Blog-Einträge zum Thema: Web 2.0

Grüne Jugend Baden-Württemberg 2.0

Ich war heute zu Gast bei der ersten Klausur-Tagung des neu gewählten Landesvorstands der Grünen Jugend Baden-Württemberg in Heidenheim. Ich sollte dort zum Thema Web bzw. vor allem Web 2.0 referieren und wir wollten ein bisschen brainstormen.

Wie das aufgrund des Zeitdrucks auf so Sitzungen halt immer so ist, wurde der Punkt dann doch deutlich kürzer behandelt als eigentlich geplant, aber gelohnt hat sich’s dennoch. Es ist ja immer schon ein besonderes Highlight, wenn während eines Vortrags von mir zum Thema Web 2.0 sich Leute mit Bezug auf den Vortrag bei Twitter registrieren – diesmal gab es gleich zwei solcher Reaktionen.

Während der Sitzung gab es mit Oliver Hildenbrand, dem GJ-Landesvorsitzenden, ein neues Profil auf Facebook und mit Michael Joukov, bis vor kurzem Landesvorstandsmitglied der GJBW, einen neuen Twitterer.

Aber noch viel wichtiger: Die Grüne Jugend Baden-Württemberg – kurz GJBW – wird nun den Twitter-Account nutzen, den ich vor längerer Zeit mal registriert hatte: twitter.com/gjbw
Der Account hatte schon bevor es einen einzigen Tweet oder Werbung für ihn gab, 160 Follower. Reges Interesse also daran, was die GJBW so zu sagen hat. Um die Betreuung des Accounts wird sich Felix Anderl kümmern.

Außerdem wird die GJBW einen Blog ins Leben rufen. Das hatten sie bei der Sitzung allerdings schon beschlossen, bevor ich da war. Wird sicher sehr spannend, wenn man von den GJ-Hochtouren dann Live-Berichte per Blog, Twitter und flickr bekommt.

Wenn noch jemand Tipps und Anregungen hat, was der Landesverband einer Partei-Jugendorganisation so im Web 2.0 machen könnte/sollte/müsste, nur her damit. Geht natürlich nicht nur um die Wahl, sondern auch danach. Aber bis zur Wahl werden sich nur wenige Sachen umsetzen lassen.

Twitter-Nutzung größer als erforscht

Auf w3b.org wird eine Studie von Fittkau & Maaß vorgestellt in der es um Twitter bzw. um Microblogging geht. Hauptaussage: Twitter nutzt keine Sau.

Etwas sachlicher ausgedrückt sind es laut der Studie 3,2 %, die Twitter mindestens einmal pro Woche schreibend oder lesend nutzen und weitere 2,3 % mindestens einmal pro Monat (zusammen also 5,5 % mindestens einmal pro Monat).

Was dabei aber vergessen wird, ist dass Twitter-Nachrichten nicht nur innerhalb von Twitter gelesen werden. Meine Statusmeldungen gehen – wie im Podcast gerade auch gesagt – automatisch in Facebook als Statusmeldung rein. Dort lesen das potentiell nochmal 563 Leute von denen locker die Hälfte Twitter sonst nicht nutzt (bei anderen dürfte der Anteil deutlich höher sein).

Und der Anteil der Nutzer von Social Networks liegt laut der gleichen Studie bei 41,9 %.

Außerdem binden einige ihren Twitter-Stream auch in ihrem Blog ein, so ähnlich wie ich das bei blogmarke.de mache, so dass es dort nochmal andere Leute lesen.

Die Blog-Nutzung liegt laut der Studie bei 24,3 %.

Würde man die Werte jetzt addieren, käme man auf eine Twitter-Nutzung von 71,7 % – was natürlich jetzt überhaupt nicht wissenschaftlich ist. Aber die Wahrheit liegt wohl eher irgendwo zwischen 5,5 % und 71,7 % als bei den wissenschaftlich erforschten 5,5 %.

P.S.: Acht Beispiele wie man mit Twitter Geld verdienen kann gibt es heute bei der Gründerszene.

Video-Podcast #006: Facebook vs. StudiVZ

Video-Podcast Nr. 006 ist da. Es geht um Social Networks, genauer gesagt vor allem um Facebook und StudiVZ. Unterschiede, Userzahlen, Zukunftspotentiale,… und am Rande auch ein bisschen Xing.

Außerdem hab ich erstmals auch – endlich! – ein kleines Intro und einen Abspann. Noch ohne Ton, aber das kommt bestimmt auch irgendwann. Mit ziemlich genau vier Minuten ist es einer der längeren geworden, aber ich denk, es geht noch.

Viel Spaß – und ich freu mich auf Kommentare!

Hm, an der Kompression muss ich mal noch arbeiten. Das hat jetzt der Windows Movie Maker gemacht. Aber ich kann auch nicht einfach über 400 MB hochladen – nicht über die WG-Leitung.

Sprechende Usernamen in Facebook: Vanity URLs

Seit heute morgen um 6:01 Uhr kann man sich auf Facebook unter der Adresse www.facebook.com/username eine sogenannte Vanity URL für sein Profil holen. Man nennt das auch außerhalb von Facebook auch sprechende URL oder Real URL.

Bei Facebook wird es oft auch einfach als Username bezeichnet. Das sieht dann so aus, dass das eigene Profil dann z.B. unter www.facebook.com/henning.schuerig erreichbar ist. Nur henning war schon belegt, da hab ich mich dann statt für schuerig für henning.schuerig entschieden.

