Video-Podcast #006: Facebook vs. StudiVZ
Video-Podcast Nr. 006 ist da. Es geht um Social Networks, genauer gesagt vor allem um Facebook und StudiVZ. Unterschiede, Userzahlen, Zukunftspotentiale,… und am Rande auch ein bisschen Xing.
Außerdem hab ich erstmals auch – endlich! – ein kleines Intro und einen Abspann. Noch ohne Ton, aber das kommt bestimmt auch irgendwann. Mit ziemlich genau vier Minuten ist es einer der längeren geworden, aber ich denk, es geht noch.
Viel Spaß – und ich freu mich auf Kommentare!
Hm, an der Kompression muss ich mal noch arbeiten. Das hat jetzt der Windows Movie Maker gemacht. Aber ich kann auch nicht einfach über 400 MB hochladen – nicht über die WG-Leitung.
Am 14. Juli 2009 um 10:15 Uhr
Du bringst mich da grade auf einen Aspekt der Entwicklung und des Selbstverständis von Facebook und studiVZ: Facebook war am Anfang nur Harvard, aber hat sich mittlerweile auf die ganze Welt ausgebreitet und auch auf alle Bevölkerungsgruppen. StudiVZ war von Anfang an für den ganzen deutschsprachigen Raum, aber hat mittlerweile für Nichtstudenten und Schülern jeweils eigene Communities “abgespalten”.
Am 14. Juli 2009 um 14:08 Uhr
Hm, das stimmt. Aber die Communities sind ja teilweise miteinander verknüpft. Würden die Leute nur vom StudiVZ zum meinVZ abwandern, würde ich sie als Kontakte behalten.
Es gibt aber einige, die ihre StudiVZ-Profile löschen. Direkt als Reaktion auf den Podcast haben mir zwei davon erzählt, dass sie kürzlich ihre StudiVZ-Profile gelöscht haben.
Mal ganz abgesehen davon, dass im StudiVZ viele nicht mehr mit ihrem richtigen bzw. ihrem vollen Namen vertreten sind, was den Nutzern auch ziemlich mindert.
Am 14. Juli 2009 um 14:43 Uhr
Twitter-Nutzung größer als erforscht…
Auf w3b.org wird eine Studie von Fittkau & Maaß vorgestellt in der es um Twitter bzw. um Microblogging geht. Hauptaussage: Twitter nutzt keine Sau.
Etwas sachlicher ausgedrückt sind es laut der Studie 3,2 %, die Twitter mindestens einmal…
Am 14. Juli 2009 um 18:27 Uhr
huhu, di sprichst von Enormen zahlen deiner bekannten und legst deine Meinung nur an hand der Mitglieder fest ich denke das ist noch ok. kennst du alle mitglieder? persönlich oder durch regen schreibverkehr. Das ist doch garnicht möglich warum mehr “freunde” haben das sollte doch garnicht das ziel sein.
wenn du willst und alles addest was du siehst kannst du locker über 1k freundschaften knüpfen.
Ich halte weder von Facebook noch von VZ etwas ich habe mal eine Studie über schüler vz geschrieben. Das ist für mich kaum etwas anderes wie Extremster Voyeurismus böse böse …. naja so on ;)
Am 14. Juli 2009 um 18:45 Uhr
@Christian
Ja, ich stütze meine Beobachtungen nur auf mein Umfeld, auf meine Kontakte in den entsprechenden Netzwerken. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber ich glaube, dass der Trend jedenfalls verallgemeinert werden kann.
Was die Anzahl der Kontakte angeht: Mir geht es nicht darum, so viele wie möglich zu haben. Ich habe in Facebook 76 offene Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht kenne und daher nicht bestätige (14 in StudiVZ und acht in Xing).
Aber für mich ist es auch kein Kriterium, dass ich mit den Leuten “regen” Schreibverkehr haben muss. 95 % der Leute kenne ich persönlich. Die restlichen teilweise nur online oder auch per Telefon. Aber das waren in der Regel dann auch mehrere “Kommunikationen”.
Ich denke, es ist auch nicht besonders ungewöhnlich so viele Kontakte zu haben, wenn man – wie ich – in der Politik aktiv ist, an der Uni ehrenamtlich aktiv war und sich noch dazu aktiv in der Web-Szene rumtreibt und zwischendrin auch in Teilzeit im Vertrieb gearbeitet hat.
Mir ging’s nur um den Vergleich der Zahlen in den Social Networks – auch wenn ich es nicht schlecht finde, ein breites Netzwerk zu haben. Kann sehr hilfreich sein.
Zum Stichwort Voyeurismus: Da fehlt dann aber die andere Seite mit dem Exhibitionismus. Außerdem stellt sich da die Frage, wo Exhibitionismus und Voyeurismus eigentlich anfangen und wo sinnvolle Informationen aufhören? Und was ist eigentlich sinnvoll? Kann auch Privates sinnvoll sein?
