Kategorie Berlin

Ich in Berlin: Camp Netzbegrünung

Heute vor genau zwei Jahren saß ich im Zug nach Berlin. Kurz danach war ich überraschend schon wieder da und seitdem nicht mehr. Am Mittwoch werde ich wieder im Zug nach Berlin sitzen. Grob angekündigt hatte ich’s ja schon mal.

Anlass ist das Camp Netzbegrünung am Wochenende. Haufenweise grüne Blogger und andere Netzbewohner. Ich bin sehr gespannt wie das wird. Das Programm klingt jedenfalls interessant, auch wenn mir die Zeitplanung an manchen Stellen etwas eng vorkommt. Immerhin starten wir nachtmensch-kompatibel nie vor 11 Uhr… :-)

Ich bin natürlich außerdem sehr gespannt auf die Leute dort. Einige kenne ich schon länger persönlich, sehe sie aber nicht so häufig, einige kenne ich online schon recht gut, hab sie aber noch nie gesehen und wiederum andere kenne ich auch online nur flüchtig oder gar nicht.

Und wenn ich schon mal in Berlin bin, dann hänge ich doch auch zwei Tage ran, um abgesehen von der Netzbegrünung das eine oder andere Treffen auszumachen. Eines steht bisher fest, das mit meinen netten Übernachtungs-Gastgebern Linda und Stefan. :-)

Nicht den ganzen Rechtsstaat draufwerfen

Zum Stichwort Filesharing sagt die Berliner Oberstaatsanwältin Vera Junker: Die Verfehlung ist einfach zu gering, um den ganzen Rechtstaat daraufzuwerfen.

Soll heißen, dass der Aufwand für die Ermittlung des tatsächlichen Täters (ein Internetanschluss wird ja oft von mehreren Personen genutzt) einen unverhältnismäßig großen Aufwand und Eingriff in die Rechte des Bürgers darstellt im Verhältnis zu der Straftat, die er möglicherweise begangen hat.

Frau Junker bringt es wirklich auf den Punkt. Bei mir in der WG läuft der Telefonanschluss zum Beispiel auf einen meiner Mitbewohner. Würde man beim Filesharing also nach der IP-Adresse gehen, wäre er angeblich der Täter. Eine Hausdurchsuchung bei ihm berechtigt die Polizei übrigens nicht dazu, die Zimmer der anderen Mitbewohner zu durchsuchen. Nur seine und gemeinsam genutzte Räume.

Sprich er hätte eine Hausdurchsuchung, obwohl ein Mitbewohner Filesharing betrieben hat, wofür er ja nichts kann. Der filesharende Mitbewohner wiederum wäre aus dem Schneider. Es sei denn, es folgt eine zweite Hausdurchsuchung, weil man bei dem Anschlussinhaber nichts gefunden hat.

Ein solches Ergebnis würde aber auch in etwa ein halbes Jahr dauern. Ein halbes Jahr in dem der unschuldige Anschlussinhaber auf Rückgabe seines Rechners wartet und der eigentlich schuldige Mitbewohner Zeit hat, entsprechende Daten zu löschen (wobei er wohl am besten eine neue Festplatte kaufen sollte).

Das mal als kleines Beispiel, was hinter solchen Sätzen steckt. Wegen solcher Hintergründe wird von der Berliner Oberstaatsanwaltschaft seit Herbst 2007 die Ermittlung einer Person hinter einer IP-Adresse bei privatem Filesharing grundsätzlich abgelehnt.

Gefunden im lawblog.

Sturm auf neuen Berliner MediaMarkt

Heieiei, wer mal einen Massenandrang bei einer MediaMarkt-Neueröffnung mit Extra-Schnäppchen in Berlin sehen will, sollte bei tobiwei vorbeischauen. Es beginnt mit:

Es war die Hölle! Schreiende Menschen, Verletzte, umgekippte Absperrungszäune, zertretene Glastüren, ein gestürmtes Einkaufszentrum. All dies zwang Media Markt letztendlich dazu, fast 20 Minuten vor dem geplanten Opening klein bei zugeben und die Tore zu Öffnen. Aber eins nach dem anderen…

Und dann gibt’s da noch ein paar Videos und in den Kommentaren eine interessante Diskussion, ob der Schreiber nicht selbst zu dem Mob gehört, den er kritisiert.

LoveParade 2007: Love is everywhere

Everywhere? Naja, jedenfalls in Essen. Nach vielen Jahren LoveParade in Berlin hat man sich für 2007 ja mit dem Berliner Senat nicht mehr einigen können. Soweit ich mich erinnere, ging es vor allem um die Kosten der Reinigung nach der Parade.

Ich find’s zwar schade, dass die LoveParade nicht mehr in Berlin ist, denn ich verbinde sie mit der Stadt und finde auch, dass sie sehr gut zu Berlin passt. Jedenfalls zu dem Bild, das ich von Berlin habe. Ich war im Juli 1999 auch einmal auf der LoveParade. Das war damals der Höhepunkt – jedenfalls was die Besucherzahlen angeht. 1,5 Millionen Menschen waren dort. Das behinderte natürlich sehr stark das Fortkommen. Allerdings gab das sehr beeindruckende Bilder.

Obwohl ich es schade finde, dass die Love Parade nicht mehr in Berlin stattfindet, finde ich – im Gegensatz zu anderen – Essen auch sehr gut. Der Ruhrpott hat viele sehr herzliche, aufgeschlossene Menschen. Zählt man das Ruhrgebiet als eine Stadt (was es ja nur rein formal nicht ist) hat man eine Weltstadt mit 5,3 Millionen Einwohnern.

Wenn das mal nicht das Richtige für eine riesige Party wie die Love Parade ist. Love is everywhere finde ich auch ein schönes Motto. Gerade weil es mich wegen dem alten Caught-in-the-Act-Song an die 90er erinnert. Und die 90er waren eben die Techno-Zeit schlechthin.

Ach ja, ich muss da unbedingt mal wieder hin…

Update: Bei SPON gibt’s jetzt Bilder von der LoveParade und ein Video.

Berliner Brot

Eben wurde ich von einem Freund per ICQ daran erinnert, dass es bei uns an Weihnachten meist Berliner Brot gibt. Hmjamjamjam… kennt ihr das? Zumindest die Berliner doch hoffentlich?! Wobei das bei euch auch vielleicht schon wieder anders heißt? Ich kenn’s ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, aber ich kenn daher auch Spätzle, die ja eigentlich schwäbisch sind.

Jedenfalls muss ich mal Bescheid sagen, dass die unbedingt wieder Berliner Brot machen sollen, wenn ich komme. Aber nicht wieder am ersten Tag. Dann ist nämlich schon die Hälfte weg, wenn ich da bin. Außerdem schmeckt’s warm am besten. :-)