Doppel-Geburtstag – mein Blog und WordPress

Heute vor zehn Jahren wurde WordPress veröffentlicht. Und heute vor sechs sieben Jahren begann ich mit diesem Blog. Das eine bedingt das andere, denn mein Blog läuft auf Basis von WordPress – meinem Lieblings-CMS,Wordpress (Logo) das ich inzwischen längst nicht nur für Blogs, sondern auch für Websites nutze.

Dass diese beiden Geburtstage zusammenfallen, ist aber dennoch Zufall. Ich hab heute morgen per Twitter erst vom WordPress-Geburtstag erfahren. Kennengelernt hab ich WordPress in Version 1.5.2, wenn ich mich richtig erinnere. Wir haben es damals als Streikblog im Studiengebühren-Protest 2005 genutzt. Danach hab ich im Stuttgart-Blog ein bisschen mitgemischt, bevor ich dann am 27. Mai 2006 selbst einen eigenen Blog auf einem Webspace eröffnet habe.

Wie schon in unzähligen anderen Rückblicken geschrieben, ist seitdem vieles anders geworden. Nicht nur die Welt drumherum, auch das Bloggen hat sich verändert. Und WordPress natürlich auch. Inzwischen haben wir Version 3.5.1 und vieles ist sehr viel einfacher geworden. Doch WordPress ist auch viel, viel mächtiger geworden. Vielleicht muss es aufpassen, nicht zu dick zu werden, aber bisher macht es mir nicht den Eindruck.

Was ich an WordPress liebe? Die einfache Bedienung, die wirklich unschlagbar einfache Installation und die vielen Erweiterungsmöglichkeiten durch Plugins! Danke, WordPress! Das schönste an meinem Blog sind übrigens die Menschen, die ich darüber kennengelernt habe. Happy Birthday – an WordPress und an meinen Blog!

P.S.: Was ist das eigentlich für eine Verwandtschaftsbeziehung zwischen WordPress und meinem Blog? Ist WordPress die Mutter und ich bin der Vater?

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CDU will Frauenquote 2020

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Die CDU will die gesetzliche Frauenquote im Jahr 2020. Total absurd. Ich bin kein Fan harter und hoher Quoten, aber so gute Alternativen sehe ich leider auch nicht. Daher hoffe ich eher, dass man eine jetzt vielleicht bald eingeführte Quote im Jahr 2020 wieder abschaffen kann – weil sich bis dahin die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass es ganz gut ist, wenn beide Geschlechter im Schnitt etwa gleich stark in Aufsichtsräten zu haben.

CDU-FahnenAber bis dahin warten (und dann auch noch nur 30 % vorschreiben zu wollen), ist einfach nur Blödsinn. Ein erkennbarer Versuch durch zahnlose Symbolpolitik die eigenen Abweichlerinnen zu besänftigen, damit sie nicht mit der Opposition für eine gesetzliche Frauenquote in Aufsichtsräten stimmen.

Lieber jetzt eine Quote von 30-35 % einführen mit einer schon feststehenden Erhöhung auf 40-45 % in einigen Jahren – und wenn sich sowas in der Größenordnung dann etabliert hat, das wieder abschaffen. Ein Umdenken sollte ja das Ziel sein und nicht eine künstlich (weil staatlich verordnet) hochgeschraubte Frauenanzahl.

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Eine Mail ist eine Mail ist ein Brief

Eigentlich will ich das gar nicht weiter kommentieren. Denkt aber bloß nicht, dass die zentrale E-Mail-Adresse für alle Mitarbeiter schon das Highlight wäre:

Ihre E-Mail geht beim Finanzamt in einer zentralen Mail-Posteingangsstelle ein und wird von dort weiterverteilt. Der zuständige Bearbeiter erhält Ihr E-Mail gegenwärtig wie eine Postkarte in der Briefpost.

Das Finanzamt ist aus Gründen der Gleichbehandlung jedoch gehalten, eingehende E-Mails grundsätzlich wie normale Briefpost zu behandeln.
Sie können also durch die Kommunikation per E-Mail keine wesentlich beschleunigte Erledigung Ihres Anliegens erwarten.
Die Beschleunigung durch den Wegfall der Postlaufzeiten bleibt Ihnen allerdings erhalten.

