Wer CDU und Merkel wählt, wählt Atomkraft

Wir wählen die Atomkraft (Mr. Burns und Angela Merkel)Erst werden Studien gefälscht (1983), dann welche zurückgehalten (2009). Jedesmal geht es um die Atomkraft und jedesmal steckt die CDU dahinter.

In Studie Nr. 1 ging es um die Eignung des Salzstocks in Gorleben als Endlager für Atommüll, in Studie Nr. 2 geht es um den Neubau von Atomkraftwerken (die dann fröhlich strahlend weiteren Atommüll produzieren). Aber darüber will man in CDU und FDP vor der Wahl offenbar lieber nicht reden. Also hält Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) die aus öffentlichen Mitteln finanzierte Studie lieber zurück.

Schwarz-Gelb nein danke! - Gegen Atomkraft hilft nur grünSelbst Atomkraftbefürwortern muss es doch gruseln bei derart manipulativem und intransparenten Vorgehen. Da wird getäuscht und getrickst – und das, wo es um die Gesundheit der Menschen im Land geht und das über viele, viele Jahre lang.

Alleine den Atomausstieg zu sichern wäre schon Grund genug am 27. September grün zu wählen! Mr. Burns war mir eh schon immer unsympathisch.

Inspiriert von Tills Kurzbeitrag „Wir haben die Atomkraft“.

6 Responses to “Wer CDU und Merkel wählt, wählt Atomkraft”

  1. Was bringt ein Ausstieg aus der Atomkraft, wenn die Nachbarländer nicht mitmachen und vermeintliche Strahlung auch vor Grenzen nicht halt machen würde?
    Warum schneller Aussteigen, wenn man eh schon so viel Atommüll hat, dass man ein Endlager braucht, es also auf ein paar Fässer mehr oder weniger nicht ankommt?
    Was haben Studien zu Gefahren für die Bevölkerung durch Kernkraftwerke für einen Aussagegehalt, wenn sie sich auf Fallzahlen deutlich kleiner als 100 beziehen? Zudem kann keine mögliche Ursache, also eine signifikant erhöhte Strahlung im Umkreis der Kraftwerke gemessen werden.
    Das Ergebnis der Blockadepolitik gegenüber Endlagern ist eben auch, dass die Verfahren zur Findung eines solchen mit fragwürdigen Mitteln beschleunigt werden. Wobei das nicht bewiesen ist und nicht zufällig im Wahlkampf hochgekocht wird.

  2. Das ist echt das typische Argumentationsmuster kleiner Kinder: „Wenn der das darf, dann darf ich das auch!“ Nur weil andere Länder auf eine Hochrisikotechnologie setzen, die wirtschaftlich unnötig und ökologisch unmöglich ist (nein, Atomstrom ist nicht Co2-frei, nur mal den Uranabbau anschauen – da kommen dann noch Menschenrechtsverletzungen erster Güte dazu) und dazu noch ein völlig ungelöstes Endlagerproblem hat, dann müssen wir das nicht auch machen.

    Und die Mähr von den ach so sicheren deutschen Atomkraftwerken kann man an Krümmel, Biblis und Co. ja genau belegen. Einfach mal abschalten. Und zwar schnell.

  3. Toal lächerlich. Irgendeiner muss doch anfangen! Wenn wir alle sagen „Die anderen machen doch auch weiter, verpesten wir die Umwelt doch einfach auch noch.“ Außerdem versucht sich die EU doch zu einigen.
    So oder so, die die sagen „auf ein paar Fässer mehr oder weniger kommts auch nicht an“ sind sowieso die größten Idioten.

  4. Ich sehe das ähnlich wie Du – aber für mich ist das einer der Gründe die SPD und damit auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu wählen, der einer der entschlossensten Verfechter des Atomausstieges ist.

  5. @Jens
    Gabriel wollte doch eigentlich gar nicht Umweltminister werden, sondern viel lieber Wirtschaftsminister. Da gab’s meine ich sogar Zitate von ihm.

    Wirklich glaubwürdig ist er für mich nicht – zumal es unter Rot-Grün ja wohl die Grünen waren, die der SPD den Atomausstieg abgerungen haben. Da gab es ziemliche Gegenwehr.
    Oder willst du etwa behaupten, die SPD stünde fester hinter dem Atomausstieg als die Grünen?

    Abgesehen davon kann man Gabriel außerhalb von Niedersachsen gar nicht wählen.

  6. @Henning:
    Das ist doch egal, was jemand lieber werden wollte. Renate Künast hat sich vor 10 Jahren sicherlich auch nicht vorstellen können, mal die grüne Woche als Landwirtschaftsministerin zu besuchen.

    Ich behaupte übrigens sehr wohl, dass die SPD hinter dem Atomausstieg stehen. Natürlich ist die SPD da durch die Grünen „sozialisiert“ (grünisiert?) worden, aber die Atomgläubigkeit der SPD hat ab 1982 rapide abgenommen. Die SPD hat es in einer – ungeliebten – Koalitionsregierung verstanden das zentrale Thema Atomausstieg zu bewahren bzw. sogar noch forcierter zu thematisieren (Asse, Gorleben, Krümmel).

    Die Grünen bzw. die GAL in Hamburg können mit einem solchen Beispiel nicht aufwarten.

    Natürlich hast Du übrigens recht, dass man Gabriel nicht wirklich selber wählen kann und de facto können ihn wohl auch nur die Wähler in seinem Wahlkreis wählen, da er keinen guten Listenplatz hat. Nichtsdestotrotz sind seine Positionen mehrheitsfähig und wenn ich die SPD wähle und diese Regierungsverantwortung bekommt – dann bin ich mir sicher, dass am Atomausstieg nicht gerüttelt wird.

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