Heimkommen: Der traurige Weihnachts-Spot von EDEKA

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EDEKA hat zu Weihnachten einen neuen Werbespot rausgebracht, der jetzt für viel Furore sorgt. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Der Spot unter dem Titel “Heimkommen” spielt mit den Emotionen und ich denke genau deshalb bewegt er die Menschen so sehr. Wobei vermutlich der eine oder andere Kritiker sich auch einfach ertappt fühlt.

Es geht um einen einsamen Vater (und Opa) dessen erwachsene Kinder selbst an Weihnachten keine Zeit für ihn finden und der das Fest daher alleine verbringt. Erst als die Kinder die Nachricht vom Tod ihres Vaters bekommen, lassen sie alles stehen und liegen und sind sofort da. Es dürfte inzwischen kein Spoiler mehr sein, was ich jetzt erzähle, weil die meisten den neuen Edeka-Spot wohl schon gesehen haben. Als anlässlich seiner Beerdigung seine Kinder das Haus betreten, ist der Tisch gedeckt und der Vater kommt etwas schüchtern um die Ecke und sagt “Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen?”.

Ich verstehe, wenn man den Plan des Vaters geschmacklos findet, aber mich berührt der Spot sehr. Ich habe dieses Jahr meinen Vater sehr plötzlich (und mit 64 noch ziemlich jung) verloren und habe insbesondere in der Zeit danach sehr oft geträumt, dass er irgendwie doch wieder da ist. Diese Szene kommt mir dabei vor, wie direkt aus meinen Träumen kopiert. Was wäre es schön, wenn es so wäre, wie in dem Spot.

Und letztlich hat der Spot (neben, nein, noch vor der Werbung) doch eine klare Botschaft: Trefft eure Lieben nicht erst, wenn es zu spät ist (bei der Beerdigung), sondern so lange sie noch leben. Und lasst niemanden Weihnachten einsam und alleine feiern.

Daher mag ich diesen Spot. Und ich muss feststellen, dass es nicht einmal leicht ist, diese Zeilen hier zu schreiben.

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Rivella

Nie gehört? Ist so ein Erfrischungsgetränk in aus der Schweiz. Das scheinen die in den Edeka-Filialen in Deutschland jetzt etwas pushen zu wollen. Ist mir vor ein paar Monaten schon aufgefallen, dass die das da jetzt haben. Als ich mir eine der Flaschen mal näher ansah, blieb ich an dem Wort lactoserum (bewusst klein geschrieben) hängen. LactoseRum? LactoSerum? Das Zeug ist da jedenfalls zu 35 % drin und gemeint ist LactoSerum. Stand an der einen Stelle aber irgendwie komisch. Egal, ich schweife ab.

Das Zeug gibt’s derzeit nämlich umsonst. Ich kam an so ner Palette mit 0,33-l-Flaschen vorbei. Hatte eh gerade Durst und zum Probieren ist das ja ne ganz gute Größe. Guck mir also die Flasche so an. Hatte keine Ahnung, ob mir das schmeckt. Begutachte sie also. Drehe sie ein paar Mal. Lese hier, lese da.

Und dann lese ich: Gratismuster. Gratismuster? Kann ich damit jetzt einfach rausgehen? Gucke links, gucke rechts. Überall normale Produkte, auch wenn diese Palette quasi im Flur des Edeka stand, also noch nicht im eigentlichen Laden und auch nicht im Getränkemarkt. Nee, kann ja nicht sein. Alleine schon wegen dem Pfand.

Verkaufen die hier etwa Gratismuster? Das ist doch bestimmt nicht erlaubt. Naja, einfach mal ausprobieren, dachte ich mir dann. Schnapp mir also so ne Flasche und stell mich im Getränkemarkt an. Keine besondere Reaktion beim Kassieren. Außer der Nennung des Preises: 26 Cent.

25 Cent sind Pfand, also hat mich der Inhalt 1 Cent gekostet. Schnäppchen. Geschmack? Erstmal sehr gewöhnungsbedürftig. Finde den Geschmack recht eigenartig. Im wörtlichen Sinne, denn mir fiel nichts ein, womit er sich vergleichen ließe. Diese Ungewohntheit verging aber mit der Zeit und dann schmeckte es mir ganz gut.

Werde die Tage sicher mal wieder ne Flasche probieren. Mal sehen, ob es am Anfang wieder komisch schmeckt. Außerdem ist es sparsam und ich muss mich ja hier ins Schwabenland integrieren. 😉

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