Blog-Einträge zum Thema: Bundestagswahl

Westerwelle gegen Ampelkoalition

Guido Westerwelle lehnt eine Ampelkoalition für 2009 ab:

„Ich werbe für klare Verhältnisse mit bürgerlichen Mehrheiten und einen klaren Kurs, damit dieses Gewurstel der Großen Koalition ein Ende hat“, sagte Westerwelle. Die Sozialdemokraten bereiteten in einem Bundesland nach dem anderen ein Bündnis mit der Linkspartei vor. „Deswegen ist es völlig unglaubwürdig, wenn sie uns schöne Augen machen“, sagte der FDP-Chef.

Der Kerl regt mich so langsam echt auf. Sobald die FDP in Hessen für eine Ampelkoalition zur Verfügung steht, gibt’s in Hessen eine Ampel. Da bin ich mir sicher.

Wieso soll das also unglaubwürdig sein, wenn man nach Alternativen sucht? Die Ampel unmöglich machen und sich dann drüber beschweren, dass man was anderes macht, ist jedenfalls Kindergarten-Niveau.

Wenn Westerwelle nach 2009 nochmal eine große Koalition will, dann soll er ruhig so weitermachen. Aber dann kann er auch gleich in die CDU eintreten.

Update: Extrem passend dazu dieses Bild von Westerwelle.

Bundestagswahl 1983 – in Bild und Ton

Grauenhafte 80er-Jahre-Musik, aber ansonsten ein nettes, amateurhaftes Video mit klarer Botschaft: der Wahlwerbespot der Grünen zur Bundestagswahl 1983.

Klingelt’s bei einigen bei dem Namen des Professors? Ditfurth… war da nicht? Ja, Prof. Hoimar von Ditfurth ist der Vater von Jutta Ditfurth, die später als grüne Politikerin bekannt wurde und sich dann im Streit verabschiedete. Sie war zu links für die Grünen oder die Grünen nicht (mehr) links genug für sie.

Bei der Bundestagswahl 1983 gelang den Grünen jedenfalls erstmals der Einzug in den Bundestag. Mit 5,6 % und entsprechend 27 Abgeordneten zog das erste Mal seit 1957 eine vierte Fraktion in den Bundestag ein.

Mit dabei war damals neben Joschka Fischer auch Otto Schily – damals noch Grüner (undenkbar heute). Und Ingrid Matthäus-Maier und Günter Verheugen waren beide gerade frisch von der FDP zur SPD gewechselt. Sie wollten den FDP-Koalitionswechsel von der SPD zur CDU/CSU nicht mittragen.

Das waren noch wilde Zeiten.