Wahl-O-Mat gibt grünes Licht

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Der Wahl-O-Mat für Baden-Württemberg ist da. Ich hab ihn ganz ehrlich ausgefüllt und er rät mir, grün zu wählen:

1. Grüne (88 von 102 Punkten)
2. Piraten (82)
3. ödp (79)
4. Linke (74)
5. SPD (72)
6. FDP (56)
7. NPD (43)
8. CDU (39)

Ich befolge das mal am 27. März. Nicht weil der Wahl-O-Mat das sagt, aber es ist ja immer wieder schön, wenn er bestätigt, was man eh schon wusste. Wobei ich im Zweifel immer jedem empfehle, genau hinzuschauen.

Zum Beispiel habe ich bei der Frage nach der Wiedereinführung des G9 (neunjähriges Gymnasium = Abi nach 13 Jahren) mit Nein gestimmt, weil ich von einem kompletten Rollback ausging. Bei der detaillierten Betrachtung der Antworten fiel mir auf, dass die Grünen hier mit einem Ja gelistet sind – weil sie bzw. wir den Schülern die Wahl lassen wollen, ob sie ihr Abi nach 12 oder 13 Jahren machen.

Da bin ich auch dafür, aber das hat mich natürlich schon auch Punkte gekostet und so lohnt es sich auch immer wieder, bei den Antworten genauer hinzuschauen. Mal ganz abgesehen davon, dass diese 38 Fragen, die hier abgefragt werden, natürlich immer auch nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der Themen der Wahlprogramme der Parteien sind.

Dies zeigt sich auch daran, dass die NPD bei mir hier vor der CDU liegt. Insgesamt ist das natürlich anders, aber bei den hier betrachteten Fragen und meiner Gewichtung davon, kommt das eben raus.

In der Gesamttendenz finde ich das Ergebnis aber sehr passend. Erst Grüne, dann Piraten. Meine zweite Wahl wären sie wohl dennoch nicht, da ich meine Stimme gerne auch im Parlament sehen möchte. Aber rein inhaltlich betrachtet, dürfte das so hinkommen.

Und bei euch so?

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Karte der Macht: WIR entscheiden!

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Gestern lag sie im Briefkasten, die Wahlbenachrichtigungskarte. Selten, nein: nie, war sie für mich symbolisch so aufgeladen wie heute.

ICH entscheide, DU entscheidest, WIR alle entscheiden, wer nach der Landtagswahl am 27. März das Land Baden-Württemberg führen wird.

An keinem anderen Tag hat jede und jeder Einzelne von uns so viel Macht. Vor allem bei einer Wahl, die so knapp sein wird wie diese. Vor einigen Wochen lag in den Umfragen grün-rot in Führung, nun ist es derzeit schwarz-gelb – in beiden Fällen aber knapp und innerhalb der statistischen Fehlertoleranz.

Das heißt, es lohnt sich zu kämpfen! Wir Grüne haben keinen so starken Parteiapparat wie die CDU. Daher sind wir ganz besonders auf jede helfende Hand oder Stimme aus der Bevölkerung angewiesen.

Auch bei einem Ein-Stimmen-Wahlrecht haben wir alle zwei Stimmen: Eine für den Wahlzettel und eine für Freunde, Nachbarn und Bekannte.

Lasst sie uns beide nutzen und den Regierungswechsel einleiten. JETZT!

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Hamburg war, Baden-Württemberg kommt

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Die SPD hat’s geschafft. Sie hat die Wahl in Hamburg gewonnen. Überrascht? Wohl kaum. Überraschend war hier nicht einmal so richtig die absolute Mehrheit, denn auch die lag in den Umfragen schon nahe. Dass die SPD den 50 % aber soo nahe kommt, hatten wohl die wenigsten gedacht.

Ganz anders auf seiten der CDU. Völlig abgestürzt ist fast noch untertrieben. Sie haben so viele Prozentpunkte verloren wie sie noch haben. Einziger Lichtblick für das schwarz-gelbe Lager: Die FDP ist wieder drin.
Nach 2004 mit 2,8 % und 2008 mit 4,8 % schaffte sie die Fünfprozenthürde nun deutlich. Warum weiß keiner so genau, aber irgendwie soll es was mit Katja Suding zu tun haben von der aber auch irgendwie niemand mehr weiß als dass sie ganz toll ist und eine gelbe Regenjacke hat.

Und die Grünen? Die nackten Zahlen zeigen eine ordentliche Steigerung des Wahlergebnisses, angesichts des Bundestrends ist das aber deutlich weniger als erhofft. Für uns war die Lage in Hamburg aber diesmal auch nicht einfach. In der Koalition lief einiges nicht so wie gewünscht. Aber immerhin, der von den Grünen angestoßene Regierungswechsel hat geklappt – wenn auch leider ohne sie.

