Kategorie Uni

Die allerletzte Vorlesung

Heute um 17:30 Uhr hab ich die wohl letzte Vorlesung in meinem Leben. Ist ein komisches Gefühl. Vor allem weil die Diplomarbeit doch noch ein Stückchen hin ist. Jetzt stehen erstmal Prüfungen an.

Und dann mal sehen. Vielleicht kann ich die eine oder andere freiwillige Vorlesung auch während der Diplomarbeit unterbringen. Aber irgendwie vermisse ich es jetzt schon. Zumindest bei manchen Vorlesungen bereue ich es, nicht immer dagewesen zu sein oder nicht aufmerksam gelauscht zu haben.

Bund der Studiengebührenzahler (BdSZ)

Seit gestern bin ich Mitglied im Bund der Studiengebührenzahler (Verein in Gründung). Dem BdSZ geht es vor allem um eine vernünftige Verwendung der Studiengebühren, jetzt wo sie in Baden-Württemberg nun mal leider da sind.

Selbstbeschreibung:

Der Bund der Studiengebührenzahler wurde von Studierenden gegründet, die die Folgen von Studiengebühren transparent machen wollen. Unser Ziel ist es, Missstände und Fehlentwicklungen aufzudecken und uns für die vernünftige Verwendung von Studiengebühren einzusetzen, sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen von Studiengebühren zu beobachten und öffentlich zu machen.

Ich kenne auch zwei der fünf aktuell amtierenden Vorstände und habe da großes Vertrauen in vernünftige Arbeit. Der Mitgliedsbeitrag beträgt (mindestens) 1 EUR pro Semester.

Die Website ist gerade gestern gestartet, also verzeiht manche kleinere Lücken: http://bdsz.de (Link entfernt, da nicht mehr existent)

Du bist der Experte

„Mach du das mal. Du bist der Powerpoint-Experte. Du kannst ja auch Webseiten machen.“

Ähm ja. Mal abgesehen davon, wie viel oder wie wenig PowerPoint mit Websites zu tun hat, benutze ich es auch erst so ungefähr zum fünften Mal. Mehr Ahnung als die anderen habe ich trotzdem.

P.S.: Eigentlich nutze ich ja nicht mal PowerPoint, sondern OpenOffice Impress, also das OpenOffice-Pendant dazu.

Brainstorming für Diplomarbeits-Thema

Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Diplomarbeitsthema. Geht erst im Herbst los, aber ich mache mir über so wichtige Sachen lieber schon mal vorher Gedanken – und zwar intensiv.

Irgendwas richtig Web 2.0, Blogs, Social Networks, Online-Marketing wäre ideal. Ich hab auch mit dem passendsten Lehrstuhl schon Kontakt aufgenommen. Online-Marketing interessiert die eher gar nicht. Aber sowas wie Wissensmanagement mit Wikis oder Blogs könnten die sich zum Beispiel vorstellen.

Wir sind so verblieben, dass ich mal ein paar Themenvorschläge maile und darauf dann Feedback kriege. Wird vermutlich wirklich nicht so einfach, die Interessen des Lehrstuhls, von NETFORMIC (wo ich aller Voraussicht nach die Diplomarbeit schreiben werde) und von mir unter einen Hut zu kriegen. Aber dafür bin ich ja so früh dran, um das alles ganz in Ruhe zu managen.

Was habt ihr denn so für Ideen? Einfach mal brainstormen – ohne Scheu, ob’s passt oder nicht.

Blog-Marke – Marken-Blog in Gründung

Ich werde hin und wieder darauf angesprochen, ob ich nun wirklich einen Marken-Blog starte. Um nicht zu lügen, antworte ich dann mit ja. :-)

Was bisher geschah:

  • Ich habe eine Seminararbeit zum Thema Marken geschrieben und interessiere mich seitdem brennend für das Thema.
  • Die Domains blogmarke.de und blog-marke.de sind bereits registriert.
  • Derzeit laufen Verhandlungen über das Sponsoring eines Logos. Ein Marken-Blog braucht schließlich ein professionelles Logo und da sind meine Fähigkeiten doch sehr beschränkt.

Wie es weitergeht:

Wenn’s fertig ist, steht’s natürlich auch hier. Aber bei Twitter ist man eben näher dran.

Und nu? Marken-Blog?!

Die Seminararbeit ist abgegeben. Endgültig und vollständig. Nur die Präsentation muss noch erstellt und gehalten werden. Letzteres steht aber erst Anfang Juli an.

Das Thema Marken lässt mich trotzdem nicht los. Ich find’s sehr faszinierend und wenn ich so durch die Gegend laufe, springen mir jetzt laufend die ganzen „Markierungen“ ins Auge und schon wird kategorisiert: „Ah, ein weiteres Beispiel einer Ingredient Brand.“

Ingredient Brands sind Marken, die sich auf Teile des Endprodukts beziehen, aber dennoch bis zum Endverbraucher mit beworben werden. Das bekannteste Beispiel ist wohl intel inside. Man kauft eigentlich einen PC, aber die Marke Intel bzw. intel inside für den Prozessor wird dennoch mit beworben.

Außerdem übertrage ich die Gedanken immer wieder auf Parteien, einzelne Personen usw. Identität und Image gibt es ja nicht nur bei Marken, sondern auch bei Menschen. Genau genommen kommt die Markenidentität ja sogar daher und Menschen bzw. ihre Namen sind im Prinzip ja auch Marken. Auch mein Blog ist irgendwie eine Marke (wenn auch keine eingetragene). Ihr verbindet schließlich gewisse Dinge damit wie z.B. (mehr oder weniger) tägliche Erscheinungsweise, mehrfach tägliche Kommentare und hoffentlich noch ein paar andere Dinge wie lesenswert, sympathisch, lebendig oder so.

