Bildungsstreik 2009 – Protest 2.0

Wir hatten 2005 bei unserem Studiengebühren-Protest nur flickr und nen Streik-Blog (leider längst offline). Heute läuft sowas nicht ohne Livestream und Twitter.

Eine Webcam hatten wir in unserer Uni-WG allerdings auch. Die hat alle fünf Minuten ein neues Bild hochgeladen und alle 15 Minuten eins archiviert. Eigentlich sollte daraus mal noch ein Film gebastelt werden, aber daraus wurde soweit ich weiß nichts.

Unsere Uni-WG hielt von von Mai bis Dezember 2005 und die ersten sechs Monate hat auch immer jemand dort geschlafen. Am Anfang auch 20-30 Leute.

Ich bin mal gespannt, wie dieser Bildungsstreik so läuft. Ist jedenfalls sehr interessant das als ehemals Aktiver quasi von außen zu betrachten. Grüße an dieser Stelle nach Heidelberg, Münster, Potsdam und natürlich Wien!

P.S.: Auch in Stuttgart geht’s weiter – und ich bin immer noch im Header-Foto (ganz links). :-)

2 Responses to “Bildungsstreik 2009 – Protest 2.0”

  1. Stimmt: Unsere Uni-WG war von Anfang an der absolute Selbstläufer, die erste Anlaufstelle und Sammelpunkt für alle aktiven und passiven Protestler sowie sogar für deren Kritiker. Manch Politiker ließ sich dort blicken.
    Was ursprünglich von einer kleinen Arbeitsgruppe als kurze Aktion und eher unwahrscheinliches Unterfangen ausgeheckt wurde, entwickelte sich in Kürze zum Informationszentrum, zum kreativen Rückenmark der Bewegung.
    Deutlich kann ich die kleine, auf Tischen und Stühlen des alten Hörsaals sitzende Gruppe zusammengewürfelter Idealisten in Erinnerung rufen, welche zwei Tage später, bereits wesentlich angewachsen, mit alten Möbeln, Teppichen und Topfpflanzen ausgerüstet das Foyer des K2 bezog. Zunächst etwas unsicher in der neuen Wohnzimmeratmosphäre aber bald schon selbstverständlich die Uni-WG als ein zweites Zuhause begriff.
    Wir waren gekommen um zu bleiben und ich bin überaus stolz als ein Mitbewohner der ersten Stunde mit dabeigewesen zu sein.

  2. Die Bundesregierung lässt sich in Sachen Bildung leider von den Lobbyisten der Bertelsmannstiftung beraten.
    Diese Stiftung ist ein Neoliberaler, marktradikaler think-tank, der am liebsten alles privatisieren möchte (lat. Privare: Beraubung), von dem Gesundheitssystem angefangen, bis zur Ökonomisierung der Universitäten! Dies macht die Stiftung hinterhältig, unter anderem über den Umweg des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung).

    Die Schäden dieses neoliberalen think-tanks werden unter anderem hier dokumentiert:

    http://www.bertelsmannkritik.de

    oder:

    http://www.anti-bertelsmann.de

    Dieser sog. Stiftung gehört die Gemeinnützigkeit ein für alle mal aberkannt, denn sie ist nicht nur für Deutschlands Bildungszukunft extrem gefährlich!

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