ePerso – der schöne Traum vom Single Sign-On

Eine für die Krankenkasse, eine für das Fitnessstudio, eine für die Reinigung, eine für den Friseur, eine fürs Büro – Chipkarten, überall Chipkarten.

Dazu kommen noch die BahnCard, zwei ec-Karten und der Führerschein, der zumindest mal so aussieht als wäre er eine Chipkarte.

Bei vielen kommen dann noch Kreditkarten hinzu, Studentenausweise oder auch Payback-Karten, Deutschland-Karten usw. Die meisten sollte man auch noch bei sich tragen, weil man hin und wieder danach gefragt wird.

Wie genial wäre es da, wenn eine Chipkarte für den ganzen Kram reichen würde? In der Regel sollte auf den Karten eh nicht mehr gespeichert sein als wie ich heiße und vielleicht eine Kundennummer oder sowas. Sie dienen also nur dazu, mich zu identifizieren.

Wie viele Bahn-Bonus-Punkte ich gesammelt habe oder dass ich meinen Beitrag im Fitnessstudio bezahlt habe, steht eh im Computersystem und nicht auf der Karte.

Wäre da nicht ein elektronischer Personalausweis als Universal-Chipkarte zur Identifizierung extrem hilfreich? In IT-Denglisch ausgedrückt quasi ein Single Sign-On im Real Life? So dass ich alle anderen Chipkarten wegschmeißen kann und mich nur noch mit dem ePerso ausweise, wenn jemand wissen soll, dass ich wirklich ich bin?

Ja. Eigentlich schon. Wären da nicht so einige Bedenken hinsichtlich Sicherheit und – damit eng verbunden – Datenschutz. Schade, es könnte so schön sein.

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8 Responses to “ePerso – der schöne Traum vom Single Sign-On”

  1. Oder auch ein ganz praktisches Problem: Wenn deine Universal-ID-Karte kaputt geht, dann bist Du auf einen Schlag aus all Deiner Rabatte, Kredite, Bargeldquellen, Mitgliedschaften und Deiner Ausweismöglichkeit entledigt.

    Ab dann muss man nicht mehr die ganze Brieftasche klauen – nur die eine Karte.

  2. Ab dann muss man nicht mehr die ganze Brieftasche klauen – nur die eine Karte.

    Wobei meist eh der ganze Geldbeutel weg ist – ob verlorern oder gestohlen. Und dann ist’s auch egal. Man braucht dann immerhin auch nur eine Karte sperren lassen. Ich kenn da jemanden, dem hätte das vor kurzem sehr viel Arbeit erspart.

    Das mit dem Kaputtgehen ist eher ein Argument. Aber wenn das Ding nach zwei Jahren oder so mal kaputtgeht, dann habe ich 730 Tage lang den Nutzen gehabt, dass alles mit einer Karte geht – und dann ein paar Tage oder Wochen nicht. Vielleicht hat das Fitnessstudio dann ja auch für solche Fälle ne normale Ersatzkarte. Oder bietet das sowieso jedem an, der nicht alles seinem ePerso anvertrauen will.

  3. Im Prinzip gut, aber die Anzahl der Karten wächst stetig. Die Folge wäre den Chip dauernd zu erweitern, um neue Dienste zu speichern. Ich fände es echt nervig.

  4. achja: Der Chip des ePA ist _heute_ sicher. Aber aus Kostengründen ist es nicht der sicherste am Markt.

    In ein paar Jahren ist er u.U. so leicht kopierbar wie die anno dunnemals so sicheren EC-Karten.

    Und dann kann man nicht nur Geld klauen – oder kostenlos fit werden.

  5. @Thomas
    Nee, du brauchst an dem ePerso ja gar nichts verändern, wenn das Ding im Wesentlichen die Funktion hat, dich eindeutig zu identifizieren. Nichts anderes braucht mein Fitnessstudio wissen, wenn ich dort einchecke oder der Friseur, wenn er mir meine Bonuspunkte aufs Kundenkonto buchen will.

    @Heiko
    Ja, das ist die Kehrseite.

  6. der gedanke ist gut, lässt sich aber aufgrund der verschiedenen interessen aller beteiligten nicht umsetzen, ich sag nur datenauswertung von paypack usw.

  7. Da gabs doch mal den Versuche so eine Chipkarte einzuführen – ich meine in der Niederlande war das. Der CCC ( Chaos Computer Club ) hat keine Woche gebraucht, da hatten die schon ein Lesegerät, was die Daten aus 10 Meter Entfernung lesen konnt ( wegn IDRF-Technik )

    Also ich möchte sowas nicht haben… ;)

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