Internetliebhaber

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Ja, ich bin ein Internet-Liebhaber. Ich hab das Internet lieb.

Zur NetzsperrenDebatte gibt es eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe („92 % der Deutschen für Kinderporno-Sperre„)*.

Aufgrund dieser Umfrage sagt der Chef der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, zur Petition gegen die Pläne von Zensursula:

„Das Ergebnis der Umfrage bestätigt meinen Eindruck, dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt wenn auch eine gut organisierte.“

Ist hier eigentlich irgendjemand kein Internet-Liebhaber? Klingt ja so als wär das was Schlechtes.

* Mal ganz abgesehen davon, dass es bei diesem Thema ja doch extremst auf die genaue Fragestellung ankommt. Aber mit solchen Fragestellungen beschäftigen sich ja schon viele andere.

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Netzsperre geht weiter – Hessen plant bereits

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Schlechte Nachrichten für alle, die glauben bei der Netzsperre von Ursula von der Leyen (in Blogs und auf Twitter so gut wie nur noch Zensursula genannt) ginge es ausschließlich um den Kampf gegen Kinderpornographie.

Ein Artikel der Zeit berichtet über weitergehende Pläne – und auch darüber, dass China sich bestätigt fühlt. Die Chinesen wurden schon vielfach für ihre Internet-Zensur von westlichen Staaten kritisiert. Diese Staaten beginnen nun selbst mit der Zensur – und China freut sich.

Die Chinesen haben die Fakten auf ihrer Seite. Waren Internet-Sperren früher das Markenzeichen autoritärer Regierungen wie China und Iran, greifen heute immer mehr westliche Staaten in den Internet-Verkehr ein und errichten Grenzen im World Wide Web. In Deutschland arbeitet der Bundestag gerade an einem Gesetz zur Blockade von Kinderpornografie-Seiten, aber auch viele andere Staaten greifen zum diesem Mittel – von Neuseeland bis zu Finnland.

Statt dass China sich uns annähert und der Bevölkerung mehr Freiheiten gibt, nähern wir uns China an. Eine sehr traurige und gefährliche Entwicklung.

Weiter erfährt man in dem Artikel, dass YouTube in der Türkei bereits seit über einem Jahr gesperrt ist. Eigentlich ein Argument gegen die Aufnahme der Türkei in die EU – solange sie solche Zensurmaßnahmen ergreift. Aber wenn wir das nun auch tun?

Der vorgebliche Kampf gegen Kinderpornographie mit Hilfe einer „Netzsperre“ (die ja eigentlich nicht mal richtig sperrt) durch ein Gesetz der Bundesregierung hat nämlich noch ganz tolle „Nebenwirkungen“ bzw. „Nebenmöglichkeiten“. Wie praktisch, dass es diesen Türöffner gibt, denn nun kann man endlich auch ausländische Seiten mit Online-Glücksspielen sperren. Das wollte Hessen schon mal und war bei den Providern auf Granit gebissen:

Vor einigen Monaten war die Landesregierung bei einem internen Treffen bei den Providern noch abgeblitzt: Zu teuer und zu kompliziert seien die Sperren, die ohnehin keinen Erfolg versprechen. „Wir fühlen uns von den Providern getäuscht“, erklärte Heinrich Sievers, Leiter des Referats Glücksspiel im Hessischen Innenministerium im April auf dem Kölner Forum Medienrecht – schließlich hätten dieselben Provider ja nun der Sperre von Kinderporno-Seiten zugestimmt.

Aber praktisch, es gibt ja nun bald ein Gesetz (CDU/CSU und SPD im Bundeskabinett haben es bereits beschlossen), das weit mehr als nur die Sperrung von Kinderporno-Seiten ermöglicht:

Um weitere Sperrungen auszusprechen müsste nicht einmal das Gesetz geändert werden. Der Glücksspiel-Staatsvertrag sei Rechtsgrundlage genug. „Wir werden zu jedem Verfahren greifen, das Erfolg verspricht“, erklärt Sievers.

Man braucht also nicht einmal mehr das Verhalten anderer Länder zum Vergleich heranziehen („Die Sperrlisten von Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, Australien und Thailand wurden trotz strenger Geheimhaltung gehackt und bei Wikileaks veröffentlicht. Darin ist zu sehen, dass auch zahlreiche Seiten zensiert werden, auf denen keine kinderpornografischen Inhalte angeboten werden.“). Hier sagt eine deutsche Behörde ja ganz offen, dass sie vorhat weitaus mehr als nur kinderpornographische Seiten zu sperren.

Wer Kinderpornographie bekämpfen will, muss die Inhalte aus dem Netz entfernen und nicht mit dem Aufbau einer Zensurinfrastruktur mit erheblichen „Neben-„Wirkungen den Zugang etwas erschweren. 90 % der Seiten auf diesen Sperrlisten stehen in Ländern in denen Kinderpornographie verboten ist. Man muss also nur die internationale Kooperation bei der Strafverfolgung nutzen. Ich hab letztens was gelesen, wo jemand eine entsprechende Seite gemeldet hat, die auf so einer Liste war und die dann innerhalb weniger Tage abgeschaltet wurde. Auch Opfer von Kindesmissbrauch, die ja durch diese Zensur-Pläne angeblich geschützt werden sollen, wehren sich gegen diese Netzsperren, die letztlich sogar dem Ziel schaden.

