Blog-Einträge zum Thema: Sprache

Siezen

Ich bin ja jetzt 30. Und immer noch kommt es mir komisch vor, wenn mich Gleichaltrige siezen. Zum Glück arbeite ich in einer Branche in der das Du weitgehend üblich ist – aber auch hier lerne ich immer mehr Ausnahmen kennen.

Und dann las ich eben das hier, geschrieben aus Anlass eines 26. Geburtstags:

Man [wird] plötzlich von Gleichaltrigen gesiezt – bis man zugeben muss, dass der junge Erwachsene gegenüber altersmäßig der eigene Sohn oder die eigene Tochter sein könnte. Und einen aus gutem Grund siezt.

Mich hat da keiner vorher gewarnt – aber er hat vollkommen Recht. Wobei ich es bei Jüngeren fast noch komischer finde, wenn sie mich siezen als wenn es Gleichaltrige oder Ältere tun.

Siezen ist einfach nicht mein Ding. Auch wenn ich’s kann.

{lang: 'de'}

Zwölf – Sprache im Kontext

Kontext ist schon ne geile Sache. Ich hab gerade folgenden Dialog geführt (und nein, ich habe nichts weggelassen):

Ich: „Äh… 12?“
Er: „Ja.“

Dass wir uns dabei in der Bibliothek befanden und meist um 12 Uhr gemeinsam in der Mensa Mittagessen gehen (aber eben auch nicht immer), machte mehr Worte gar nicht nötig.
Und da wir eben in der Bibliothek sind, ist das auch gut so.

Schon spannend, wie simpel konkrete Kommunikation sein kann, wenn der kontextuelle Rahmen so viel mitschwingen lässt.

{lang: 'de'}

Politische Sprachverwirrungen

Mal ein unpolitischer Politik-Eintrag. In der gestrigen grünen Landesvorstandssitzung gab es sprachlich einige Überraschungen.

So war mal die Rede von „Leoniberalen“, einer wollte „das Pferd vom Eis holen“ (die arme Kuh, die dann draufbleiben muss) und eine leitete ihren Wortbeitrag mit den Worten „Da es tendenzienzmäßig so aussieht, dass…“ ein.

Bei solch leoniberalen Sprachtendenzienzen wird es wirklich Zeit, dass einer mal das Pferd vom Eis holt. ;-)

{lang: 'de'}

Nacharmung

Aus einem Kommentar, den ich in dem Spam-Filter zum Fressen gegeben habe:

Zur Nacharmung empfohlen!!!!

Was das bedeutet, bleibt eurer Fantasie überlassen. Ich denke spontan daran, dass man später noch (weitere?) Arme hinzufügt.

{lang: 'de'}

Diagnose: Überlernt

Ein eindeutiges Zeichen für zuviel gelernt (überlernt quasi) sind Sätze wie dieser: „Das klingt im ersten Moment gefährlicher als es sich anhört.“

Diese Worte haben vor etwa einer Minute meinen Mund verlassen.

{lang: 'de'}

Lass uns mal die Wörter zählen…

Ich hab mir gerade eben auch das WordCounts-Plugin installiert. So hab ich nun die extrem wichtige Funktion, dass die Wörter in meinen Beiträgen gezählt werden. ;-)

Die Ergebnisse (eingedeutscht):

Word Count Stats v0.51
+ 162.482 veröffentlichte Wörter insgesamt aus 1.070 Einträgen und 4 Seiten
+ 757 unveröffentlichte Wörter insgesamt aus 12 Einträgen und 0 Seiten
——————————————————–
= 163.239 Wörter insgesamt in 1.082 Einträgen
= 150 Wörter durchschnittlich pro Eintrag
107 (9,8891%) Einträge enthalten 300+ Wörter
Maximale Anzahl von Worten in einem Eintrag: 2126 Wörter Gedanken zum Grundeinkommen am 20.09.2006 um 6:54 Uhr

Es gibt aber auch zwei Einträge mit nur vier Wörtern.

Monatsstatistiken gibt’s auch. Der Monat mit den meisten Wörtern ist September 2006 (13.304 Wörter), gefolgt von Dezember (10.544) und November 2006 (10.281).

Der Monat mit den wenigsten Wörtern ist der Mai 2006 (1.538), aber der zählt nicht, weil ich da ja erst am 27. angefangen habe zu bloggen.

Danach käme dieser Monat hier, aber der ist ja auch noch nicht vorbei und mit diesem Eintrag würde er sowieso schon wieder nicht mehr letzter sein. Bleibt also als wirklich letzter nur der September 2007 mit 4.442 Wörtern.

Wie, hat euch nicht interessiert? Warum habt ihr’s dann gelesen? :-)

P.S.: Dieser Eintrag hatte bis ich diesen Satz hinzugefügt habe 191 Wörter.

{lang: 'de'}