Beifahren
Wenn jetzt Beifahren eine Beziehung beschreibt, die Beifahrerin also die Freundin ist, was heißt das dann für Zugfahrer?
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Wenn jetzt Beifahren eine Beziehung beschreibt, die Beifahrerin also die Freundin ist, was heißt das dann für Zugfahrer?
Am 20. September 2006 um 09:15 Uhr
Daß er sich eine Sparpreisgefährtin suchen soll?
Am 20. September 2006 um 23:51 Uhr
Ich finde es ja bezeichnend, daß Häusler auf ein “Liebesbekenntnis” verweist, in dem einem mir nichts, Dir nichts reaktionäre Beziehungshierarchien untergejubelt werden. Aber maybe that’s just me.
Am 21. September 2006 um 00:47 Uhr
Genau. Spreeblick ist ein von-der-Leyen-finanziertes Neocon-Viral-Blog. Jetzt wissen wir endlich bescheid. Die spärlichen Google-Anzeigen und ein paar T-Shirts können ja auch unmöglich seine ganze Familie ernährt haben.
Am 21. September 2006 um 01:09 Uhr
Man sollte vielleicht hinzufügen, daß ich nicht unbefangen über Spreeblick urteile. Wer mir für Kritik Schläge androht und dann einen Grimme kriegt…
Am 21. September 2006 um 09:41 Uhr
Andi: Bitte etwas weniger Krokodilstränen. Ich mußte jetzt ein paar Minuten googlen, um herauszufinden, daß Du wahrscheinlich die Kommentare zu diesem Artikel meinst.
Wenn Du in Häuslers Äußerung schon eine Bedrohung siehst, solltest Du Dein zuvor geäußertes Statement ähnlich qualifizieren.
Am 21. September 2006 um 13:31 Uhr
Ich habe noch nie jemandem Schläge angedroht und ich weiß nicht einmal, wer du bist, Andi. Werd konkret oder lass’ es sein.
Am 21. September 2006 um 13:52 Uhr
Ach Gottchen, jetzt weiß ich, worum’s geht. Lustig. :)
Am 21. September 2006 um 14:32 Uhr
Niels hat es ja dankenswerterweise aufgedeckt. Im verlinkten Artikel hat Johnny etwa auf dem Niveau von Andi auf seine Äußerung zum “Eier abreißen” reagiert. Wobei das ja doch etwas weitergehender ist als “nur” eins
in die Fresse“auf die Nase” hauen. Und es war nicht nur ein Hinweis darauf, dass das früher so gewesen wäre, sondern auch die Wertung: “Und zurecht”.Das (oder ein) Grundmissverständnis in der Diskussion dort scheint mir aber nicht wirklich aufgelöst zu sein, nämlich dass Johnnys “wir” in dem Artikel eben nicht “wir Männer”, sondern “wir Spreeblick” bedeutet und Spreeblick hat auch eine weibliche Seite.
Die Behauptung, Johnny hätte Schläge angedroht, finde ich jedenfalls nicht haltbar. Aber da Johnny Johnny ist und du nicht Marcel Bartels wirst du sicher keine Abmahnung bekommen. ;-)
Damit wieder alle friedlich? (Shit, kaum den Satz geschrieben sind die Batterien meiner Funkmaus urplötzlich leer. Kauft euch nie ne Funkmaus!) Streit hab ich hier nämlich nicht so gern. Diskussion gerne, aber Streit muss ja nicht sein.
Also, Johnny, du hättest dir aber auch nen schöneren Anlass suchen können, hier mal vorbeizuschauen. :-)
Zum Beispiel die Diskussion über das Grundeinkommen. Das dürfte doch auch was für dich sein.
Und nun zum eigentlichen Thema: Ich hab mich eher gefragt, ob man als Zugfahrer nicht viele Beifahrer/innen hat. Nur so’n Gedanke… ;-)
Am 21. September 2006 um 14:48 Uhr
Woher kommt dieses sinnlose Bedürfnis, sich immer versöhnen zu müssen?
Am 21. September 2006 um 14:53 Uhr
Ich liebe lieber als zu streiten. Ich fühl mich unter Freunden auch irgendwie wohler als unter Feinden. Vielleicht ne Macke von mir, aber ich glaube, das geht doch vielen so. ;-)
Am 21. September 2006 um 15:33 Uhr
Och, ich mag eigentlich beides. Mit bestimmten Leuten (meiner Beifahrerin z. B.) streite ich überhaupt nicht gerne. Aber vielleicht klappt das ja, wenn ich ihr erzähle, daß sie in einer reaktionären Beziehungshierarchie lebt. Ich glaube aber, ernsthaften Streit provoziert auch das nicht. Entweder lacht sie sich schlapp oder zeigt mir einen Vogel.
Anderen Leuten begegne ich dann schon lieber gepflegt streitend als kuschelnd.
Und Henning: Wenn das mit der Politik noch was werden soll, solltest Du etwas streitfreudiger werden. Versöhnen statt spalten war schon bei Rau irgendwie langweilig. ;-)
Am 21. September 2006 um 15:35 Uhr
Ja, im wirklichen Leben vielleicht. Aber in der, ich hasse dieses Wort, deutschen Blogosphäre führt die ausgeprägte Kuschelmentalität zu meistens terminaler Langeweile und Belanglosigkeit.