Kinderpornographische Inhalte entfernen statt Internet-Zensur! Auch im Kapitel „Digital ist besser“ des Grünen-Wahlprogramms wird das übrigens gefordert. Bin nicht ganz unschuldig daran. 🙂

Ich habe eben endlich die bislang erfolgreichste deutsche Internet-Petition an den Deutschen Bundestag unterzeichnet. Was ist mit dir? Zeichne mit! Über 80.000 andere sind schon dabei…

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Spam: Spannende Reise mit politischen Stellen

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Das leidige Thema Spam. Immer öfter kommt hier Spam wie dieser hier (beide von heute):

Es ist eine sehr gute idee, durch Video podcast zu informieren über politische Themen. Dies macht es verständlich fü alle, die nicht mit diese themen arbeitet.

Das war ein Kommentar zu meinem Podcast über meine letzte Prüfung, der überhaupt gar nichts mit Politik zu tun hat.

Und dann noch das hier:

Bio-würste, Es klingt sehr gesund. Esst du vegetarisch, oder ist es nur durch die Umstände gezwungen? Es klingt wie eine spannende Reise mit politischen Stellen.

Der Kommentar war zu meiner Ankündigung des Bundesparteitags/BDK und meiner Fahrt nach Berlin, wo es in den Kommentaren um das Essen ging.

Beide Kommentare kommen von der gleichen IP-Adresse und sind auch von den URLs her und den dafür verwendeten Kommentier-Namen eindeutig Spam.

Aber ich frage mich wie diese Texte zustandekommen. Ist das schon automatisiert? Klingt irgendwie danach. Mein Blog dreht sich ja viel um Politik, aber nicht nur. Ein Mensch würde doch bei dem Podcast zur letzten Prüfung nicht mit Politik kommen. Und „eine spannende Reise mit politischen Stellen“? Wie bitte?

Spam wird immer nerviger je weniger er gleich auf den allerersten Blick zu erkennen ist. 🙁

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SPON: Die Mitte ist rechts

SPON schreibt über das pc09 alias Polit-Camp 2009, ein großes reales Web-Treffen zum Thema Politik 2.0 am vergangenen Wochenende in Berlin. Ich konnte leider nicht dabei sein, aber ich bin beim Lesen des SPON-Artikels sehr schmunzelnd über diesen Absatz gestolpert, der doch erhebliche Zweifel daran aufkommen lässt, dass man bei SPON weiß, wo die Mitte ist:

Programmatisch nur die Sitzordnung: Links sitzt Halina Wawzyniak, als Vertreterin der Linken, rechts neben ihr SPD-Online-Wahlkämpfer Kajo Wasserhövel, dann folgt der grüne Kollege Robert Heinrich und in der Mitte, wo sie sich eh sieht, die CDU mit Stefan Hennewig und rechts von ihm Thomas Scheffler von der FDP.

Wenn drei rechts von dir sitzen (aus Zuschauersicht links) und einer links von dir, dann bist du also in der Mitte?!

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Pro Links: Fürs Verlinken und gegen nofollow

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Unter dem Titel „Wer nicht verlinkt, schneidet sich ins eigene Fleisch“ gibt es von Jan Tißler beim Upload-Magazin einen sehr guten Blog-Eintrag, der erläutert, warum Verlinken dem Verlinkenden nutzt und klärt die zwei größten Irrtümer in dieser Frage auf.

Ergänzen möchte ich noch, dass andere jemanden, der selbst kaum verlinkt auch weniger gern verlinken. Ich kam durch die Blog-Herz-Aktion darauf.

Und weil’s so gut zum Thema passt, möchte ich noch darum bitten den eigenen Blog zu überprüfen, ob dort in den Kommentaren nofollow eingestellt ist. Seit einigen Versionen ist dies bei WordPress Standard, wird aber zum Beispiel durch das Do-Follow-Plugin wieder rückgängig gemacht.

Das Attribut nofollow bei einem Link bewirkt, dass die (meisten) Suchmaschinen ihn ignorieren und nicht weiterverfolgen, also nicht in das Ranking einfließen lassen. Ursprünglich war das mal als Spam-Bekämpfung gedacht, verpuffte aber wirkungslos (schließlich gibt es nach wie vor Massen an Spam). Daher gibt es auch die Initiative nonofollow auf der auch nochmal elf Gründe gegen nofollow aufgeführt sind.

Also überprüft doch bitte eure Blogs auf nofollow (Robin zum Beispiel) und verlinkt schön brav! 🙂

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Nanoblogging statt Microblogging – Flutter!

Ich lache immer noch: Microblogging ist out, Nanoblogging ist in. Twitter ist tot, es lebe Flutter!

Viele Leute haben keine Zeit zu twittern. 140 Zeichen zu füllen braucht halt seine Zeit. Hier setzt Flutter an: es gibt nur 26 Zeichen – eins für jeden Buchstaben des Alphabets.

