Kategorie Menschen

Boris Palmer ist neuer OB in Tübingen

Boris Palmer im Kreis Göppingen (LTWK 2006)Wow! Schon im ersten Wahlgang hat Boris Palmer 50,4 % geholt und damit die SPD-Amtsinhaberin mit 30,2 % deutlich hinter sich gelassen. Mehr Zahlen bei der Stadt Tübingen.

Herzlich Glückwunsch auch nochmal an dieser Stelle, Boris!

Sehr schön für Tübingen, aber schade für den Landtag. Da klafft jetzt erstmal eine Lücke. Aber ein sehr schönes Signal, den vierten grünen Oberbürgermeister in Baden-Württemberg zu haben. Nach Konstanz, Freiburg und Mühlacker nun auch Tübingen. :-)

Radio 2.0: Spreeblick bei Fritz

Trackback. So heißt die neue Sendung. Zwei Stunden jede Woche Johnny Haeusler. Bei Radio Fritz. Natürlich mit Livestream im Netz und als Podcast zum nachträglichen Anhören.

Trackback: Spreeblick und Fritz machen Radio 2.0

Und warum ist das so toll? Weil:

FRITZ und Spreeblick starten mit TRACKBACK die erste regelmäßige Radioshow im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die sich ausschließlich der Blogosphäre widmet.

Johnny war übrigens schon früher Moderator bei Fritz in Berlin. Ist aber schon acht Jahre her.

Außerdem geht’s um Musik, die unter der CC-Lizenz freigegeben ist. Mehr bei Spreeblick und Netzpolitik.

100.000 Euro sind zu wenig

Ich hab hier gerade seit 2,5 Stunden den Livestream vom baden-württembergischen Landtag laufen. Es geht gerade um die Unternehmenssteuerreform im Bund.

„Wer ist denn heute noch bereit, sich für 100.000 EUR ne ganze Woche hinzustellen?“, fragt Heiderose Berroth, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP.

Es geht zwar um das Jahreseinkommen, das mit der Woche ist also etwas missverständlich. Aber irgendwie scheint sie sich finanziell in anderen Sphären zu bewegen als der Rest der Welt.

Also, ich würde sofort. Soll sie mir nur sagen wo. Und es gäbe sicher noch ein paar andere Interessenten.

Nachtrag: Nun ist erstmal bis 14:15 Uhr Mittagspause. Dann geht’s weiter. Und auch morgen wieder ab 9:30 Uhr. Wer also mal in den Landtag reingucken möchte: Hier der Livestream und hier die Tagesordnung.

Meet the Staatssekretär

Dietrich Birk (CDU)Zufällig hab ich gestern auf dem Stuttgarter Schlossplatz Dietrich Birk getroffen. Er ist seit Juni 2006 neuer Staatssekretär im CDU-geführten Wissenschaftsministerium und war mein Gegenkandidat im Landtagswahlkampf. Entgegen meiner Befürchtung hat er auch nicht versucht, mir wieder CDU-Düngestäbchen anzudrehen.

Dafür haben wir so 10-15 Minuten über Hochschulpolitik diskutiert. Ist auch eher mein Gebiet als Düngestäbchen. So kamen wir dann auch auf das Thema Hochschule 2012, also den Ausbau von Studienkapazitäten in Baden-Württemberg, wo es meiner Ansicht nach bisher nur warme Worte gab.

Dem widersprach er natürlich heftig und verwies auf die Abschlusskonferenz der zwölf „regionalen Dialoge“ mit den jeweiligen Industrie- und Handelskammern am kommenden Montag. Dazu hatte ich allerdings keine Einladung bekommen, was mich schon sehr gewundert hatte, da ich bei dem großen Auftaktkongress ja als Podiumsredner dabei war.

Etwa drei Stunden später hatte ich eine Mail mit einer Einladung im Postfach. Witzigerweise ging die an eine andere Adresse als die, die ich ihm gegeben hatte.

Da bin ich jetzt mal gespannt, was Montag dabei rauskommt. Danach kann sich wenigstens keiner mehr rausreden, die Dialoge würden ja noch laufen. Günther Oettinger wird auch wieder dabei sein und das Schlusswort sprechen.

Oettinger ganz ehrlich

Günther Oettinger, Ministerpräsident von Baden-Würrtemberg:

Günther Oettinger und Henning Schürig (Foto: qx)„In der Großen Koalition gibt es keine Reform aus einem Guss und keine gemeinsame Richtung.“ Auf die Frage, ob es dann nicht besser sei, die Arbeit an der Gesundheitsreform einzustellen, sagte Oettinger: „Aus fachlicher Sicht und für die Gesellschaft wäre es vielleicht das Beste, aber nicht für die Union.“, Quelle: Spiegel Online, Foto: qx

Da sieht man, woher der Wind weht. Es geht der Union nicht darum, das Beste für das Land und die Bürger zu machen, sondern für die eigene Partei. Unglaublich, wie viel Vertrauen diese Regierung innerhalb von so kurzer Zeit verspielt hat. Wundern braucht man sich darüber jetzt eigentlich nicht mehr.

Jürgen gratuliert Edmund – und wie!

Offizielle Pressemitteilung von Jürgen Trittin zum 65. Geburtstag von Edmund Stoiber. Warum ich das dazu sage? Weil’s eher nach Kabarett klingt… :-)

Geburtstagswünsche an Edmund Stoiber

Zum 65. Geburtstag des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber erklärt Jürgen Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

Wenn Sie von München nach Berlin in 65 Jahren, dann starten Sie im Grunde genommen, starten Sie Ihre Bundeskarriere, 65 Jahre, schauen Sie sich mal die großen Präsidenten an in London oder sonst wo, Charles de Gaulle in Frankreich oder in äh Rom, dann werden Sie feststellen, dass 65 Jahre Sie jederzeit locker in München brauchen um das Kanzleramt zu finden. Wenn Sie vom Wirtschaftsministerium, äh der Staatkanzlei einsteigen, – das bedeutet natürlich dass im Grunde genommen das Kanzleramt näher an Bayern heranwächst, weil das ja klar ist, weil alle Linien in Bayern zusammenlaufen. Lieber Herr Stoiber: Herzlichen Glückwunsch zum 65. Geburtstag.

Genial geschrieben. Wer sich wundert: Der Text ist angelehnt an eine sehr humorvolle, weil im obigen Stil gehaltene Rede von Edmund Stoiber zum Transrapid.

Ich bekomme zwar die ganzen grünen Pressemitteilungen per Mail, aber gefunden habe ich’s nach einem Hinweis von Gratian beim Tagesschau-Blog. Den wiederum kennt er durch einen Hinweis von mir. Wir drehen uns alle lustig im Kreis. ;-)