Atomausstieg selber machen und Geld sparen
Als Rot-Grün im Jahr 2000 den Atomausstieg im Konsens mit der Energiewirtschaft beschlossen hat, hatte auch die EnBW zugestimmt. Ein wesentliches Argument für die Energieversorger war dabei die Planungssicherheit. Die scheint nun nicht mehr so wichtig zu sein. Nach RWE für Biblis A möchte nun auch die EnBW längere Laufzeiten für Neckarwestheim I. Damit kündigt sie faktisch den Atomkonsens auf.
Sie wollen acht Jahre länger Atommüll produzieren, der hunderttausende von Jahren strahlt. Acht Jahre länger das Risiko eines atomaren Unfalls. Weil sie einfach noch mehr Geld machen wollen. Langfristig können sie das aber ohnehin nur mit Erneuerbaren Energien, die übrigens auch viel mehr Arbeitsplätze schaffen.
Damit die das schneller verstehen, ist es hilfreich, wenn möglichst viele auf Ökostrom umstellen. Die Preise sind längst konkurrenzfähig, teilweise sind sie sogar unter den Standardtarifen der Stromversorger.
So könnt ihr euren persönlichen Atomausstieg vollziehen und dabei noch Geld sparen. Atomausstieg selber machen heißt daher auch eine Kampagne verschiedener Umweltverbände. Wenn die großen Stromkonzerne schon nicht auf politische Argumente hören, auf schrumpfende Marktanteile und damit Umsatzverluste werden sie reagieren.
Da die Verlängerung der Laufzeiten für Neckarwestheim natürlich insbesondere Baden-Württemberg betrifft, gibt es vom Grünen-Landesverband dazu eine Extra-Website: enbw.gruene-bw.de. Und um auch Freunde zum Geld sparen und Atom aussteigen zu animieren, gibt’s hier noch passende e-Cards.
Am 22. Dezember 2006 um 01:15 Uhr
Ich sag’s ja ungern — aber irgendwie scheint das mit der Subdomainkompetenz bei den BaWü-Grünen nicht mehr so ganz hinzuhauen. Derzeit wird (in Firefox 1.5) jedenfalls 6 von 9 Frames mit der selben — nicht dafür gedachten — Seite geladen. Zum Glück gibt’s die Infos auch andersweitig: nämlich hier: http://www.gruene-bw.de/index.php?id=5109
Am 22. Dezember 2006 um 04:23 Uhr
Also, wir haben bei uns zu Hause schon seit längerem keinen Strom mehr von den Leipziger Stadtwerken sondern von Greenpeace Energy. Hängt sogar ein Schild bei uns an der Tür: “Atomstromfreie Zone”…
Was soll ich sagen: Es tut kein bisschen weh! :-)
Am 22. Dezember 2006 um 08:19 Uhr
Wir haben am Mittwoch zu Lichtblick gewechselt.
Am 22. Dezember 2006 um 13:10 Uhr
Ich beziehe ortsbedingt hauptsächlich Strom aus Importsteinkohle, aber wenn ich mit Energiewechselgedanken spielen würde, dann wäre mir Atomstrom lieber. So sehr ich mittlerweile in vielen Punkten den Grünen zustimme, bei der Energiepolitik finde ich sie unverantwortlich. Diese Atomausstiegseuphorie kann ich in Zeiten von CO2-Problematik, steigenden Ölpreisen und wachsendem Energiehunger der asiatischen Schwellenländer nicht recht nachvollziehen.
Am 22. Dezember 2006 um 16:29 Uhr
Wir sind seit Anfang des Jahres Kunden der Stadtwerke Hannover mit dem Tarif “enercity Strom & Natur 100″, in Zusammenarbeit mit der Naturstrom AG (der Tarif ist bundesweit erhältlich).
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum nicht mehr Kunden wechseln. Eine schmerzlosere Methode für den Verbraucher, den Umweltschutz zu fördern, gibt es wohl nicht.
@niels: Unverantwortlich ist doch wohl eher der Atomstrom. Der CO2-Ausstoß lässt sich auch ohne Atomstrom verringern, es fehlt bloß der politische Wille. Und bei den Strompreisen lässt sich die Regierung sich von den Stromkonzernen auf der Nase herumtanzen.
Ach es ist ein weites Feld, und so frustrierend …
Am 22. Dezember 2006 um 16:58 Uhr
Wo hier schon alle ihre Anbieter loben — wir sind mit den gerade mit dem Preis der Arbeit ausgezeichneten Elektrizitätswerken Schönau sehr zufrieden. Sowohl in ökologischer Hinsicht, als auch in preislicher, als auch, weil EWS als ziemlich kleines Unternehmen sehr kundennah ist, und die rebellische Herkunft (BürgerInnen des Ortes Schönau kaufen ihr Stromnetz, statt den nächstens Konzessionsvertrag zu übernehmen) auch noch in der einen oder anderen Form sichtbar ist.
Am 22. Dezember 2006 um 17:04 Uhr
((Irgendwie scheint dieser Kommentar nicht erscheinen zu wollen?!))
