Heinz Erhardt wird heute 100 Jahre alt – oder wäre es geworden, wenn er noch lebte – und mein Blog erreicht mit diesem Tag ein Alter von 1000 Tagen.
Ich könnte jetzt lange Reden schwingen über das, was sich da so im Laufe der Zeit verändert hat – und was gleich geblieben ist – doch ich ziehe aus Vernunftgründen den Gang ins Bett vor. Ich wollte nur mal fragen, ob es Bedarf zum Feiern gibt. Der nächste Jahres-Geburtstag, der Dreijährige, wäre am 27. Mai.
Wäre ja nun durchaus im Bereich des Möglichen, dass es da bei den hier Anwesenden Feierbedarf gibt, der dann jetzt kundgetan werden sollte… :-)
Ich wollte nicht gleich am ersten Tag dafür werben, sondern erstmal ein paar Einträge abwarten. Ein typischer Anfängerfehler beim Bloggen ist ja einen Beitrag á la “Hallo Welt, ich blogge nun auch” zu schreiben und dann alle darüber zu informieren. Hatte ich auch gemacht. Dummerweise war noch nichts zu sehen und ein Großteil kam sicher nie wieder.
Nun haben auch die Grünen in Baden-Württemberg nen Blog und ich wollte eben wie gesagt ein paar Einträge abwarten. Aber was dann kam, hat mich echt überrascht. Der Blog ist am 9. Februar gestartet und hat bereits neun Einträge – und dann auch noch gute.
Aber auch die Folgeeinträge sind durchaus gelungen und es sind bereits einige rege Diskussionen im Gange, z.B. um die Frauen-Quote. Anlass waren Statistik-Tricks, die die Frauenanteile der Parteien in den Kommunalparlamenten in einem falschen Licht erscheinen ließen.
Auf jeden Fall absolut lohnenswert den Blog zu verfolgen – vor allem natürlich für politisch Interessierte aus Baden-Württemberg. Dem Autoren-Team gehöre ich auch an – und daneben einige prominentere und weniger prominente grüne Köpfe aus dem Ländle. Eine gute Mischung wie ich finde.
Wörter, die töten können: Arbeitsmarktunvollkommenheitsfunktion und Gleichgewichtsrealeinkommensabweichungsparameter gehören definitiv dazu. Insbesondere letzterer muss sprachlich betrachtet als ganz schweres Geschütz betrachtet werden.
Mathematisch betrachtet ist letzterer allerdings recht einfach und hat bei uns in den letzten Tagen beim Lernen sogar schon den Spitznamen “Zauberformel” bekommen. Damit ließ sich so manches rätselhafte Verhalten gewisser Kurven oder Geraden plötzlich auf wundersame Art und Weise erklären.
Aber morgen ist der Spuk dann auch vorbei. Da sind wir nochmal auf der Jagd nach dem indifferenten Nachfrager – obwohl der gar nichts getan hat als sich nicht entscheiden zu können – aber dann war’s das auch. Vorbei mit dem Berechnen der Steigung der Ableitung der Veränderungsrate von irgendwas. Vorbei mit diesen ganzen Formeln voller Buchstaben, wo man sich schon fragt, wozu man in der Grundschule eigentlich Zahlen gelernt hat.
Die letzte Prüfung im Studium. Die allerletzte. Und wohl auch die mit den längsten Wörtern. Um so wichtiger, dass man nicht in der mündlichen (Nach-)Prüfung landet.
Altern und Diplomarbeit – wie sich die Lebensphasen mancher Blogger doch ähneln. Kaffee – und Energy-Drinks – sind bei mir derzeit auch ein ganz großes Thema.
Bis Montag allerdings noch prüfungsbedingt, danach geht’s wieder nur um die Diplomarbeit. Und da muss ich dann auch mal ein paar große Schritte machen.
Liegt das jetzt an meinem Handy oder an o2, dass ich seit ein paar Tagen jeden Anrufversuch in der Regel zwei Mal durchführen muss? Beim ersten Mal kommt erst nur “Rufaufbau” im Display, vom Ton her meist nichts und dann ist’s vorbei. Das Handy ist wieder im gleichen Zustand wie bevor ich “Abheben” gedrückt habe.
Hab das HTC Touch Diamond – seit ein paar Monaten – und hatte diese Probleme bisher nicht. Ist das jetzt ein Problem im Netz von o2 (vielleicht auch nur in Stuttgart?) oder eines vom Handy? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Ich konnte Michael Glos schon nicht leiden als er noch CSU-Landesgruppenchef war. Aber da passte er wenigstens irgendwie noch zu seinem Job. Seit er Wirtschaftsminister ist, hab ich eigentlich immer nur gehofft, dass er so schnell wie möglich abgelöst wird.
Das ist ja nun auch geschehen. Den Neuen, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg – oder auch Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg – kenne ich noch nicht wirklich. Bis der vor drei Monaten CSU-Generalsekretär wurde, hatte ich noch nie bewusst von ihm gehört. Und das hat sich seitdem auch eigentlich nicht geändert. Außer dass er CSU-Generalsekretär ist und ein stark außenpolitisches Profil hat, weiß ich nichts groß von ihm. Aber schlimmer als der Glos kann er nicht sein.
Sonst weiß ich auch nicht groß, was ich zu dieser Personalie sagen soll. Erst wird der Rücktritt von Seehofer und Merkel verweigert – dann nehmen sie ihn doch an. Dieses Hin und Her hätten sie sich sparen können. Dass Glos von Anfang an gar nicht Wirtschaftsminister werden wollte, ist ja nichts Neues* und war ihm tagtäglich anzumerken – wenn man ihn denn überhaupt bemerkt hat. Aber echt schlimm, dass die große Koalition jemanden zum Wirtschaftsminister ernennt (und 3,5 Jahre hält), der das weder sein will, noch kann.