Herrlich ernsthaft gemacht dieses Video. Ich hab’s zwar heute erstmals entdeckt, aber das ist sicher noch ein verspäteter Aprilscherz – oder halt ein Scherz ohne April. Aber Hauptsache, es bleibt genug Scherz übrig. 😉

So, ich muss dann jetzt mal nanobloggen… 😀
Oh, das wär schon zu lang.

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Netzbegrünung Baden-Württemberg – Mitmachen?

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Netzbegrünung war hier im Blog immer wieder mal ein Stichwort. Auf Bundesebene hat es da auch schon ein Treffen von grünen Netzaffinen gegeben (mit einer sensationellen Teilnehmerquote von 70 % der Eingeladenen). Das wollen wir jetzt in Baden-Württemberg auch machen.

Wir – der Landesverband der Grünen in Baden-Württemberg – suchen also netzaffine Grüne aus BaWü. Egal ob tatsächliches Mitglied oder eher gefühlt. Aber eine grüne Nähe muss natürlich da sein, sonst macht das keinen Sinn.

Was diese Netzbegrünungs-Gruppe dann genau macht, muss man in der Gruppe dann noch klären. Grob gesagt geht es um einen Austausch darüber, was für die Grünen in Baden-Württemberg (also Landesebene, aber ruhig auch kommunal/regional) im Netz wichtig ist und was eher nicht. Was müssen wir unbedingt machen, was machen wir bereits gut, wo müssen wir nacharbeiten, was für Kampagnen könnte man starten, Schulungen anbieten, was weiß ich… was euch halt so einfällt.

Dies alles und das obligatorische „viel mehr“ wollen wir auf einem Netzbegrünungs-Treffen BaWü besprechen. Mitmachen kann wie gesagt jeder, der oder die sich angesprochen fühlt (grün-affin und netz-affin).

Schreibt dazu einfach einen Kommentar unter diesen Eintrag aus dem klar hervorgeht, dass ihr mitmachen wollt und tragt eine E-Mail-Adresse ein unter der wir euch dann kontaktieren können.

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Blogs zum Thema Enterprise 2.0

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Für meine Diplomarbeit fing ich vor ein paar Wochen an, meinen Feed-Reader mit Blogs zum Thema Enterprise 2.0 aufzurüsten. Ein paar passende waren zwar schon drin, aber es war klar: da gibt es mehr – und für die Diplomarbeit sollte ich mehr abonnieren. So erfährt man am ehesten von neuen Entwicklungen.

Nach ein bisschen selber suchen habe ich dann die Frage einfach mal in Twitter gestellt und recht viele Antworten (teilweise ganze Linklisten) bekommen. Auch deshalb komme ich erst jetzt dazu, die alle zu sichten und den Leuten zu danken. Hier also eine – sicher nach wie vor unvollständige – Liste mit Blogs zum Thema Enterprise 2.0. Teilweise selbst gefunden, teilweise als Tipp bekommen und teilweise schon länger im Reader:

Ich bin dabei übrigens auch auf eine sehr interessante Person gestoßen: Prof. Dr. Gunter Dueck alias „wild duck“ von IBM. Ergänzungen, Meinungen oder Kritik gerne in den Kommentaren.

Und vielen Dank an Thilo Specht, Kai Nehm, Lars Brücher, Andreas Schulze-Kopp, Tobias Lindner, Antje Schussmann und Willms Buhse für ihre Link-Tipps!

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Die wichtigsten Twitterer aus Stuttgart

Was ich da gestern zu dem Artikel über die zehn besten Blogs in Stuttgart geschrieben habe, gilt mehr oder weniger genauso für einen Artikel über die „wichtigsten“ Twitterer aus der Region Stuttgart.

Auch hier wurde der geschriebene Artikel bis heute nicht veröffentlicht und in den letzten Tagen dann vom Autor in seinem Blog publiziert. Ich bin auch wieder mit drin. Einmal in der Liste der Empfehlungen, wer aus Stuttgart und Umgebung lesenswert ist und dann noch mit einem Statement – wieder zum Thema Politik und Web 2.0:

Auch lokale Netzaktivisten wollen das Potenzial nutzen. Wichtigster Onlineberater der hiesigen Grünen ist Henning Schürig. Der Student und Beisitzer im Landesvorstand twittert den auch ab und zu live von Parteitagen oder politischen Veranstaltungen. “Das bringt die Politik irgendwie auch näher an die Menschen heran,” sagt er.

Der zitierte Satz ist einer von vielen, die ich in dem Interview gesagt hatte. Der Volltext der Antwort wurde schon im Dezember veröffentlicht, weil klar war, dass der Volltext nicht in LIFT landen wird.

Neben irgendwelchen einfach kommunizierbaren Vorteilen von Twitter wie schneller an Informationen zu kommen, ist das „näher dran sein“ meiner Ansicht nach der am meisten unterschätzte Aspekt vom Twittern.

Mein Getwitter wird in dem Artikel übrigens zusammengefasst als „Grüne Politik und Studialltag“. Dürfte passen. Wer sich ein eigenes Bild machen will: twitter.com/hensch

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