Nun müht sich die SPD dieses Ergebnis auf den Bund und auf die anderen Landtagswahlen zu übertragen. Die CDU versucht das Gegenteil – beides verständlich. Recht geben muss man hier jedoch der CDU. In Umfragen vor der Wahl sagten 93 % der Hamburger die Politik vor Ort sei wichtig für ihre Wahlentscheidung – die Bundespolitik lag weiter dahinter zurück.

Dennoch ist es ein schönes Signal für die SPD und man startet gut gelaunt in dieses Superwahljahr. Grün-Wähler (oder die, die es werden wollen), dürfen sich von diesem Ergebnis nun aber nicht verunsichern lassen. Die Umfragen sahen in Hamburg schon seit Monaten ganz andere Dimensionen für die Grünen als in Baden-Württemberg.

Hier sind die Zahlen zwar zuletzt auch etwas rückläufig, aber keine Panik: Die Umfragen waren sehr knapp als grün-rot vorne lag und sie sind nun sehr knapp, wo schwarz-gelb vorne liegt. Das zeigt eigentlich nur eines: Es ist noch nicht gegessen.

Es kommt nun in den nächsten fünf Wochen auf jeden Einzelnen an. Trotz Ein-Stimmen-Wahlrecht haben wir auch hier zwei Stimmen: Eine für den Wahlzettel und eine für Freunde, Nachbarn und Facebook.

Mischt euch in Debatten ein, überzeugt Unentschlossene und helft mit, dass wir in Baden-Württemberg die CDU nach 58 Jahren endlich in die Opposition schicken – damit Winfried Kretschmann Ministerpräsident wird.

Der hat nicht nur ein offenes Ohr für die Bürgergesellschaft, sondern gleich zwei. Angetrieben von einem inneren Wertekanon voller fester Überzeugungen, die er mit Leidenschaft und immer auch mit dem Blick auf das Machbare im Sinne des Landes umzusetzen versucht.

Kämpfen wir dafür, dass er eine Chance bekommt!

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Dr. strg. c. Guttenberg

Dr. strg. c. Guttenberg – so wird der bisherige politische Überflieger KT derzeit auf Twitter verspottet. Bei Wikipedia hat wohl jemand versucht, ihm als zusätzlichen Vornamen “Xerox” zu verpassen – den Namen eines Herstellers von Druckern und Kopierern.*

Dr. KT sagt derweil Wahlkampf-Termine ab, weil er in Berlin “unpässlich” ist. Vielleicht schreibt er gerade an einer neuen Doktorarbeit?! 😉

Aber im Ernst. Es ist geradezu unglaublich, wenn man sich die Vorwürfe im Detail ansieht. Es geht nicht um einzelne Sätze, sondern um ganze Passagen und das noch dazu mehrfach und aus den verschiedensten Quellen. So etwas passiert nicht aus Versehen.

“Unfein” hörte ich heute jemanden dazu sagen und so sehr dieses Wort zunächst mal vielleicht überdiplomatisch klingt – insbesondere für jemanden mit adeligen Wurzeln, wo Manieren besonders viel zählen, ist das echt hart.

Unser AC/DC-Minister ist also womöglich gerade auf seinem ganz persönlichen “Highway to hell”…

* Wäre eigentlich eine geniale Idee für eine virale Kampagne. Wer weiß, welches Marketing-Genie dahintersteckt? 😉

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Mappus, Özdemir, Kretschmann: Quatsch mit Soße

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Stefan Mappus (CDU) warnt vor einem Ministerpräsidenten Cem Özdemir in Baden-Württemberg. Als ich das las, war meine Gefühlslage irgendwo zwischen Belustigung und Empörung.

Nun sitze ich seit etwa dreieinhalb Jahren im Landesvorstand der Südwest-Grünen und muss mir von Mappus über die Medien sagen lassen, Cem Özdemir bestimme statt Winfried Kretschmann den Kurs der Landespartei. Außerdem würde er statt Kretschmann Ministerpräsident werden, wenn die Grünen eine Koalition anführen können.

Das ist sowas von an den Haaren herbeigezogen. Es gibt einen ganz klaren Parteitagsbeschluss, dass Winfried Kretschmann unser Spitzenkandidat ist und ich kenne auch niemanden, der das auch nur in Frage stellt, geschweige denn irgendjemand anderen gerne an seiner Stelle sähe.

Im Gegenteil – selbst viele, die sonst eher mit Kretschs staatstragender Art hadern, sind jetzt heilfroh, dass er in Zeiten, wo die Grünen für den Ministerpräsidenten in Frage kommen, unser Spitzenkandidat ist.

