Eine Mail ist eine Mail ist ein Brief

Eigentlich will ich das gar nicht weiter kommentieren. Denkt aber bloß nicht, dass die zentrale E-Mail-Adresse für alle Mitarbeiter schon das Highlight wäre:

Ihre E-Mail geht beim Finanzamt in einer zentralen Mail-Posteingangsstelle ein und wird von dort weiterverteilt. Der zuständige Bearbeiter erhält Ihr E-Mail gegenwärtig wie eine Postkarte in der Briefpost.

Das Finanzamt ist aus Gründen der Gleichbehandlung jedoch gehalten, eingehende E-Mails grundsätzlich wie normale Briefpost zu behandeln.
Sie können also durch die Kommunikation per E-Mail keine wesentlich beschleunigte Erledigung Ihres Anliegens erwarten.
Die Beschleunigung durch den Wegfall der Postlaufzeiten bleibt Ihnen allerdings erhalten.

Zitiert aus: Hinweise zur Kommunikation per E-Mail (Finanzamt Stuttgart)

Über den Satz “Ihre E-Mail kann nur bearbeitet werden, wenn Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift vollständig angegeben haben!” kann man unter diesen Umständen glatt hinwegsehen.

Ach ja, auch wenn die verlinkte Website des Finanzamts etwas anderes vermuten lässt: Wir sind im Jahr 2013!

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Anfrage Gastbeitrag Krisenseminare

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
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  • Lesedauer:2 min Lesezeit

Also, manchmal fällt mir ja echt nichts ein, was ich in den Blog schreiben könnte. Aber manchmal hab ich auch drei Themen auf einmal und blogge dann oft nur eins, um euch nicht quantitativ zu überfordern. Manchmal taucht eines der Themen dann in einem anderen Blog auf, wo ich schreibe.

Aber generell ist es schon so, dass mir eigentlich genug einfällt und ich nicht den Content fremder Leute brauche. Daher dachte ich bei einer Mail mit dem Betreff “Anfrage Gastbeitrag” auch, das wäre – mal wieder – die Anfrage, ob ich woanders was schreiben kann.

Da kommen immer wieder mal so Mails. Teilweise von Bekannten und ich werde gebeten, dauerhafter Co-Autor eines Blogs zu werden und teilweise auch mal Anfragen für einzelne Beiträge.

Hier will die gute Frau aber einen Beitrag von sich bei mir veröffentlichen. Und als ob ich ihr damit nicht schon genug nen Gefallen tue (schließlich lehne ich dauernd Bitten um Veröffentlichung – auch von Freunden – ab), will sie auch noch zwei Links zu sich haben.

Sehr geehrter Herr Schuerig,

ich bin auf Ihre Website www.henningschuerig.de gestoßen und möchte Ihnen folgenden Vorschlag machen:

Ich würde gerne für Ihren Blog einen Gastbeitrag (ca. 300 Wörter) schreiben zB “Krisenseminare” – ein kritischer Artikel zur derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise, diesen können Sie auf Ihrer Website veröffentlichen, dafür bekommen wir zwei Links aus dem Text auf unsere Website.

Der Vorteil für Sie: Sie erweitern Ihr Angebot um themenrelevanten Text, der Ihnen auch zusätzlich Besucher bringen kann.

Natürlich können auch Sie einen Beitrag auf meinem Blog veröffentlichen.

Sind Sie daran interessiert?

Mit freundlichen Grüßen
Lisa S…

Nein, danke!

Was auch immer “Krisenseminare” eigentlich sein sollen. Vermutlich machen die da noch Werbung für irgendwelche dubiosen Seminare mit denen sie armen, verunsicherten Leuten das Geld aus der Tasche ziehen.

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E-Mail-Abo geht wieder

  • Beitrags-Kategorie:Blog intern
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  • Lesedauer:1 min Lesezeit

Ein paar Tage lang wurde keine Mails an die E-Mail-Abonnenten verschickt, wenn was Neues gebloggt wurde. Jetzt geht es wieder. Die Mail zu diesem Eintrag sollte in den Posteingängen der Abonnenten sein – zweimal ich mit Test-Adressen und dann die Abonnentin, die ich vom alten Plugin zum Neuen rübergerettet habe.

