Horst Köhler tritt zurück – weil man ihn kritisiert

Da erfahre ich gerade von einem Kollegen, dass Horst Köhler zurückgetreten ist und lese auf SPON Folgendes:

Paukenschlag in Berlin: Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend zurückgetreten. Als Grund nannte das Staatsoberhaupt die Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz. Er vermisse den Respekt vor seinem Amt.

Das heißt, Köhler tritt nicht wegen seiner Äußerungen zurück, sondern weil man ihn dafür kritisiert.

Naja, jetzt ist er eh weg. Bin gespannt, wer jetzt woher Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Hut zaubert und ob die alte Regel „Das voraussichtlich unterliegende Lager stellt eine Kandidatin auf, das andere Lager einen Kandidaten“ auch diesmal wieder gilt.

10 Responses to “Horst Köhler tritt zurück – weil man ihn kritisiert”

  1. wir haben genügend andere Probleme als Aussagen von Herrn Köhler auf die Goldwaage zu legen. Passt aber wieder in die deutsche Politik, nix verändern,nix besser machen können, aber andere kritisieren um sich wichtig zu machen.
    Ein direkter Rücktritt ist vielleicht eine Überreaktion, aber bei den ganzen Mist der in der Politik verkehrt, hätte ich auch keine Lust mehr.

    Besser mal an die eigene Nase fassen meinen Damen und Herren aus der Politik. So sehe ich schwarz für Deutschland.
    Die Reichen gehen in andere Länder, die Fleißigen wandern aus, die Fähigen fliehen und übrig bleibt was?… Hartz IV, Politik, Pisa und einer Regierung die unser Land “hervorragend” führt.

    Danke Regierung

  2. Naja, die meinungen gehen echt ganz schön außeinander…
    @Max, ich geb dir schon recht, was das mit der Goldwaage anbelangt. Aber sagen sollte man soetwas nicht, wofür gibt es denn die PR leute?
    Interessant auch, was jetzt passieren wird:
    http://bundespraesident-koehle.....-wird.html

  3. Tina Schmidt

    Es ist so, dass Deutschland auch aus wirtschaftlichem Eigennutz in Afghanistan Krieg führt. Aber jetzt die beleidigte Leberwurst spielen, ist jämmerlich. SollHerr Köhler doch zu seinem Wort stehen. Aber, naja, die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Sollte lieber westerwelle seinen Hut nehmen, das wäre effektiver.

  4. Ein Staatsoberhaupt verdint den nötigen respekt. Die Kritik vom einfachen Bürger wird in einer Demokratie tolleriert, Kritik von hochrangigen Politikern ist meineserachtens jedoch inakzeptabel. Politiker die den Bundespräsidenten öffentlich kritisieren schaden dem Ansehen unseres Landes.

  5. Oliver

    Es ist seit Dieter Bohlen, Stephan Raab & Co. leider gesellschaftsfähig geworden, dass jeder mit belanglosem Blöken über Andere herziehen kann.

    Wenn ich in der Berichterstattung Kommentare lese wie „Kanonenboot Horsti“ für den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ist das sowas von unverschämt und respektlos, dass Herr Köhler genau das Richtige getan hat. Glückwunsch.

    Dass die Medien jetzt natürlich wieder den Schuldigen suchen, der sich nicht wehren kann oder will, ist bezeichnend.

  6. Horst Köhler hat seinem Land, seinem Amt und der Gesellschaft großen Schaden zugefügt, entgegen dem Eid den er geleistet hat. In meinen Augen ist er eidbrüchig geworden. Für den Rücktritt aus einem solchen Amt gibt es nur Krankheit und strafrechtliche Gründe, die ja nicht anzunehmen sind.
    Er hat „den Oskar gemacht“ und sich aus der Verantwortung gestohlen.
    Ein Bundespräsident muß mit Anfeindungen fertig wären, das gehört zu seinem Amt. Ich ziehe Parallelen zum Verhalten mancher Banker und mancher Unternehmensleiter.
    Kein Soldat im Kampf für unser Land kann sich so unverantwortlich benehmen und sagen „mir paßt meine Aufgabe nicht mehr“.
    Wie soll man einer jungen Generation Verantwortung abverlangen, wenn das Staatsoberhaupt solch ein schlechtes Beispiel gibt.

  7. Wer weiß, wass sich da hinter den Kulissen abgespielt hat. Ich hoffe nur, dass ich nun mein Schäublonen-T-Shirt nicht wieder aus dem Schrank holen muss.

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