Blog-Einträge zum Thema: CDU

Wahl in Hamburg wird spannend

Die Wahl in Hamburg ist noch 4,5 Monate hin, aber sie wird spannend. Aktuelle Ausgangslage nach einer TNS-Infratest-Umfrage vom 28.08.2007:

CDU: 42 %
SPD: 33 %
Grüne/GAL: 13 %
FDP: 3 %
Linke: 6 %
Sonstige: 3 %

Quelle: Wahlrecht.de

  • Derzeit regiert die CDU mit Ole von Beust alleine. Geht nach der Umfrage nicht mehr.
  • Schwarz-Gelb geht schon gar nicht, die FDP wäre gar nicht in der Bürgerschaft vertreten.
  • Rot-Grün hätte auch nur 46 % (Linke/CDU aber 48 %), ginge auch nicht.

Tja, und genau deshalb wird es besonders spannend. Die klassischen Koalitionen wären nach dieser Umfrage nicht möglich.

Auch eine Ampel geht mangels FDP nicht und Jamaika fällt aus demselben Grund auch aus. Blieben nach den Daten der Umfrage also nur Rot-Rot-Grün (52 %), Schwarz-Grün (55 %) oder eine CDU-geführte große Koalition aus SPD und CDU (75 %).

Doppelt spannend dabei: Bei zwei der drei Möglichkeiten wären Grüne mit an Bord (und bei der anderen die einzige größte Oppositionspartei). Schade, dass die Ampel nicht ginge. Wäre erstens eine Option mehr (für uns, aber auch überhaupt) und noch dazu meine favorisierte. Allerdings werde ich deshalb jetzt sicher keinen Wahlkampf für die FDP machen. :-)

Ich bin jedenfalls sehr gespannt. An der Stelle vier grüne Blogger-Grüße nach Hamburg: Kai, Linda, Katja Husen (Hamburger Abgeordnete) und die Grüne Jugend Hamburg, die ebenfalls bloggt.

Merkel 2005 vs. Merkel 2007

Gerhard Schröder am 18. September 2005: Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Frau Merkel bei dieser Sachlage einginge, in dem sie sagt, sie möchte Bundeskanzlerin werden. Also, ich meine, wir müssen die Kirche doch mal im Dorf lassen. Die Deutschen haben doch in der Kandidatenfrage eindeutig votiert. Das kann man doch nicht ernsthaft bestreiten.
(ARD/ZDF, 18. September 2005 – nach der Bundestagswahl, Quelle: Wikiquote)

SPON heute am 29. August 2007, also zwei Jahre später: Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte ihren Vorsprung laut einer Forsa-Umfrage für den „Stern“ und RTL in der Kanzlerpräferenz weiter ausbauen. Auf die Frage, wen die Bürger direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich 57 Prozent für die CDU-Vorsitzende und nur 15 Prozent für SPD-Chef Kurt Beck. Damit ist der Abstand so groß wie nie zuvor.

Aus Sicht des SPD-Chefs besonders dramatisch: Auch bei den SPD-Wählern kann Beck laut der Umfrage nicht gegen Merkel punkten. Unter den Anhängern der Sozialdemokraten würden sich nur 28 Prozent für Beck entscheiden, 45 Prozent würden Merkel wählen.
(Quelle: SPIEGEL ONLINE, Hervorhebungen von mir)

Wie schnell und extrem sich manche Dinge doch ändern können.

Lob an die CDU in Landau

Zur Abwechslung mal ein Lob an die CDU. Die hat in Landau in Rheinland-Pfalz gerade damit zu kämpfen, dass ihr Oberbürgermeister-Kandidat Kai Schürholt sowohl Doktortitel als auch schwere Krankheit vorgetäuscht hat. Ersteres wohl, um sich als OB-Kandidat aufzupolieren und zweiteres, um die ganze Kandidatur wieder zu beenden.

Der CDU-Kreisvorstand in Landau ist geschlossen zurückgetreten, wird aber teilweise evtl. neu kandidieren. Bei den bisher für den Wahlkampf von Bürgern gespendeten 15.000 EUR bietet die CDU an, diese zurückzuerstatten. Löblich!

Quelle und weitere Infos: Focus online; Thema gefunden beim lawblog.

Ingeborg Schnabel: CDU oder SPD?

Irgendwie kommen hier gerade einige Suchanfragen á la „ingeborg schnabel“ spd oder ingeborg schnabel cdu. FDP, Grüne und Linkspartei hab ich bisher nicht gesichtet.

Wer ist Ingeborg Schnabel, fragt ihr euch? Da habt ihr wohl dieses Video verpasst. Wobei sie da ja gar nicht zu sehen ist – aber zu hören. Und sie zeigt uns Blumen. Rein akustisch jedenfalls.

Wie rechts ist die CDU in Baden-Württemberg?

SPON schreibt:

Georg Brunnhuber, Baden-Württembergs CDU-Landesgruppenchef im Bundestag, lobte Oettingers Worte als „Meisterprüfung“. Die Wirkung für die „christlich-konservative Seele“ sei nicht zu unterschätzen, so der Bundestags-Abgeordnete. „Für unsere Anhängerschaft hat er einen ganz, ganz großen Schritt getan. Er hat ein Tor aufgestoßen.“

Da bin ich aber sehr froh, dass wir diese Anhängerschaft nicht haben. Und wenn, dann würde ich sie eher loswerden wollen als mich bei ihr beliebt zu machen.

Die Rede von Günther Oettinger war total daneben. Und ich weiß nicht, ob es das besser macht, dass das komplett beabsichtigt war und kein Ausrutscher.

Einerseits heißt das, dass Oettinger selbst kein Rechter ist. Aber andererseits heißt es, dass er von Rechten gewählt werden möchte.

Und wenn das so stimmt, was der Brunnhuber da oben sagt, dann besteht ein großer Teil der CDU-Wähler in Baden-Württemberg aus Menschen, die auch rechtsextremen Parteien nicht all zu weit entfernt sind. Wir hatten hier auch 1992 und 1996 zwei Mal hintereinander die REPs im Landtag mit Wahlergebnissen von mal etwas unter, mal etwas über 10 %.

Und wenn das so stimmt, dann wird es Oettinger in Baden-Württemberg auch nicht wirklich schaden. Solange in der Südwest-CDU kein größeres Murren beginnt, sitzt er recht sicher im Sessel. Dem Land Baden-Württemberg indes schadet das sicher.

Dies ist kein CDU-Blog!

Google: blog politik cdu

Hallo Google,

wenn du das hier liest – wovon ich ausgehe – dann nimm doch bitte zur Kenntnis, dass ich kein CDU-Blog betreibe. Allerdings darfst du mich trotzdem weiter auf guten Positionen auflisten, auch zu der Suche nach blog politik cdu. Danke für die vielen Besucher, die sich – auf der Suche nach skurrilen oder auch stinknormalen Dingen – dank dir hierher verirren oder hier sogar finden, was sie suchen.

Schönen Sommer noch, bleib sauber!
Henning