Kategorie Stuttgart

Der Schrecken, der die Nacht durchflattert

Mücken! Schrecklich. Aber man muss ja abends/nachts das Fenster aufmachen, um im Stuttgarter Kessel nicht gekocht zu werden. Von mir aus können die auch ruhig mein Blut abzapfen, aber vielleicht so, dass es mich nicht stört? Ich hoffe, dass hier wenigstens ein paar Mücken mitlesen. Bitte weitersagen! Danke!

P.S. an Schwaben, Badener und andere Sprachverwirrte: Mücken sind Mücken, Fliegen sind Fliegen. Mücken stechen, Fliegen nicht.

Holland sagt, Deutschland wird Weltmeister

Ich hab heute auf der Königstraße in Stuttgart eine witzige kleine Szene beobachtet. Ein Holland-Fan sagt zu einem Deutschland-Fan, dass ihre Mannschaften beide nach Berlin ins Finale fahren werden und dass die Deutschen dann 2:1 gewinnen. Darauf der Deutsche: „Oder ihr.“ Der Holländer war sich aber ganz sicher, dass die Deutschen gewinnen werden.
Ich fand das echt sympathisch. Mal was anderes als das ewige aufeinander Rumhacken zwischen Holland und Deutschland, was Fußball angeht.

Videoüberwachung in Stuttgart

Es gibt immer mehr Kameras in Stuttgart. Beruhigend: Nicht alle sind zur Überwachung gedacht. Beunruhigend: Nicht alle sind dem zuständigen Datenschutzbeuauftragten bekannt. Manche sind laut Polizei angeblich abgebaut worden, stehen aber immer noch. Dies und mehr zur Überwachung in Stuttgart gibt es im Stuttgart-Blog zu lesen. Quox hat nämlich seine Beobachtungen dem Landesdatenschutzbeauftragten mitgeteilt und nun eine Antwort bekommen.

Lehramt? Ja klar, aber in Stuttgart…?

Ein Drittel mehr Studenten mit gleichem Etat? Lehramt nicht mehr in Stuttgart und das KII sollte man lieber meiden? Die Stuttgarter Zeitung (StZ) hat den neuen Rektor der Uni Stuttgart interviewt und einige interessante Aussagen sind dabei herausgekommen.

Die Universität steht vor großen Herausforderungen. Einerseits stehen weitere Sparprogramme an, andererseits werden in den nächsten Jahren bis zu einem Drittel mehr Studenten erwartet. Wie wollen Sie das hinbekommen?

[…] Die Politik sagt zwar, der finanzielle Input vom Land solle auf dem Status quo des Jahres 2006 eingefroren werden. Aber auch das wäre ein Sparprogramm.

Kongress Hochschule 2012

Im Februar auf dem Kongress Hochschule 2012 meinte Ministerpräsident Oettinger noch, dass von den 30-40% mehr Studienplätzen, die wir benötigen, das Land die Hälfte finanzieren wird. Das klingt hier ganz anders.

 
 

[…] Auf was könnte Stuttgart zu Gunsten der Nachbaruniversitäten verzichten?

Das ist ein schwieriges Thema. […] Durch die letzten Sparprogramme haben wir insbesondere bei den Geisteswissenschaften, aber auch bei Natur- und Ingenieurwissenschaften kaum noch Möglichkeiten zum Einsparen. […] Wir müssen in Zukunft stärker versuchen, über die einzelnen Universitäten hinweg auszugleichen. Im Zentrum stehen die Lehramtsfächer. Sie müssen zuerst überprüft werden. […]

Insbesondere bei den Geisteswissenschaften kann man also kaum noch einsparen, aber im Zentrum von Verlagerungsüberlegungen woanders hin stehen die Lehramtsfächer?

Sie sprechen von einer Hochschulregion, haben sich aber auch klar für die Erhaltung der Geisteswissenschaften in Stuttgart ausgesprochen. Ist somit eine weitere Aushöhlung der Lehramtsstudiengänge in Stuttgart vom Tisch? Oder kann es sein, dass man Fächer nach Tübingen abgibt und sagt: Wir als Region bieten es ja an.

Wie anders wollen Sie es gestalten? […]

Aha. Vermutlich wird es auch dann wieder keinen Kapazitätsausbau in Tübingen geben, so dass insgesamt also doch wieder Studienplätze abgebaut werden.

Die StZ hakt weiter nach:

Und Ihr klares Votum für die Erhaltung der Geisteswissenschaften in Stuttgart?

Dabei geht es nicht allein um die Lehramtsfächer. Ich habe damit gemeint, dass wir einen selbstständigen Fachbereich oder eine Fakultät in den Geisteswissenschaften brauchen. Dafür stehe ich. […]

Eine eigene Fakultät, schön. Aber in der Fakultät kann man weiter kürzen? Da sieht man mal wieder, was so ein Lippenbekenntnis für die Geisteswissenschaften wert ist.

Es wird das Szenario aufgestellt, dass ein Student zwischen Tübingen und Stuttgart pendeln muss für seine verschiedenen Lehramtsfächer. Die StZ spannt den Bogen zu den Studiengebühren und folgert richtig:

Dann zahlen die Studenten also mehr für ein schlechteres Angebot. Denn sie verlieren viel Zeit durch das Fahren.

 

Und ganz am Ende:

Würden Sie einen hochrangigen Besucher ins K I und K II führen, um ihm die Universität Stuttgart zu zeigen?

Ins K I kann man ihn inzwischen führen, obwohl man auch dort eine bessere Sanierung hätte hinbekommen können. Aber das K II ist sanierungsbedürftig. Die Sanierung wird angegangen, habe ich gehört. Ansonsten würde ich einen ausländischen Gast lieber ins Rektoramt führen, das ist repräsentativer als die beiden Gebäude daneben.

Ins KI (Architektur) kann man Besucher also inzwischen führen. Ins KII (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Philosophie/Geschichte) also folglich nicht. Das sollte zu denken geben.

Quelle: Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 10.06.2006 (Artikel online kostenpflichtig)

Der Tag vor der WM

IMG_3716 Einen Tag vor der WM ist in der Stadt reger Aktionismus angesagt. Hier wird geschraubt, da gebohrt, es werden Sachen durch die Gegend gefahren, schnell noch Flaggen gekauft usw. Man merkt richtig, dass etwas in der Luft liegt…

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IMG_3750 Und wie man auf dem letzten Bild sieht, da kommen tatsächlich Leute… ;-)

Mehr Fotos hier.

Allerdings glaube ich kaum, dass bis morgen alle Baustellen weg sind. Stuttgart ist ja derzeit überzogen mit Baustellen. Hier direkt bei mir um die Ecke sind gleich etwa drei. Alle paar Tage muss man wieder eine andere Umleitung fahren oder gehen. Und trotzdem nicht rechtzeitig fertig.

Noch 31 Tage!

In 31 Tagen ist es endlich soweit. Man kann sich wieder nicht für Fußball interessieren und das sogar ausleben! :-)
Alle Schaufenster sind voll mit Fußball, überall hängen Fahnen, Schilder, alle möglichen Produkte sind mit WM-Zusätzen bedruckt usw. Morgen, endlich, beginnt es aufzuhören. Aber vielleicht ist die WM selbst gar nicht so schlimm wie all das, was im Vorfeld geschehen ist. Vielleicht wird es wirklich ein bisschen auch ein multikulturelles Fest. Vielleicht.