Am 21. September 2006 um 15:50 Uhr
Nun, das hätte ich nicht gedacht, daß ich dem Andi heute nochmal recht geben würde, aber das Wort mit B am Anfang, mit dem einige die Welt der Weblogs bezeichnen wollen, nervt mich auch ziemlich.
Aber ich kann im Gegensatz zu Dir keine überzogene Kuschelei in den Blogs entdecken. Aber vielleicht ist meine Wahrnehmung auch gestört. Schließlich mußte ich mich erst von Dir über die große Spreeblick-Verschwörung aufklären lassen.
Am 21. September 2006 um 15:57 Uhr
Ich versuche eigentlich mich im Netz ebenso zu verhalten wie im realen Leben und würde mich freuen, wenn das andere ebenso mehr tun würden. Im Netz kommen viele Streitereien auf, die im normalen Leben so nie aufgekommen wären. Muss doch alles nicht sein. Ich will, dass man freundlich mit mir umgeht, also bemühe ich mich auch freundlich zu sein.
Das gepflegte Streiten ist natürlich was anderes, aber dafür bevorzuge ich das Wort diskutieren. Das sollte dann ohne Unterstellungen, Beleidigungen oder ähnliches ablaufen.
Ach ja und bei den Stichworten “versöhnen statt spalten” und Johannes Rau habe ich immer Mathias Richling im Kopf. “Versööööööhnen statt spalten” - zu geil! :-)
Am 21. September 2006 um 16:10 Uhr
Der erwähnte Spreeblick-Eintrag und die Reaktionen auf meine Reaktion sind ein gutes Beispiel für eine Kuschelclaque. Aber natürlich, befangen, Krokodilstränen, grün vor Neid usw., vielleicht nicht falsch. Ich lese ja aufgrund erwähnter Belanglosigkeit kaum deutsche Blogs, vielleicht habe ich die tollen nur noch nicht gefunden? Stöckchen und andere circle jerks wie rainersacht vs. Steinhöfel sind meine Sache nicht…
Am 21. September 2006 um 16:22 Uhr
Manchmal sind auch belanglose Dinge ganz unterhaltsam und nur weil jemand was über Afrikas große Probleme bloggt statt über Metadebatten unter Bloggern, ist das deswegen noch lange nicht viel bedeutsamer.
Am 21. September 2006 um 16:29 Uhr
Das mußte ja kommen. Es geht aber nicht darum, Belangloses zu verbieten, sondern sich nicht darin zu verlieren. Und in “Metadebatten” (lies: Kreiswichsen), durch die man sich der gegenseitigen Bedeutung versichert, kann ich nur äußerst schwer mehr als völlige Unwichtigkeit erkennen. Ich finde es auch erstaunlich zynisch, die existentiellen, durch uns wesentlich mitverursachten Probleme Afrikas mit Blogdebatten zu vergleichen.
Am 21. September 2006 um 17:34 Uhr
Ach weißt Du, mit dem Totschlagargument, daß anderswo ganz schlimmes Elend ist, kannst Du jede Diskussion abwürgen. Das ist nicht besonders überzeugend.
Und reichlich überheblich finde ich, jeden Diskurs über die Bedeutung eines Mediums als “Kreiswichsen” abzustempeln. Ich würde im Gegenteil einem Medium jegliche Relevanz vor allem dann absprechen, wenn es nicht die kritische Beschäftigung mit sich selbst gelegentlich zum Inhalt macht.
Ob weiterhin die Probleme Afrikas wesentlich durch uns mitverursacht sind, ließe sich trefflich diskutieren; allein ich fürchte, daß dafür hier nicht der passende Platz ist und Henning uns den Kopf abreisst (nein, ich habe jetzt nicht mit Schlägen gedroht!), wenn wir das in seinem Blog weiter ausführen.
Am 21. September 2006 um 18:18 Uhr
Ja, bei mir will ja offenbar keiner über die Probleme Afrikas diskutieren :)
Richtige Metadebatten sind schon ok. Aber mit dem allseits beliebten “X hat geschrieben, daß Y geschrieben hat, daß Z geschrieben hat, daß X geschrieben hat…”, in dessen Zentrum irgendein winziges rosa Ferkel steht, das gerade durch Little Bloggia getrieben wird, werde ich nie warm werden. Gute amerikanische und andere Blogs schaffen es doch jeden Tag, ausführlich und gehaltvoll über Lokal- und Globalpolitik, Gender, “Ausländer”, Filme, Bücher etc. zu diskutieren, warum geht das nicht auch hier? Oder kenne ich wirklich nur die falschen Blogs?
Am 21. September 2006 um 22:14 Uhr
Wenn Du das nächste Mal in Deinem Blog das Klischee vom armen Afrika und den bösen Industriestaaten bemühst, kommentiere ich das da, versprochen. :-)
Und zu den Blogs: Ja, ich glaube, Du liest die falschen.
Es gibt unter den deutschsprachigen Weblogs inzwischen
Filmblogs,
bloggende Rechtsanwälte
und Supermarktsbetreiber,
Barfrauen,
Fernseh-Produzenten, die ihren Roman Kapitel für Kapitel via Blog veröffentlichen
und sogar Auslandsdeutsche, die über Afrika-Literatur schreiben.
Das soll erstmal genügen. Ich fürchte, der Spamfilter von Hennings Wordprss macht meinem Kommentar sowieso erstmal den Garaus wegen der ganzen Links.
Am 21. September 2006 um 22:47 Uhr
Danke.