Für die verpassten Einträge einfach den Blog manuell besuchen. 🙂

Wer nun auch die Blog-Einträge per Mail bekommen möchte, der sollte sich hier eintragen. Abmelden geht dort natürlich auch.

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Geschäftsangebot von Herrn Betong

Da checke ich eben kurz meine Mails und sehe Post von “Mr. Emmanuel Betong”. Hm, nette Schreibweise von Beton, dachte ich mir. Betreff: “DAVON: EMMANUEL BETONG”. Hm, okay?!

Klar, Spam. Aber irgendwie wollte ich die Mail dann doch mal öffnen. Da wurde mir dann auch klar, was mit “Davon” gemeint war, der Absender.

Hier die Spam-Mail im Wortlaut. Ich hoffe, ihr amüsiert euch so wie ich. 🙂

Davon: Herr Emmanuel Betong
Betriebsleiter
Internationale Geschäftsbank
Kanashi-Zweig
Ghana.

Lieb,

Mein Name ist Herr Emmanuel Betong, ich bin der Regionalbetriebsleiter der Internationalen Geschäftsbank Ghanas kanashi im Westgebiet Ghanas. Ich bekam Ihre Information während meiner Suche durch das Internet. Ich bin 44 Jahre alt und geheiratet mit 2 schönen Kindern. Es kann Sie interessieren, um zu hören, dass ich ein Mann des FRIEDENS bin und Problem nicht will, hoffe ich nur, dass wir einander helfen können. Wenn Sie nicht wollen, dieses Geschäftsangebot vergessen es freundlich, wie ich mich mit Ihnen wieder nicht in Verbindung setzen werde.

Ich habe eine Finanztransaktion paketiert, die uns beiden als der Regionalbetriebsleiter der Internationalen Geschäftsbank nützen wird; es ist meine Aufgabe, einen Finanzbericht zu meiner Zentrale in der Hauptstadt Akkra am Ende jedes Jahres einzusenden. Auf dem Kurs des letzten Endes des Jahres 2006 des Jahr-Berichts entdeckte ich, dass mein Zweig, in dem ich der Betriebsleiter bin, Fünf Millionen fünfhundertfünfzigtausend Dollar [5,550.000.00], dessen meine Zentrale nicht bewusst ist und dessen nie bewusst sein wird.

Ich habe seit dem Platz dieser Fonds darauf, was wir SPANNUNGSRECHNUNG ohne jeden Begünstigten nennen. ALS ein Offizier der Bank kann ich nicht mit diesem Geld direkt verbunden werden, so informierte das mein Kontaktieren mit Ihnen für uns, um zu arbeiten, so dass Sie helfen können, dieses Geld in Ihr Bankkonto für uns zu erhalten, um SICH ZU TEILEN. Während Sie 30 % des Totalfonds .Note haben werden, gibt es praktisch keine Gefahr eingeschlossen, es wird Bank zur Banküberweisung, alles sein, dass ich von Ihnen brauche soll Anspruch als der ursprüngliche Kontoinhaber dieses Fonds ertragen, der die Ablagerung mit unserem Zweig machte, so dass meine Zentrale die Übertragung auf Ihr bezeichnetes Bankkonto bestellen kann. Wenn Sie dieses Angebot akzeptieren, mit mir zu arbeiten, schätze ich es sehr viel. Sobald ich Ihre Antwort erhalte, ich über Sie darauf ausführlich berichten, wie wir es erfolgreich erreichen können.

