Happy birthday, Umweltministerium!

20 Jahre Umweltministerium
Das Bundesumweltministerium wird 20. 41 Tage nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurde es gegründet, vor allem um die Bevölkerung zu beruhigen.
Auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel war mal Bundesumweltministerin. Laut einem taz-Artikel vom 06.06.06 (ja, ich kann die Zeitung der Zukunft lesen) erstellte „sie eine schwarze Liste mit aufmüpfigen Mitarbeitern des Umweltbundesamtes und untersagte ihnen Kontakte zu Parlamentariern. Merkel schätzte die fortschrittlichen grünen Gedanken nicht.“
Lob bekommt in dem Artikel der bisher einzige grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Zwar hat auch er die Probleme nicht in den Griff bekommen (wie soll das auch so schnell gehen?), doch hat er mit Ökosteuer, Erneuerbaren Energien und einem neuen Naturschutzgesetz einiges erreicht. Umweltpolitisch wichtige Kompetenzen wie Energieeffizienz hat dagegen nach wie vor der Wirtschaftsminister. Und genau das will Sigmar Gabriel (SPD), der aktuelle Umweltminister werden. Ob er das der Umwelt zuliebe anstrebt?
Immerhin gibt es das Ministerium noch. Die CDU plante für die Zeit nach der Bundestagswahl 2005 schon ohne. Wird Zeit, dass Gabriel Wirtschaftsminister wird, dann kann wenigstens wieder jemand wie Klaus Töpfer (CDU) oder Trittin die Umweltpolitik übernehmen. Die Bilanz von Töpfer war der CDU allerdings offenbar zu gut. Daher durfte er 1994 dann auch nach sieben Jahren als Umweltminister ins Bauressort wechseln. Dafür kam dann Merkel.

Umweltschutz aktuell
Nicht alle finden es gut, dass bei Umweltschutz heute sehr viel über Arbeitsplätze gesprochen wird. Natürlich wäre es schön, wenn sich auch ohne andere Argumente die Mehrheit der Bevölkerung dem Umweltschutz verpflichtet fühlen würde (und da gehört mehr dazu als bei einer Umfrage das als wichtiges Thema anzugeben). Aber auf absehbare Zeit kriegen wir die Mehrheit nicht dazu aus ökologischen Gründen weniger Auto zu fahren. Aus ökonomischen Gründen tun sie das. Also muss man ökonomische Anreize setzen – wie mit der Ökosteuer geschehen – damit etwas passiert. Was für den einzelnen Haushalt gilt, gilt auch für die Volkswirtschaft. Der Mehrheit der Abgeordneten im Parlament kann man Umweltschutz pur schwer verkaufen, aber man braucht ihre Zustimmung. Und da Umweltschutz nun mal auch Arbeitsplätze schafft, wäre es töricht dieses Argument nicht stark in den Vordergrund zu rücken. Wichtig ist doch, dass etwas passiert.

Hoffen wir, dass auch Umweltschutz pur als Argument wieder mehr zählt. Solange aber wissen wir, dass wir andere Argumente finden müssen. Überzeugen kann ich politische Gegner nicht mit meinen Argumenten, sondern mit ihren.

Der neue Tag beginnt mit Vögeln

Es beginnt ein neuer Tag,
die Vögel sind schon laut zu hören.
Auch wenn ich es nicht so mag,
da sie meinen Schlaf damit stören.

Singen sie mich in den Schlaf,
soll ich ihnen dankbar sein dafür?
Daran hab ich kein‘ Bedarf,
also bleibt bitteschön weg von hier.

Selber schuld, so lange wach.
Früher ins Bett wär gut gewesen,
dann wär jetzt nicht dieser Krach.
Nun aber genug gelesen.

Die Müdigkeit, sie macht sich breit,
es wird auch Zeit, ich bin bereit.

Fußballerei

Ich kann der ganzen WM ja nichts abgewinnen, aber gerade deshalb muss ich hier nochmal ein paar Fundstücke zum Thema präsentieren:
Für Geld, da kannst du alles kaufen, auch Leute, die dem Ball nachlaufen. (Quelle)

In Köln und Dortmund gab es getürkte Flugblätter mit Verhaltensregeln in der WM-Bannmeile. Ein Beispiel: „Wenn Sie beim Einkaufen gezwungen sind Fremdprodukte zu kaufen, so achten Sie auf dem Nachhauseweg darauf diese nicht offen zur Schau zu stellen.“ War nur Satire, aber auch nicht so weit weg von der Realität. Hyundai ist offizieller Autoausrüster der WM. Auch Busse stellen sie her, doch werden die dummerweise nicht nach Europa importiert. Was macht man also? Man nimmt Busse von Mercedes, klebt Hyundai rauf und montiert den Stern aus dem Lenkrad. Kein Witz.

Mein Studiengebühren-Satire-Video

Ich habe ein Satire-Video zum Thema Studiengebühren gemacht. Genau genommen habe ich den Text geschrieben und die Bilder dazu rausgesucht. Mit Hilfe von Simon Müller (Schnitt) und Andy Schmitt (Sprecher) wurde ein Video draus.
Produziert wurde es für meinen Landtagswahlkampf in Göppingen, aber bis auf die letzten Sekunden merkt man davon nichts. Es geht um Studiengebühren und zwar auf eine lustige Art und Weise. Das Video ist nicht mehr ganz neu, aber da ich durch den Blog viele neue Leser habe, die meine Website henningschuerig.de oder meine Website zur Landtagswahl gar nicht kennen, wollte ich hier nun auch die Neuen damit beglücken.

Viel Spaß und: weiterverbreiten!

Update: Das Video gibt’s jetzt bei YouTube.

Update 2: Das Video hat jetzt seine eigene Domain – und zwar studiengebuehrenvideo.de.