Warum? Für die eigene Online-Reputation ist es gut, wenn man in Google sehr stark mit Seiten gefunden wird, die man selbst pflegt. So erscheinen mögliche Negativ-Erwähnungen weiter hinten und die Wahrscheinlichkeit, dass sie angesehen werden, sinkt.

Und um in Google bei einem Stichwort möglichst weit oben zu stehen, ist ein wichtiger Faktor, ob das entsprechende Keyword in der URL vorkommt. Klar, wenn jemand nach henning schürig sucht, würde ein Facebook-Username mit schuerig da schon was bringen – noch besser ist aber henning.schuerig, weil dann beides drin vorkommt.

Mehr zum Thema Online-Reputation – auch in Zusammenhang mit Facebook-Usernamen – bei Klaus Eck, dem PR-Blogger.

Nanoblogging statt Microblogging – Flutter!

Ich lache immer noch: Microblogging ist out, Nanoblogging ist in. Twitter ist tot, es lebe Flutter!

Viele Leute haben keine Zeit zu twittern. 140 Zeichen zu füllen braucht halt seine Zeit. Hier setzt Flutter an: es gibt nur 26 Zeichen – eins für jeden Buchstaben des Alphabets.

Herrlich ernsthaft gemacht dieses Video. Ich hab’s zwar heute erstmals entdeckt, aber das ist sicher noch ein verspäteter Aprilscherz – oder halt ein Scherz ohne April. Aber Hauptsache, es bleibt genug Scherz übrig. ;-)

So, ich muss dann jetzt mal nanobloggen… :-D
Oh, das wär schon zu lang.

Vortrag zum Thema Internetwahlkampf

Gestern habe ich bei einem landesweiten Wahlkampf-Seminar so etwa 70 Minuten was zu den Chancen und Möglichkeiten für Kreisverbände und Kandidaten vor Ort erzählen sollen – inklusive Fragen.

Ich hab erst einleitend was zu Web 2.0 ganz allgemein erzählt. Was das ist, was es nicht ist und vor allem eben, dass da der User im Mittelpunkt steht.

Dann natürlich auch etwas zu den Zielen des Web-2.0-Einsatzes in der Politik. Das lässt sich einteilen in interne und externe Ziele. Intern geht es darum, dass man leichter Gleichgesinnte findet, z.B. wenn man Parteimitglieder sucht, die einen Antrag mitunterstützen. Extern gibt es einerseits Polit-Marketing und andererseits Partizipationsmöglichkeiten für die Bürgerschaft.

Dann habe ich noch Blogs, Twitter und Facebook vorgestellt, bin über YouTube drübergehuscht und habe kurz was zu Wikis und flickr erzählt. Es gab nämlich schon beim Thema Blogs so rege Nachfragen und so großes Interesse, dass uns der Zeitplan ziemlich um die Ohren flog.

Aber als dann wenige Minuten nachdem ich fertig war und Robert Heinrich noch was zu den aktuellen Plänen der Bundespartei erzählte dieser Tweet hier in meinen Twitter-Replies auftauchte „@Hensch Dank deines Vortrags habe ich nun endlich auch einen twitter-Account.“ wusste ich, dass was rüberkam und sich das Überziehen gelohnt hat.

Zusätzlich kamen heute morgen zwei Facebook-Nachrichten und eine Freundschafts-Anfrage mit Bezug auf gestern. Sehr schön! Die Netzbegrünung geht voran. :-)

Politik 2.0 – Angst vor Kontrollverlust

Bei der Frankurter Rundschau habe ich eben einen sehr guten Artikel zum Thema Politik 2.0 gelesen. Grob zusammengefasst: Politik 2.0 heißt Dialog und permanentes Überzeugen der eigenen Anhänger. Ständiges Zuhören und Kontrolle abgeben.

Insbesondere der Kontrollverlust wird von den meisten in der Politik nach wie vor eher als Bedrohung angesehen. Auch innerhalb der Grünen ist es nicht immer so einfach, die Leute von mehr Web 2.0 in der Politik zu überzeugen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich davon erstmal ziemlich überrascht war.

Denn die Grünen sind ja auch dafür angetreten, die Politik basisdemokratischer zu machen und die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Nicht alles davon war wirklich realitätstauglich und so wurden zum Beispiel die Rotation und andere Dinge (glücklicherweise) wieder abgeschafft. Außerdem hat sich natürlich die Perspektive geändert. Man guckt als Grüner eben nicht mehr von außen auf das Parteiensystem, sondern man ist ein Teil davon.

Dennoch ist die grüne Parteikultur nach wie vor offener als bei den anderen Parteien. Vorstandssitzungen zum Beispiel sind mitgliederöffentlich, Mitgliederversammlungen und Parteitage sind für alle offen, die kommen möchten. Genau daher rührt auch meine Verwunderung über die Zögerlichkeit in grünen Kreisen, was das Web 2.0 angeht.

Gerade weil die grünen Grundwerte denen des Web 2.0 sehr nahestehen, verschenken wir hier meines Erachtens ziemliches Potential. Unser Schritt zu einer Politik 2.0 wäre viel kleiner als der von anderen Parteien, weil wir kulturell ohnehin schon sehr nah dran sind.

Aber so langsam kommt’s ja ins Rollen. Nicht nur, aber auch sehr stark angetrieben von jüngeren Grünen, die wir zum Glück zahlreich haben. Je mehr Erfolg übrigens diejenigen haben, die offensiv das Web 2.0 nutzen, desto leichter lassen sich auch Skeptiker überzeugen. Also Twitterer, seht euch mal diese Liste an und klickt ein paar Mal auf Follow. Und gebt Feedback.