Blog-Einträge zum Thema: Web 2.0

Blogstudie 2007

Die Uni Leipzig hat eine Blogstudie durchgeführt. Sind sehr interessante Sachen dabei. Ich hab sie intensiv gelesen.

Ein paar Trivialitäten hätten sie sich sparen können (Blog-Leser sind eher konsumorientiert, Blog-Schreiber eher extrovertiert), aber z.B. wie stark welcher Art von Blog vertraut wird, ist sehr interessant. Corporate Blogs (also Firmen-Blogs) vertrauen nur 29,8 %, es folgen private Blogs mit 51,0 % und an der Spitze stehen Fachblogs mit 69,3 %.

Weitere interessante Details hier und eine gröbere Übersicht (Presseinfo) hier.

Via Mail von Stephan Sigloch.

Umfrage zu Web 2.0 und Blogs

Beim PR-Blogger schreibt Heide Bedrich was Interessantes:

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Hamburger PR-Agentur ZPR können die meisten Menschen mit dem Begriff Web 2.0 nichts anfangen. 6 Prozent der Befragten gaben an, den Begriff überhaupt zu kennen, aber auch hier scheint Unklarheit darüber zu bestehen, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 verbirgt. Jedoch zeigte die Umfrage auch, dass in der Gruppe der 16- bis 30-Jährigen das Web 2.0 durchaus eine Rolle spielt. Hier betreiben 14 % ein Weblog, 35 % lesen regelmäßig Weblogs und 42 % sind Mitglied in einer Community.

Die Gruppe der 16- bis 30-Jährigen scheint mir vernünftig abgesteckt zu sein. Das Verhältnis von 14 % zu 35 % spiegelt auch ganz gut wider, dass man im Web 2.0 leicht vom reinen Konsumenten zum Anbieter von Inhalten wird. Mal ganz abgesehen davon, dass die Leser durch Kommentieren ja schon einen ersten Schritt Richtung Anbieter machen.

Genau diese Frage fehlt eigentlich. Wie viele von den 35 % kommentieren? Und sind das eher die, die selbst auch Blogs betreiben? Scheint mir schon so zu sein, zumal die Blogger dadurch ja auch ihren Blog indirekt promoten.

Blogosphäre in Zahlen

Offenbar regelmäßig gibt die Blog-Suchmaschine Technorati den „State of the Blogosphere“-Report raus. Robert hat den August-Report 2006 grob übersetzt, ich hab es leicht umformuliert und gekürzt:

– Technorati zählt 50 Mio Blogs weltweit
– Anzahl Blogs 100fach größer als vor drei Jahren
– die Blogosphäre verdoppelt sich seit 2004 ca. alle 200 Tage
– täglich 175.000 neue Weblogs (= jede Sekunde zwei neue Blogs)
– pro Tag 1,6 Mio Artikel (= ca. 19 Artikel pro Sekunde)
– Artikelvolumen hat sich gegenüber Vorjahr verdoppelt

Technorati-Report August 2006
In den Kommentaren bei Robert hat Cem ausgerechnet, dass in etwa 1400 Tagen jeder Mensch auf der Erde einen Blog hat. 200 Tage später folgt der Zweitblog. :-)

Der Blog

Endlich! Und ich hätte es beinahe verpasst. Endlich heißt es ganz offiziell auch „der Blog“. Laut der neuesten Duden-Auflage ist nun beides korrekt: das Blog und der Blog.

Ich musste mir da ja schon so einiges anhören. Witzigerweise hab ich in letzter Zeit hin und wieder sogar „das“ gesagt. Ich finde aber immer noch, dass „der Blog“ viel mehr die Persönlichkeit eines Blogs betont als „das Blog“. Das klingt so herzlos.

YouTube doch nicht so böse

Vor 14 Stunden habe ich behauptet, dass YouTube unsere Videos klaut. Das scheint allerdings doch nicht so zu sein. SPON schreibt im Netzticker:
[…] Den vielen bösen Kommentaren trat ein Sprecher von YouTube nun entgegen – und bekam Unterstützung von Usern, die sich mit Formulierungen in Nutzungsbedingungen auskennen. YouTube sagt: wir hatten niemals vor, Userinhalte für etwas anderes als die Seite zu nutzen – und dürfen das auch gar nicht. Die Kommentatoren meinen: Auch wenn die Formulierungen sich sehr drastisch anhören, gemeint seien so triviale Fälle wie Screenshots, Serverumzug oder neue Downloadformate, zum Beispiel für Mobiltelefone.

Hoffen wir, dass es stimmt. YouTube schreibt in seinem eigenen Blog (englisch) noch, dass YouTube alle Rechte sofort wieder verliert, wenn man die Videos bei ihnen löscht.

YouTube klaut unsere Videos

Die beliebte Video-Plattform YouTube sichert sich mit neuen Nutzungsbedingungen umfangreiche Rechte an den Videos der User. Zahlen wollen sie dafür nichts, aber z.B. die Videos eventuell weiterverkaufen oder solche Dinge.
Mehr lesen beim bembelkandidat oder medienkompetenz.

Ich frag mich, ob das überhaupt rechtlich zulässig ist. Gerade erst haben wir an der Uni das AGB-Recht behandelt, das – grob vereinfacht gesagt – AGB verbietet mit denen man so nicht rechnen muss. Ich finde, das trifft hier zu. Auch der Vertrauensschutz dürfte eine Rolle spielen. Schließlich sah die Lage ganz anders aus als ich z.B. mein Studiengebühren-Video hochgeladen habe. Und was ist mit den Videos, die man extra nur für seinen Freundeskreis sichtbar macht?