Was nun, Frau Schmidt? Geht’s noch?

Die eigentlich spannende Frage im Zusammenhang mit dem Diebstahls des Dienstwagens von Ulla Schmidt ist doch: Was macht sie jetzt ohne?

Muss sie jetzt alle dienstlichen Termine in Spanien, die sie während ihres Urlaubs angeblich noch nebenbei hat, absagen? Oder geht es auch irgendwie anders (Taxi, Botschaftsauto,…)?

Und wenn es anders geht – wieso ging das vorher nicht?

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11 Responses to “Was nun, Frau Schmidt? Geht’s noch?”

  1. Tja, da kann sie ja ihren eigenen Vorschlag zur allgemeinen Bürger-Fitness endlich mal selbst in die Tat umsetzen: 3000 Schritte plus X am Tag…

  2. Oh Gott, das wär ja mehr Gehirnjogging als alles andere, wenn ich da jedesmal mitzählen müsste. ;-)

    Ich weiß, da gibt’s Zähler für. Aber nicht, dass sie sich da jetzt nen Dienst-Zähler zulegt. ;-)

  3. In einem Forum würde ich ja schreiben „Don’t feed the troll“ – ist schon spannend, was hier wieder zum rücktrittsgeeigneten Skandal hochgejazzt wird, wenn man daran denkt, wie an anderen Stellen öffentliche Mittel verbrannt werden – oder Schlimmeres – und niemand auf die Idee kommt, das auch nur ernsthaft zu kritisieren.
    Dass bspw. Steinmeier nach der Kurnaz-Affäre immer noch als Außenminister tätig und inzwischen gar Kanzlerkandidat ist – das sind wahre politische Verfehlungen, nicht das Mitnehmen eines ollen Dienstwagens nach Spanien – ohne dass ich diesen schwachsinnigen Umgang mit Mobilitätsressourcen gutheißen will; aber da gibt es tatsächlich weit Schlimmeres.

  4. Was sie jetzt ohne macht? Bei Sixt.de haben sie eine Antwort:

    „Mit dem Dienstwagen in Urlaub? Es gibt Sixt doch auch in Alicante!“ Und das sogar inkl. Diebstahlversicherung! ;)

  5. Sebastian

    Naja. Ich bin wahrlich kein Ulla-Schmidt-Fan. Aber dieses Sommertheater finde ich auch übertrieben. Sie hat das Anrecht auf ein gepanzertes Fahrzeug, auch privat, dann soll sie das auch nutzen. Eigentlich Ende der Diskussion.

    Da sollen sich die FDP-Außenstelle „Bund der Steuerzahler“ und anderen mal nicht so anstellen. Für das, was der Fahrzeugeinsatz gekostet hat, kann man wahrscheinlich nicht mal 1 Stunde den Bundeswehreinsatz in Afghanistan finanzieren.

  6. Stand doch an anderer Stelle zu lesen, dass sie nun auf einen Leihwagen umsteigt.

  7. Die deutsche Botschaft verfügt doch bestimmt auch über gepanzerte Fahrzeuge und Fahrer. Wieso Dienstwagen, ein Fahrer und dessen 15jähriger Sohn quer durch Europa fahren müssen nur weil Frau Schmidt ein paar dienstliche Termine dort hat erschließt sich mir nicht. Auch wenn ihr ein Fahrzeug zusteht: Vernunft wäre hier besser angebracht gewesen.

  8. Ganz ehrlich, so schlimm ist das doch nicht. Aber wenn wir keine andere Sorgen haben, als uns über sowas aufzuregen, dann geht’s uns doch prima.

  9. Ich sag ja nicht, dass das das jetzt ein besonders schlimmer Skandal ist (aber es ist durchaus finanziell, ökologisch und moralisch fragwürdig) – hab ich auch oben nicht behauptet.

    Eigentlich besteht der Eintrag nur aus Fragen. Mir ging’s vor allem darum, dass eben diese Fragen und vor allem die letzte bisher gar nicht gestellt wurden. Jedenfalls hab ich das nirgendwo gelesen.

    @Chris
    Das mit dem Leihwagen hatte ich noch nirgendwo gelesen.

  10. Ja, natürlich ist die Sache fragwürdig (in vielerlei Hinsicht) und man sollte meinen, dass ein Minister einfach mehr Vorsicht walten lässt, um unangreifbar und „sauber“ zu bleiben. Mir ging es mehr darum, dass es mir schwer fällt zu akzeptieren, dass eine solche Sache tagelang die Schlagzeilen und ernstzunehmende Nachrichtensendungen bestimmt. Daher mein Schulterzucken: Passiert, dumm, aber leider sehr menschlich.

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