Wie auch immer, das Thema finde ich nach wie vor sehr interessant. Ich überlege sogar, ob ich einen Blog zum Thema Marken aufmachen soll.

Update: Marken-Blog unter blogmarke.de

Nutzen von Marken – für Anbieter und Nachfrager

Teil 2: Der Nutzen einer Marke – einmal aus Sicht des Unternehmens und einmal aus Sicht des Kunden (wobei im B2B-Bereich beides Unternehmen sind, aber für die meisten ist es so wohl leichter verständlich).

Marken haben für das anbietende Unternehmen zwei Vorteilsarten, Preis-Premium und Mengen-Premium, die auch für die Berechnung des Markenwerts mit herangezogen werden. Daneben gibt es noch ein paar andere, die ich hier jetzt aber nicht auch noch mit aufführe und erläutere.

Preis-Premium bedeutet, dass das Unternehmen durch eine starke Marke in der Lage ist, einen höheren Preis am Markt durchzusetzen als dies bei einem technisch-funktional identischen No-Name-Produkt wäre. Es gibt neben dem funktionalen Nutzen (oder auch den Nutzenassoziationen der Nachfrager mit der Marke, denn entscheidend für die Wirkung ist das, was subjektiv im Kopf des Nachfragers vor sich geht und weniger, was objektiv vorhanden ist) auch einen symbolischen Nutzen.

Der symbolische Nutzen beinhaltet das emotionale Erleben der Marke inkl. damit verbundenen Erinnerungen oder die gedankliche Verknüpfung mit anderen Nutzern dieser Marke. So ist für manche der Toyota Prius eben erst cool geworden seit ihn Leonardo di Caprio fährt. Und die Harley Davidson ist auch eher weniger wegen ihrer besonderen Motorrad-Funktionalität beliebt als viel mehr durch die emotionalen Verknüpfungen, die mit dieser Marke bestehen.

Das Harley-Davidson-Logo ist das beliebteste Tätowierungsmotiv in den USA. „Wir verkaufen den Lebensstil und verschenken Motorräder dazu“, kommentiert dieses Phänomen ein Mitarbeiter des Herstellers. (1)

Mengen-Premium bedeutet, dass das Unternehmen durch eine starke Marke in der Lage ist, mehr von seinem Produkt zu verkaufen als dies bei einem technisch-funktional identischen Produkt ohne Marke der Fall wäre.

Beide Effekte können auch gemeinsam auftreten, so dass das Unternehmen mit Hilfe der Marke eine größere Menge verkaufen kann und gleichzeitig pro Stück einen höheren Preis erzielt.

Für den Nachfrager haben Marken drei Funktionen:

  • Orientierungs- und Informationsfunktion
  • Symbolische Funktion
  • Vertrauensfunktion

Die Orientierungsfunktion lässt sich wie folgt erklären: Kennt ein Kunde alle ihm für seinen aktuellen Kaufwunsch angebotenen Marken nicht, muss er erst aufwändig Informationen einholen, um die Produkte zu vergleichen. Hat er schon Erfahrungen mit einer oder mehreren der Marken gemacht, kann er auf diese – mit der Marke verknüpften – Informationen zurückgreifen. Marke A ist lecker, Marke B ist günstig, Marke C ist lecker und günstig etc.

Die symbolische Funktion hab ich quasi aus Versehen (ich schreib das mehr oder weniger einfach runter, ohne es mir vorher allzu genau zu überlegen) oben schon mit erläutert. Die Gitarre von Elvis Presley ist eben etwas anderes als eine baugleiche Gitarre von einem unbekannten Musiker.

Die Vertrauensfunktion ist etwas komplexer. Zahlreiche Produkte oder ganz besonders auch Dienstleistungen können vor dem Kauf nicht wirklich gut beurteilt werden. Ob ein Friseur meine Haare so schön schneidet wie die der Models auf den Fotos im Schaufenster weiß ich erst hinterher. Beim zweiten Mal habe ich allerdings bereits Erfahrungen (siehe auch Orientierungsfunktion) und bei einem guten Ergebnis Vertrauen zu dem Friseur aufgebaut.

Bei der Vertrauensfunktion geht es darum, subjektiv empfundene Unsicherheiten abzubauen. Gerade bei Dachmarken, wie z.B. Unternehmensmarken, können so gute Erfahrungen mit einem Produkt des Unternehmens auf andere Produkte mit (ansonsten) hohem Unsicherheits-Faktor übertragen werden. Man hat zwar mit exakt diesem Produkt noch keine Erfahrungen gemacht, aber das Unternehmen hat ja auch einen Ruf zu verlieren.
Die Kosten in den Aufbau einer Marke können nämlich nicht einfach wieder desinvestiert werden, sie sind irreversibel. Dadurch bindet sich das Unternehmen an diese Marke. Diese Investitionen sind eine Art Sicherheit für den Nachfrager, denn wenn das Unternehmen nicht sorgsam mit dem Image der Marke umgeht, sind die Investitionen futsch.

Soweit für dieses Mal. Alles klar geworden? War’s interessant? Gibt’s Fragen? Kritik? Anmerkungen? Ergänzungen?

Dieser Beitrag ist der zweite in der Reihe Steuerung von Marken. Der erste war zum Thema Markenidentität und Markenarchitektur.

Zitat u.a.: Meffert/Burmann/Kirchgeorg: Marketing (10. Auflage, 2008), S. 349