Zitiert aus: Hinweise zur Kommunikation per E-Mail (Finanzamt Stuttgart)

Über den Satz “Ihre E-Mail kann nur bearbeitet werden, wenn Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift vollständig angegeben haben!” kann man unter diesen Umständen glatt hinwegsehen.

Ach ja, auch wenn die verlinkte Website des Finanzamts etwas anderes vermuten lässt: Wir sind im Jahr 2013!

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Netzpolitik im Kabarett: Tobias Mann

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Gestern bei Neues aus der Anstalt gab es einen Beitrag zur Netzpolitik von Tobias Mann. Man merkt, dass das Publikum leider nicht immer so ganz folgen kann, aber ich finde es sehr gut und wichtig, dass das Thema auch im politischen Kabarett mehr Fuß fasst und so hoffentlich doch mal ein breiteres Publikum erreicht.

Wobei man wohl für ein besseres Verständnis der Nicht-Netzpolitiker wohl einfach mehr Zeit für solche Beiträge bräuchte. Aber er bringt auf jeden Fall ein oma-kompatibles Beispiel gegen die “Nichts zu verbergen”-Einstellung. 🙂

Thematisch geht es in den fünf Minuten um Vorratsdatenspeicherung, den Staats- bzw. Bundestrojaner und um Netzsperren. Also ein kleiner Rundumschlag.

Das Video habe ich dank Rivva eben bei Netzpolitik.org gefunden.

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Mein erstes Mal: Arbeitslosengeld beantragen

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Bei meiner angestrebten Selbstständigkeit hoffe ich stark auf den Gründungszuschuss. Um für diesen überhaupt antragsberechtigt zu sein, muss ich mindestens einen Tag arbeitslos sein und Arbeitslosengeld (ALG I) beziehen.

Dafür muss ich nun natürlich auch dieses erst einmal beantragen. Arbeitsamt alias Agentur für Arbeit (Logo)Vieles ist dabei einfach nur mit Ja oder Nein anzukreuzen, bei mir meistens Nein, denn ich war noch nie arbeitslos, habe bislang keine Altersteilzeit beantragt oder habe sonst irgendwelche Besonderheiten. Auch die geniale Frage, ob ich bereit bin alles zu tun, um meine Beschäftigungslosigkeit zu beenden, war natürlich dabei. Eigentlich müsste bei einem Ja sofort die Polizei auf der Matte stehen.

Was mich aber sehr überraschte: Ich muss mir von meinen drei* letzten Arbeitgebern auf einem Formular des Arbeitsamts der Agentur für Arbeit bescheinigen lassen, wann ich da gearbeitet habe, was ich verdient habe usw. Ich hab ja in diesem Fall kein Problem damit, da ich mich ja primär selbstständig machen möchte. Aber generell finde ich, dass das meine ehemaligen Arbeitgeber mal sowas von überhaupt gar nichts angeht, dass ich mich jetzt arbeitslos melde.

Wozu habe ich denn Gehaltsbescheinigungen, wozu wird meine Sozialversicherungsnummer erfasst und jeden Monat Geld überwiesen usw.? Diese Demütigung ist doch absolut unsinnig und meines Erachtens auch datenschutzrechtlich problematisch.

* Drei sind es wohl deshalb, weil ich in den letzten zwei Jahren eben drei verschiedene Arbeitgeber hatte. Bei der telefonischen Arbeitssuchend-Meldung sollte ich allerdings alle meine Stationen von jetzt bis zum Abi nennen. Zwei Jahre muss man sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, um für die maximale Dauer von zwölf Monaten Arbeitslosengeld 1 beziehen zu dürfen.

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Ich mach mich selbstständig!

Manche finden es ja sowieso längst überfällig: Ich mache mich selbstständig. Nachdem es in den letzten beiden Festanstellungen einmal gar nicht und einmal nicht gut genug passte, wage ich nun diesen großen Schritt.