Mit besten Grüßen,
Herr Emmanuel Betong

Darunter kam dann noch Werbung von Yahoo, da die Mail von einer yahoo.com-Adresse verschickt wurde. Ach ja, dieser nette Herr Betong will sich also teilen und braucht dafür meine Hilfe, da er sich irgendwie mit dem Geld teilen will. Sehr beruhigend ist es, zu hören, dass er ein Mann des Friedens ist, auch wenn das Wort Spannungsrechnung schon wieder eher aggressiv klingt. Offizier riecht auch irgendwie eher nach Militär. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass er mit zwei hübschen Kindern ver-, pardon, geheiratet ist.

Aber ich glaub, ich geh auf das Geschäft nicht ein. Er würde dann nämlich ausführlich über mich berichten. Jaja, das schreibt er. Naja, und wenn ich da krumme Geschäfte Menschen helfe, möchte ich ja nicht, dass er darüber ausführlich berichtet. Und das auch noch auf meiner Antwort. Oder so.

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Sie haben Post, Herr Blogger!

Immer öfter werde ich in der letzten Zeit angemailt. Firmen möchten, dass ich über sie bzw. den Relaunch ihrer Seite blogge. Menschen von Unis forschen offenbar zunehmend auch im Bereich Blogs und befragen dazu Blogger. Leider sind die Fragen oft viel zu lang, viel zu viele und manchmal überschneiden sie sich im gleichen Fragebogen gnadenlos. Und manchmal kommt auch alles zusammen.

Irgendwie ist das ja nett. Das zeigt ja, dass man sich in der Blogosphäre irgendwie etabliert hat, dass man irgendwie zu einem “Player” geworden ist. Aber es ist auch etwas nervig. Dazu kommt, dass auch die Spammer mich immer mehr zuschütten. Derzeit komme ich auf 100-200 Spamkommentare pro Tag. Werde eventuell demnächst das Mathe-Plugin installieren.

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Mysteriöse Mail: Tach, Post! 2.0

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
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  • Lesedauer:2 min Lesezeit

Vor einiger Zeit kam eine seltsame Mail zu mir, nämlich diese hier:

Sehr geehrter Herr Schürig

ich möchte sie darauf aufmerksam machen, dass meine Tochter Sybille Schneider erst 15 Jahre alt ist und damit minderjährig. Sie mag vielleicht erwachsener wirken, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie noch ein Kind ist.

Nachdem sie nun an Wochenenden immer länger wegblieb, machte ich mir als Vater natürlich Sorgen und kam nicht umher, ihr ein wenig nachzuspionieren. Dabei fiel mir auf, dass sie sich auffällig oft auf ihrer Tagebuchseite herumtreibt. Ich habe mir diese dann auch mal etwas genauer angesehen (hätten Sie ihre privaten Seiten wohl besser mal mit einem Passwort geschützt) und komme zu dem Schluss, dass Sie unter keinen Umständen der richtige Umgang für meine noch so junge Tochter sind.

Ich lege Ihnen daher dringend nahe, den Kontakt zu meiner Tochter auf der Stelle zu unterbinden. Sollte sich da nichts ändern (ich sehe ja, wie oft meine Tochter Ihr Tagebuch noch besucht) werde ich die Polizei einschalten.

Mit sachlichen Grüßen
Hermann Schneider

Ich war etwas verwirrt. Wer ist dieser Mann? Wer ist seine Tochter? Ist der so blöd oder tut der nur so? Wie sachlich und kompetent reagiert die Polizei bei Schlagworten wie “minderjährige Tochter”? Und was nu?

Nachdem ich’s mir verkniffen habe, den Text einfach (anonymisiert) in den Blog zu stellen, habe ich ihm nett, freundlich und sachlich zurückgeschrieben. Im Nachhinein bin ich sehr froh über meinen ersten Satz:

Sehr geehrter Herr Schneider,

der Einfachheit halber nehme ich einmal an, dass Ihre Mail ernst gemeint ist.

Denn das Ganze war eine Aktion von DonVanone, der seine “Tach, Post!”-Reihe in Version 2.0 überführt hat und nun Blogger mit satirischer Post bedenkt.

Meine komplette Antwort, eine Diskussion dazu (etwas zu ernst für Satire) und die kompletten Hintergründe gibt’s bei DonVanone.

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