Hoffen wir, dass der Außenpolitiker mit den vielen Vornamen – und mit von und zu noch dazu – das besser hinkriegt. Brauchen können wir’s ja nun wirklich. Ob der Guttenberg merkt, dass er Klimawandel und Wirtschaftskrise zusammen denken muss?
* “Ich hoffe, dass es meinem Land nie so dreckig geht, dass es auf Leute wie mich zurückgreifen muss.” Mit diesen Worten wies er Pläne von sich, Minister in einem Kabinett Merkel zu werden. (SPON)
60 Jahre DDR – wenn alles anders gekommen wäre, dann hätte es dieser Tage vielleicht folgende Ausgabe der “Aktuellen Kamera” gegeben. Oder ist es tatsächlich anders gekommen? Wenn man an Überwachung und Verstaatlichung denkt, ist man sich da derzeit nicht immer sicher…
Gestern habe ich bei einem landesweiten Wahlkampf-Seminar so etwa 70 Minuten was zu den Chancen und Möglichkeiten für Kreisverbände und Kandidaten vor Ort erzählen sollen – inklusive Fragen.
Ich hab erst einleitend was zu Web 2.0 ganz allgemein erzählt. Was das ist, was es nicht ist und vor allem eben, dass da der User im Mittelpunkt steht.
Dann natürlich auch etwas zu den Zielen des Web-2.0-Einsatzes in der Politik. Das lässt sich einteilen in interne und externe Ziele. Intern geht es darum, dass man leichter Gleichgesinnte findet, z.B. wenn man Parteimitglieder sucht, die einen Antrag mitunterstützen. Extern gibt es einerseits Polit-Marketing und andererseits Partizipationsmöglichkeiten für die Bürgerschaft.
Dann habe ich noch Blogs, Twitter und Facebook vorgestellt, bin über YouTube drübergehuscht und habe kurz was zu Wikis und flickr erzählt. Es gab nämlich schon beim Thema Blogs so rege Nachfragen und so großes Interesse, dass uns der Zeitplan ziemlich um die Ohren flog.
Aber als dann wenige Minuten nachdem ich fertig war und Robert Heinrich noch was zu den aktuellen Plänen der Bundespartei erzählte dieser Tweet hier in meinen Twitter-Replies auftauchte “@Hensch Dank deines Vortrags habe ich nun endlich auch einen twitter-Account.” wusste ich, dass was rüberkam und sich das Überziehen gelohnt hat.
Zusätzlich kamen heute morgen zwei Facebook-Nachrichten und eine Freundschafts-Anfrage mit Bezug auf gestern. Sehr schön! Die Netzbegrünung geht voran. :-)
Inzwischen haben sie Taurus eigentlich immer da. In Einzelflaschen. Ganz selten auch im Six-Pack. Six-Pack ist deshalb gut, weil es leichter zu tragen ist, man gleich mehr mitnehmen kann und es noch dazu ein bisschen billiger ist als die Flaschen einzeln zu kaufen. Leider waren die Flaschen meist schon ausgepackt.
Ich hab dann einmal den einen Mann an der Kasse (für Insider: den etwas Jüngeren und Netteren) nach Six-Packs gefragt. Nee, alles schon ausgepackt. Ich hab immer wieder versucht, die Momente abzupassen, wo es Six-Packs gab und bin so dann oft mit leeren Händen wieder gegangen. Daran hat sich auch ewig nichts geändert. Bis ich dann vor ein paar Wochen wieder mal fragte und der Mitarbeiter mir dann für die nächste Lieferung zusagte, extra für mich auch ein Six-Pack beiseite zu stellen.
Am eigentlich mit ihm vereinbarten Samstag schaffte ich es nicht in den Edeka. Am Montag auch nicht. Als ich dann am Dienstag kam, gab es aber dennoch zwei Six-Packs. Standen direkt an der Kasse, wo das Taurus sonst nicht steht. Ich also zum Kassierer (diesmal der andere, hier treffend beschrieben), und darum gebeten, eines der Six-Packs zu bekommen.
Er nimmt eins, scannt den Preis und sagt dabei: “Dann war’s ja doch richtig, dass ich die nicht ausgepackt habe. Der Kollege packt die immer aus.” Ich muss mich doch etwas zusammenreißen, um ihm nicht nen Vogel zu zeigen. Schließlich war es ja der Kollege, der sich da richtig Mühe gibt und mich inzwischen sogar schon unaufgefordert fragt, ob ich wieder nen Six-Pack will, während man bei ihm froh sein muss, wenn er überhaupt zur Kasse kommt, wenn man bezahlen will.
Der Papst müsste vor allem all denen ein Dorn im Auge sein, die sich als moderne Katholiken begreifen. Davon gibt es durchaus einige, auch wenn sich die Repräsentanten der katholischen Kirche meist ganz anders zeigen. Wenn da nicht bald was passiert, wird’s vielleicht nötig, dass sich da ein Reform-Flügel abspaltet. Aber erklär das mal nem Unfehlbaren.
Schäuble steht da, weil er auf so ne Liste einfach immer draufgehört, solange er als Innenminister unsere Verfassung aushöhlt. Konkret komme ich aber heute auf ihn, weil ich mich heute bei SPON über eine Überschrift gewundert habe: “Banken-Verstaatlichung: Schäuble sieht Verfassungsprobleme”
Und dann war da noch dieser Kommentar im lawblog:
“Die Bundespolizei macht genau das, was den Punks immer vorgeworfen wird. Rumlungern und Unruhe stiften.”
* Wer nicht gleich drauf kommt, wieso der arme Oettinger jetzt wieder herhalten muss, der kann ja mal bei SAP nachfragen.