Ich glaub, die Voyeurismus/Eyhibitionismus-Diskussion hat da viel Potential für abendfüllende, eher philosophische Diskussionen. :-)
Am 15. Juli 2009 um 00:30 Uhr
Facebook hat einfach deswegen aufgeholt, weil man dort das gesamte Adressbuch seines E-Mail-Accounts importieren kann, um Leute zu finden und die “Freundschaft” anzubieten, und nicht weil es besser ist.
Facebook ist inzwischen total überfrachtet, das Erfolgsrezept von StudiVZ liegt eben in seiner Einfachheit.
Am 15. Juli 2009 um 00:42 Uhr
@Johny
Und warum bleiben die Leute dann dabei? Und vor allem: warum löschen Leute, die bei Facebook und StudiVZ sind, ihren StudiVZ-Account? Genau das wurde mir zweimal als gerade stattgefunden berichtet als Reaktion auf diesen Podcast.
Wie gesagt: Ich checke mehrfach am Tag Facebook, aber nicht StudiVZ. Warum auch? Da passiert ja kaum was.
Das Erfolgsrezept vom StudiVZ war übrigens vor allem, dass sie so schnell wie möglich versucht haben, an jeder Hochschule eine kritische Masse herzustellen. Irgendjemand hat mir mal gesagt, dass sie mind. 100 pro Uni angepeilt haben. Außerdem gab es mit den ehrenamtlichen Campus Captains Ansprechpartner vor Ort. So haben sie sehr schnell eine enorme Marktdurchdringung erreicht, wodurch für später kommende die Mitgliedschaft um so attraktiver war – weil eh schon jeder drin war.
Am 15. Juli 2009 um 19:30 Uhr
Erstmal: Sehr interessanter Podcast. Bei mir sieht das Ganze irgendwie anders aus. Bin selbst auch Student und habe in studiVZ etwa doppelt so viele Freunde wie in Facebook. Mir gefällt an studiVZ vorallem die schon angesprochene Einfachheit. ich kann schnell schauen, was meine Freunde (hauptsächlich in meinem Alter) machen. Und kann sie ggf. anschreiben. Bei Facebook stören mich die Möglichkeiten ;) Es gibt zu viele. Die ganzen Quiz-Spiele, Umfragen, Applikationen und so weiter. Zwar merke ich auch, dass sich immer mehr meiner Freunde anmelden, aber diese sind dann meist sehr inaktiv. Auch überprüfe ich Facebook viel seltener als studiVZ…
Die Tatsache, Tweets in Facebook zu diskutieren finde ich jedoch sehr gut und wird bei mir auch gemacht. Zusammenfassend muss ich sagen: Es gibt einfach zu viele – abgekapselte – Netzwerke.
Am 15. Juli 2009 um 23:15 Uhr
Plattform? Der Herr denkt hier aber sehr stark an meine Diplomarbeit… ;-)
Am 16. Juli 2009 um 23:15 Uhr
@Maximus
Das hat mich tatsächlich etwas inspiriert zu dieser Formulierung. :-)
@Andi
Was siehst du denn in StudiVZ groß, was die Freunde machen? Da sieht man doch in Facebook viel mehr – vorausgesetzt natürlich, die Freunde sind da drin. Das sehe ich derzeit als größten Wettbewerbsvorteil vom StudiVZ – dort ist (noch) die größere Masse und die Netzwerkeffekte schlagen somit voll durch.
Am 20. Juli 2009 um 18:19 Uhr
Und prompt les ich heute bei Twitter die Meldung Facebook überholt StudiVZ und wkw.
Scheint also was dran zu sein… :-)
Am 4. August 2009 um 00:22 Uhr
Es ist soweit: Facebook hat Xing überholt: 607 zu 606. Das ging schnell. StudiVZ ist bei 569, das holt nicht mehr auf.
Am 25. August 2009 um 12:05 Uhr
soziale netzwerke: studivz scheint das rennen gegen facebook endgültig zu verlieren – xing behauptet sich jedoch gegen linkedin
schreibt die faz heute
http://www.faz.net/s/RubE2C6E0.....ntent.html
Am 25. August 2009 um 14:41 Uhr
Wundert mich alles gar nicht – und LinkedIn ist echt Mist. Macht definitiv keinen Spaß, sich da aufzuhalten.
Am 11. Oktober 2010 um 21:29 Uhr
Besucherzahlen von Social Networks: VZ ade!…
Oft wurde mir die Frage gestellt, wie wohl der Kampf zwischen Facebook und studiVZ ausgehen wird. Da war längst klar, dass Facebook den Vorsprung vom studiVZ sehr schnell eingeholt hat und über immense Wachstumsraten verfügt. Allerdings …
Am 3. November 2010 um 21:35 Uhr
[...] Gedanke, dass Facebook zu so einer Art Betriebssystem wird, den nach mir (siehe 1:20 min in diesem Video) ein halbes Jahr später auch Ibo hatte, wird derweil immer [...]