Empörend ist es deshalb, weil die CDU hier wider besseres Wissen Stimmung zu machen versucht. Die gleiche Masche mit der Warnung vor Cem Özdemir als Ministerpräsidenten hatte ich schon letztes Jahr vom CDU-Landtagsabgeordneten Reinhard Löffler gehört. Das war schon damals Quatsch und heute versuchen sie es in Form von Stefan Mappus wieder.

Empörend auch deshalb, weil da doch sehr sicher eine perfide Strategie dahintersteckt. Die klassische, konservative CDU-Klientel lässt sich mit der Warnung vor einem türkischstämmigen Ministerpräsidenten mit Namen Özdemir leichter mobilisieren als mit dem Katholiken Kretschmann. Der taugt irgendwie nicht so als Feindbild, zumal viele Konservative die für sie wichtige Orientierung an Werten auch eher bei Kretschmann sehen als beim EnBW-Zocker Mappus.

Aber irgendwie ist es auch lustig, dass der CDU anscheinend gar nichts Besseres einfällt. Wie schlimm muss man dran sein, um sich an so etwas klammern zu müssen?

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Niki Lauda: Nirgendwo tanzen Männer zusammen

Die verbalen Entgleisungen von Niki Lauda gegenüber Schwulen und Lesben in einem Interview mit der Tageszeitung Österreich gingen ja gestern ganz groß durch Twitter und die Blogosphäre.

Einen (Ab-)Satz fand ich besonders dumm und weltfremd:

Dass es nicht Aufgabe des ORF ist, der Jugend einen schwulen Tanzstil „Mann tanzt mit Mann“ zu propagieren, den es in Wahrheit nirgends gibt. Es tanzt ja nirgendwo ein Mann mit einem Mann – in keiner Disco, auf keinem Ball –, nur im ORF, weil der damit Quote schinden will.

Mal abgesehen davon, dass Schwule natürlich mit Männern tanzen, habe ich erst gestern einen Film im Kino gesehen, wo genau das der Fall ist. Nein, sie tanzen in dem Fall nicht eng umschlungen irgendeinen Standard-Tanz, sondern eher was Moderneres, Ungewöhnlicheres, aber jetzt kommt der Clou: Die beiden sind nicht einmal in dem Film schwul, sondern einfach nur gute Freunde.

Und in der Disco – wie oft habe ich da schon Hetero-Männer miteinander tanzen sehen? Ich habe aus gutem Grund nicht gezählt: Denn, wen interessiert das?

Ich frage mich, ob er wirklich denkt, dass außer im ORF nirgendwo Männer mit Männern tanzen oder ob er nur dachte, er kann das ja mal so behaupten, um seine Äußerungen zu untermauern und es wird schon niemand wagen, öffentlich zu widersprechen. Vielleicht war es ja auch er, der bewusst Quote machen wollte mit seinen Äußerungen.

Ein besonderes Schmankerl an der ganzen Sache ist ja irgendwie auch, dass der Typ vom ORF ausgerechnet Haider heißt.

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Geheimes Videomaterial aus der CSU-Zentrale

In den letzten Tagen machte ein peinlicher CSU-Spot über die angebliche “Dagegen-Partei”, die Grünen, die Runde in Blogs und auch in traditionelleren Medien.

Es ist so richtig plump und versucht mit dem alten Freund-Feind-Schema die Grünen in eine radikale Ecke zu drängen. Aber “grün und dumm” und die Steinschleuder bekamen der CSU nicht gut.

Auf YouTube bewerten über 4.000 Menschen das Video aktuell als negativ und weniger als 600 haben den erhobenen Daumen angeklickt. Erhoben wurde eher der Zeigefinger.

Aber wie kam dieses Video zustande? Wir haben hier geheimes Videomaterial aus der Parteizentrale der CSU. Man überlegt sich, was man den aufstrebenden Grünen denn so entgegensetzen könnte:

Titel: Inside CSU – Ein Blick hinter die Fassade der CSU

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Berlusconi kann endlich wieder vor Gericht

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Silvio Berlusconi ist durch ein Urteil des italienischen Verfassungsgerichts nun nicht mehr automatisch durch sein Amt vor Strafverfolgung geschützt.

Endlich! Es ist wirklich peinlich, dass so jemand wie Berlusconi ein Land in der EU führt.

Berlusconi behauptet nun: “Es lässt mich völlig kalt, ob diese Prozesse nun gestoppt werden oder nicht.”

Genau, deshalb hat er ja auch diese Gesetze, die nun teilweise vom Gericht wieder einkassiert wurden, erlassen. Weil es ihn völlig kalt lässt.

Hoffentlich kostet es ihn das Amt. Und zwar diesmal endgültig.

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