auch so, weil ich einen Supermarkt in der Nähe habe. Ich benutze mein Auto eigentlich nur, wenn ich aus der Stadt rausfahre – und dann steht man ja meistens im Stau…

  8. @Robin: das fiel mir dann nach dem Abschicken meiner Antwort oben noch ein: wer für Windeln und Getränke durch die halbe Stadt fahren muss, macht prinzipiell was falsch, egal wie er oder sie unterwegs ist.

  9. Von wegen unpraktischer ÖPNV: Die Zahlen sprechen da eine andere Sprache. Dort, wo das Angebot gut ausgebaut ist, wird es auch angenommen. Als Beispiel möchte ich hier unsere Elztalbahn anbringen. Mittlerweile fahren hier moderne Triebwagen im Halbstundentackt schnell, pünktlich und zuverlässig nach und von Freiburg. Und die Fahrgastzahlen steigen so rapide, dass schon weitere Triebwagen nachbestellt wurden.

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