Derzeit stecke ich mitten in den Vorbereitungen. Gespräche mit anderen Freelancern und Gründern, Recherchen über den Gründungszuschuss und die Kriterien zur Zulassung als Freiberufler, Telefonat mit einer Steuerberaterin, Stundensatz-Berechnung, Kauf eines neuen Laptops – und natürlich das Schreiben des Businessplans inklusive Finanzplanung. Wobei letzteres noch in der Vorbereitung ist.

Die größte Hürde für den Anfang ist wohl der Gründungszuschuss, denn da gab es von 2011 auf 2012 so massive Änderungen, dass die Anzahl der geförderten Existenzgründungen um 90 % zurückging – und das obwohl der Gründerzuschuss ein sehr erfolgreiches Instrument ist. Etwa 80 % der geförderten Gründungen bestehen nach 19 Monaten weiter – im Gegensatz zu nur 50 % der nicht geförderten Gründungen. Allerdings wurde jetzt wohl so viel eingespart, dass es ganz aktuell wieder einen positiven Schwenk gibt. Drückt mir die Daumen!

Meinen genauen Fokus muss ich noch festlegen, hängt ja auch nicht nur an mir, sondern auch mit an den Behörden, wie ich das formuliere. Aber so ungefähr in diese Richtung wird es gehen:
Tag-Cloud Selbstständigkeit Online-Berater

Und nun erklärt mich für verrückt, beglückwünscht mich oder meldet euch als potentieller Kunde oder Partner! 🙂

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Eislaufen: Henning on Ice – nach 20 Jahren Pause

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Henning on the rocks oder: Henning on ice. Das gab’s zuletzt wohl vor etwa 20 Jahren. Heute hab ich es auf Initiative einer Freundin mal wieder probiert. Damals hieß das ja noch Schlittschuhfahren, heute: Disco On Ice.

Das war vermutlich auch der Grund, warum ich 10-20 Jahre älter war als die meisten, naja. Ich kam mir natürlich erstmal blöd vor bei meinen ersten Gehversuchen – und ja, es waren eher Gehversuche. Mir taten auch sehr schnell die Füße weh, genauer gesagt die Fußsohlen. Also immer wieder hingesetzt und Pause gemacht (im Stehen tat’s auch weh). Irgendwann hab ich dann mal den Schal ausgezogen und irgendwie ging’s besser.

EisIn der nächsten Pause dann auch weg mit dem Mantel und plötzlich wurde ich zur Eis-Ballerina. Zumindest fühlte sich das im Vergleich zur ersten halben Stunde so an. Irgendwie konnte mir vorher keiner richtig erklären, was man machen muss. Aber irgendwann hatte ich’s so halbwegs raus. Irgendwann kam natürlich dann die Kondition ins Spiel, aber es hat dann doch Spaß gemacht.

Als ich dann aber irgendwann aufs Knie gefallen bin, war mir dann doch die Lust vergangen. Und eine andere aus unserer Gruppe hat’s noch deutlich fieser erwischt. Die ist jetzt im Krankenhaus. So gesehen freu ich mich dann doch auf meinen Muskelkater morgen.

Und nächstes Mal starte ich mit mehr Erfahrung – wenn’s nicht wieder 20 Jahre dauert. 🙂

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Billig-Essen von AGRAPROFIT – guten Appetit!

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Pferdefleisch in der Lasagne und Bio-Eier-Betrug: Nicht zuletzt durch die aktuellen Lebensmittelskandale wird mal wieder laut nach mehr Transparenz über die Herkunft unseres Essens gerufen – zu Recht, wie ich finde. In dem Video unten haben sich ein paar Jungunternehmer von “AGRAPROFIT” das Thema Transparenz beim Essen ganz groß auf die Fahnen geschrieben.

Sie erklären den Leuten am Stand auf dem Marktplatz ziemlich genau, wie sie ihre günstigen Preise hinbekommen. Aber bei manchen kann die Ausbeutung anderer Menschen und Tiere so transparent sein – sie sind nur vom billigen Preis fasziniert. Und greifen zu.

Guten Appetit!

Gefunden bei DieSmileyKiste – Entdeckt: Kurzfilm über eine Guerilla-Aktion.

