Jahr-Wort
Donnerstag, den 20. September 2007Spätestens, allerspätestens, ach was, allerallerspätestens, jetzt ist Frau Dr. Gabriele Pauli aus dem Rennen für den CSU-Vorsitz.
| schuerig.org · schuerig.com · schuerig.biz |
Spätestens, allerspätestens, ach was, allerallerspätestens, jetzt ist Frau Dr. Gabriele Pauli aus dem Rennen für den CSU-Vorsitz.
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla möchte, dass künftig nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland Kruzifixe in Schulen, Gerichten und Behörden aufgehängt werden.
SPON zitiert ihn wie folgt:
“Als Partei, die das Christliche im Namen trägt, wollen wir, dass das Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum erhalten bleibt”, sagte Pofalla der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”
Verstehe ich etwas falsch, wenn ich mir unter Erhaltung keinen Ausbau vorstelle? Gerade wenn die Menschen sich immer mehr von der Kirche abwenden, entspricht ein Ausbau des Bekenntnisses zum Christentum überhaupt nicht dem Willen der Bevölkerung, sondern ist gegenläufig.
Bei der eigenen Mitgliedschaft ist er aber tolerant:
Pofalla betonte allerdings, dass auch die CDU immer mehr Mitglieder habe, die keiner der beiden großen Konfessionen in Deutschland angehören. “Meine Partei ist offen …
Gerhard Schröder am 18. September 2005: Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Frau Merkel bei dieser Sachlage einginge, in dem sie sagt, sie möchte Bundeskanzlerin werden. Also, ich meine, wir müssen die Kirche doch mal im Dorf lassen. Die Deutschen haben doch in der Kandidatenfrage eindeutig votiert. Das kann man doch nicht ernsthaft bestreiten.
(ARD/ZDF, 18. September 2005 – nach der Bundestagswahl, Quelle: Wikiquote)
SPON heute am 29. August 2007, also zwei Jahre später: Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte ihren Vorsprung laut einer Forsa-Umfrage für den “Stern” und RTL in der Kanzlerpräferenz weiter ausbauen. Auf die Frage, wen die Bürger direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich 57 Prozent für die CDU-Vorsitzende und nur 15 Prozent für …
Der grüne Star. So lautet der Titel eines Porträts über den grünen Oberbürgermeister von Tübingen in der Zeit: Boris Palmer.
Schon oft war er hier im Blog Thema. Frank Drieschner beschreibt in der Zeit, was Boris Palmer anders macht. Ich finde den Artikel sehr lesenswert und möchte ihn euch daher empfehlen. Schon der Einstieg ist nett geschrieben. “Was? Der?” :-)
Dank an Ariane für den Linktipp!
Bei Jan Theofel habe ich eben diese Karikatur von Christian Hayungs entdeckt. Wolfgang Schäuble und das Internet:

Ich wollt’s ja schon alleine wegen der Karikatur bloggen, aber dann habe ich den Hintergrund dieser Karikatur erfahren. Offensichtlich (ein MP3-Mitschnitt liegt vor) hat Wolfgang Schäuble folgendes von sich gegeben:
Meine laienhafte Vorstellung, dass das Internet sowas ähnliches sei wie eine Telefonanlage, das stimmt eben lange nicht mehr […] das wäre ja gar nicht gut, wenn der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz ein Online-Experte wäre.
Meine laienhafte Vorstellung, dass der Innenminister und der Verfassungsschutz-Präsident so etwas wie Verantwortung hätten und einen Hauch Ahnung davon haben sollten, was sie tun, stimmt …
Das hat mich gerade doch etwas umgehauen. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli will für den CSU-Vorsitz kandidieren. Pauli kandidiert damit gegen Erwin Huber und Horst Seehofer. Der Machtkampf in der CSU um die Nachfolge von Edmund Stoiber im Parteivorsitz wird damit um eine schillernde Komponente reicher.
Meiner Ansicht nach schadet das Huber kein bisschen, daher reagiert er auch betont gelassen. Seehofers Chancen sinken durch Paulis Kandidatur ziemlich sicher. Zwei Außenseiter-Kandidaten nehmen sich beim Parteitag doch sicher gegenseitig die Stimmen weg.
Ministerpräsident will außer Günther Beckstein aber wohl keiner werden. Höchstens Stoiber.
Quelle: Welt online
Kinder interviewen Politiker. Wer das unspannend findet, der kann sich von folgendem Video eines Besseren belehren lassen. Die Kinder befragen Guido Westerwelle (FDP), Christian Ströbele (Grüne), Michael Glos (CSU), Peter Struck und Brigitte Zypries (beide SPD) zum Thema Internet.
Eines der Highlights: “Browser? Was sind jetzt nochmal Browser?” Sehr schön auch wie Struck staunt als eine der Kleinen ihm erzählt, dass sie selbst schon Homepages gestalten kann. Allerdings hatte ich beim Ströbele irgendwie gedacht, dass er im Netz aktiv wäre.
Glos sucht inzwischen auch mal ein paar ältere Artikel im Netz, was vor kurzem noch seinen Mitarbeitern vorbehalten war. Und Westerwelle vergleicht Computer mit nem Hammer.
Aber seht doch einfach selbst. Sind nur 2,5 Minuten und die Kinderreporter sind super!
Die Universitätszeitung “The Crimson” nannte ihn “Harvards erfolgreichsten Studienabbrecher”. 1975 verließ der 19-jährige Bill Gates die Elitehochschule ohne Abschluss. Jetzt überreichte Harvard dem Microsoft-Mitgründer den Ehrendoktor. “Ich warte seit mehr als 30 Jahre darauf zu sagen: ‘Dad, ich habe dir immer gesagt, dass ich wieder komme und meinen Abschluss hole’”, beginnt Gates seine Rede. Sein Dad (ebenfalls Bill), der im Publikum sitzt, vernimmt’s mit väterlicher Genugtuung. Das Publikum bricht in Gelächter aus.
Quelle: SPON, Hervorhebung von mir
Das war schon immer mein Plan B, wenn ich mal das Studium abbrechen sollte. :-)
Aber die väterliche Genugtuung für sowas gibt’s eben immer erst am Ende. Von daher geh ich mal doch lieber auf Nummer sicher und mach weiter.
Aber heute nicht mehr. Die Sonne …
Jetzt droht Horst Seehofer, der ja CSU-Vorsitzender werden will, seinen “Parteifreunden” mit Enthüllungs-Storys über ihr Sex-Leben.
Offenbar nach dem Motto “Wie du mir, so ich dir”, denn Seehofers Affäre kam ja auch ganz plötzlich in die Medien, nachdem er seine Kandidatur für den CSU-Parteivorsitz angekündigt hatte.
Allerdings manövriert er sich meiner Ansicht nach mit sowas erst richtig ins Aus. Entweder macht er das jetzt alles öffentlich – oder er schweigt. Sonst riecht das sehr nach Erpressung.
Aber eigentlich braucht es mich nicht zu wundern, dass mir keiner der Kandidaten für den CSU-Parteivorsitz passt.
Aufmerksam drauf geworden durch Spreeblick.
Schon wieder wurde Volker Beck in Moskau beim Gay Pride von der russischen Regierung festgesetzt.
Schon vor einem Jahr wurde er bei der gleichen Veranstaltung mit Steinen beworfen, getroffen und trotz Diplomatenausweis von der Polizei festgesetzt. Das war einer meiner ersten Blogeinträge hier.
Offenbar hat sich diesbezüglich in Russland nichts verbessert.