Wo hier schon alle ihre Anbieter loben — wir sind mit den gerade mit dem Preis der Arbeit ausgezeichneten Elektrizitätswerken Schönau sehr zufrieden. Sowohl in ökologischer Hinsicht, als auch in preislicher, als auch, weil EWS als ziemlich kleines Unternehmen sehr kundennah ist, und die rebellische Herkunft (BürgerInnen des Ortes Schönau kaufen ihr Stromnetz, statt den nächstens Konzessionsvertrag zu übernehmen) auch noch in der einen oder anderen Form sichtbar ist.
Am 26. Dezember 2006 um 20:11 Uhr
EnBW für Atomausstieg – später…
Utz Claaßen ist Chef der EnBW. Die will ihre Atomkraftwerke länger laufen lassen. Angeblich, um das Klima zu schützen, aber wohl eher für ein paar Milliarden höhere Gewinne oder auch “frei werdende Liquidität”,…
Am 6. Januar 2007 um 18:58 Uhr
Hallo !
Also ich bin schon seit 2001 Kunde bei Lichtblick, weil ich u.a. auch den Wettbewerbsgedanken im Strommarkt sehr gut finde. Wenn es dann auch noch ein atom- und kohlestromfreier Anbieter ist, um so besser ! Jetzt kommt häufig das Argument: Physikalisch gesehen ist es ja kein Unterschied, mag sein, aber es geht auch um die Reduktion des Profites der großen Energiekonzerne, die mit Klima- und Umweltschutz nicht sonderlich viel am Hut haben. Sonst würden sie nicht ihre CO2- Emissionrechte in den Strompreis einkalkulieren, obwohl sie sie umsonst (!) bekommen haben. Einfach unmöglich so ein Verhalten ! Mag sein, das die Atomkraftwerke nicht sofort angeschaltet werden können, aber ausgerechnet die Laufzeit für einen alten Meiler verlängern zu wollen finde ich nicht verantwortlich! Zudem finde ich es einen ökologischen Skandal das der sogenannte SPD-Umweltminister der Braunkohlelobby 14 Jahre lang umsonst (!) die CO2- Zertifikate schenkt. Und das bei dem immer sichtbarer werdenen Klimawandel. Es wird einfach Zeit, dass immer mehr Leute zu Ökostromanbietern wechseln, wenn es auch bisher nur einen symbolischen Charakter hat.
Am 7. Januar 2007 um 18:50 Uhr
Ich stimme Stefan zu. Ich bin vor 4 Monaten auch zu Lichtblick gewechselt.
Am 18. Januar 2007 um 17:51 Uhr
Hallo,
ich möchte auch zu Lichtblick wechseln. Meine Prämie soll dabei in den Regenwaldschutz gehen (kann man sich aussuchen), nur muß ich dafür angeben, wer mich dafür geworben hat.
Die von euch, die bei Lichtblick Kunden sind, bitte ich für diesen guten Zweck mir die Kundendaten zu schicken. Gern erstmal nur Kontakt aufnehmen – aus Spamschutzgründen hier nur diese “Fun-Mail-Adresse”; wer sich bei mir meldet, erfährt natürlich dann auch meinen ganzen Namen usw.
68346 (a) sags-per-mail.de
Danke!!
Jens
Am 19. Juni 2007 um 10:18 Uhr
Global denken, lokal handeln: Tupperpartys…
Tupper-Party für Stromkunden: Die Leipzigerin Ulla Gahn organisiert Feten, auf denen Verbraucher ihren Energieanbieter wechseln können. Nun gibt es sogar Unterstützung durch Bundesprominenz.
Super Sache! Wir haben im Wahlkampf auch schon…
Am 7. Juli 2008 um 20:21 Uhr
Unglaublich die neuerliche Diskussion! Wechseln, wechseln, wechseln kann ich da nur sagen sonst werden wir den Atomausstieg nie erleben!?!?!
Am 12. Oktober 2009 um 10:25 Uhr
Hallo,
ich bezweifel, dass man klar sagen kann vorher der Strom kommt, der bei einem zu hause aus der Dose kommt, es ist doch im Grunde ein riesen Stromnetz. Gruss Henri
Am 12. Oktober 2009 um 11:57 Uhr
@Henri
Physisch gesehen kann man nicht sagen, woher der Strom kommt, wenn er aus dem normalen Stromnetz kommt und man nicht selbst seine Solarzellen auf dem Dach oder seine Biogasanlage im Keller hat.
Aber die entscheidende Frage ist doch, wohin das Geld für den Strom fließt. Wenn das an Ökostromanbieter fließt, wird letztlich mehr Ökostrom verkauft.
Am 13. März 2011 um 15:22 Uhr
[...] hoffe, dass viele Menschen angesichts der Ereignisse in Fukushima auch endlich ihren Stromanbieter wechseln. Es ist nicht schwer, es ist ganz einfach. Ein Formular, der Jahresverbrauch und (etwas [...]