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Eine Woche ohne Smartphone

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Seit ganz genau sieben Tagen habe ich kein Smartphone mehr. Erst im Juli 2012 hatte ich mir ein Samsung Galaxy Nexus gekauft und war damit sehr zufrieden. Leider mag es keine Stürze in Aufzugschächte. Dieses Feature hatte ich beim Kauf aber auch nicht so im Fokus. 😉

Kaputtes Smartphone - hier aus einer Kit-kat-Werbung

Jedenfalls stelle ich jetzt fest, was ich am meisten vermisse: WhatsApp. Sei es um mit Freunden den Tag über etwas in Kontakt zu bleiben, sei es um Verabredungen zu planen. Ich bin selbst etwas überrascht davon. Wobei es vielleicht auch mit daran liegt, dass ich jetzt mein iPad wieder mehr bei mir habe und das natürlich auch einige Funktionen des Smartphones abdecken kann (E-Mails, Facebook, Einchecken). WhatsApp gibt’s für das iPad nicht. Aber da ich sowieso die meiste Zeit des Tages einen Computer um mich rumhabe, sind Facebook und E-Mails auch nicht das, wofür ich das iPad seitdem oft nutze. Das ist viel mehr Foursquare – ich muss ja schließlich einchecken. 😉

Einfach nur eine – zumindest mich – faszinierende Feststellung am Rande. Und ja, natürlich kommt wieder ein neues Smartphone. 🙂

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Landtagswahl Niedersachsen: Hauchdünner Sieg

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Es war sauknapp in Niedersachsen – und spannend wirklich bis zur letzten Sekunde als die Landeswahlleiterin Ulrike Sachs gegen 23:40 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis verkündet: Ein Sitz Vorsprung für Rot-Grün vor Schwarz-Gelb, Linke und Piraten bleiben draußen. Und das, wo es die meiste Zeit des Abends danach aussah als würden CDU und FDP eben diesen einen Sitz vorne liegen.

Nun kam es anders und das freut mich sehr. Es erspart uns eine absurde Debatte darüber, ob man im Falle eines Patts im Landtag über Alternativen zur großen Koalition überhaupt Gespräche führen darf (Ampel und Schwarz-Grün). Es ermöglicht einen Politikwechsel in Niedersachsen, wo die Menschen zwar gerne David McAllister als Ministerpräsidenten behalten wollten, aber Schwarz-Gelb nicht länger wollten. Und es stärkt Rot-Grün im Bundesrat.

Natürlich gibt es symbolisch auch Rückenwind für die Bundestagswahl. Aber nur symbolisch. Gute 12.000 Stimmen in die andere Richtung (oder auch nur ein anderes Auszählverfahren für die Sitze) und die Wahl wäre andersherum ausgegangen. Das hätte ja aber keine völlig andere Stimmung in der Wahlbevölkerung bedeutet. So oder so ist es einfach superknapp und ein Lager liegt ganz knapp vorne.

Wenn jetzt SPON mit Blick auf den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück von einem “Comeback des Kandidaten” titelt, finde ich das maßlos übertrieben. Dass er selbst in diesem Landtagswahlkampf nicht für Rückenwind gesorgt hat, hat er ja selbst ungewohnt selbstkritisch gestern Abend zugegeben.

Was die Leihstimmen von der CDU an die FDP angeht (68 % der FDP-Wähler bezeichneten ihre Stimme laut ARD selbst so) brauche ich glaub nichts mehr groß zu sagen. Die CDU wird sich am Ende jetzt selbst drüber ärgern, hat es doch einige Abgeordnete ihr Mandat gekostet – und der amtierenden Landesregierung trotzdem nicht zur erneuten Mehrheit verholfen.

Also eigentlich alles weiter wie bisher. Die Bundestagswahl ist noch lange nicht entschieden. Die Grünen sind stark, von der SPD muss noch mehr kommen für die Bundestagswahl – und die Aufteilung der Stimmen zwischen CDU und FDP ist unklar. Gestern Abend sah es danach aus als wäre Philipp Rösler durch das FDP-Ergebnis gestärkt (wenn auch mit absurdem Hintergrund), nun scheint er aber doch zurückzutreten und Rainer Brüderle den Vorsitz zu überlassen.

Alles in allem: Es bleibt spannend.

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