Blog-Einträge zum Thema: SPON

Wer automatisiert hier wen?

Ich habe eben ein geniales Zitat von Esther Dyson gefunden, das perfekt zu der sich rasant wandelnden Online- und Offline-Welt passt:

Früher automatisierten Maschinen die Arbeit, so dass wir mehr Zeit für andere Sachen hatten, heute jedoch automatisieren Maschinen die Produktion von Aufmerksamkeit beanspruchender Information, was uns Zeit raubt.

Darüber lässt sich trefflich nachdenken – was Esther Dyson auf SPON auch tut.

Hubertus Heil twittert – SPON und SZ dagegen

Zum Thema Twitter und Hubertus Heil mal fünf Anmerkungen meinerseits:

  1. Ich finde es gut, dass Hubertus Heil twittert.
  2. Ich finde es gut, wie Hubertus Heil twittert.
  3. Ich finde es bescheuert, was SPON dazu schreibt.
  4. Ich finde es bescheuert, was die Süddeutsche dazu schreibt.
  5. Andere haben da mehr Durchblick – auch Nicht-Twitterer (und auch Nicht-SPDler).

Einen Lichtblick gibt es aber immerhin auch. Das ist dieser Satz von SPON: „Das Internet senkt die Hemmschwellen und verführt zur Indiskretion – die Regel gilt offensichtlich auch für Generalsekretäre, die in Pressekonferenzen eher für ihre Schmallippigkeit bekannt sind.“

Da kann und sollte man nochmal drüber nachdenken. Auch selbst gesetzte Grenzen können leicht überschritten werden.

Aber sonst sieht es vor allem danach aus, was Thomas Knüwer schreibt: „Sollte sich in der SPD-Zentrale tatsächlich jemand lustig machen über Heils Aktivitäten, so macht er sich darüber lustig, dass ein führendes Mitglied der Partei mit potenziellen Wählern kommuniziert – und ihnen einen Einblick in seinen Tagesablauf erlaubt.“

Update: Ich ergänze: 6. Die taz hat’s verstanden und Reinhard Bütikofer übt noch.

Update 2: Ausführlichere konstruktive Kritik von mir am Getwitter von Reinhard Bütikofer (nachdem sich der PR-Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle in die Diskussion eingeschaltet hatte) in den Kommentaren.

Update 3: Die Welt zieht nach (danke, Robin!). Sie legt zwar den Schwerpunkt nicht ganz so auf Twitter, hat’s jedoch ebensowenig verstanden. Und das obwohl ihr kompakter Ableger selber twittert.

Presse: Autorisierungswahn vs. unsaubere Arbeit

Ich kann den Ärger der FAZ über den „Autorisierungswahn“ grundsätzlich verstehen. Aber! Ganz großes Aber! Denn ich habe selbst oft genug erlebt wie die Presse kleine oder große Dinge verdreht hat.

Nach jahrelanger Erfahrung mit der Presse – besonders intensiv bei den Stuttgarter Studiengebühren-Protesten – habe ich mir da angewöhnt, dass es völlig normal ist, wenn ein bisschen was verdreht ist. Das ist es nämlich fast immer.

Dass SPIEGEL online mich mal zum AStA-Vorsitzenden gemacht hat, obwohl ich nur Pressesprecher vom AK Bildung war, ist leider völlig normal. Ganz selten erlebe ich Artikel in denen ich zitiert werde, wo wirklich alles stimmt.

Daher versuche ich ebenfalls, so oft es geht, die wörtlichen Zitate vor Veröffentlichung nochmal zur Durchsicht zu bekommen. Nicht um tatsächlich Gesagtes abzuschwächen, sondern damit da tatsächlich steht, was ich gesagt habe.

Strom sparen beim PC

Einige Tipps zum Stromsparen beim PC listet Spiegel online heute auf. Vielen dürfte vieles schon bekannt sein, aber für einige ist einiges vielleicht noch neu und letztlich hilft doch jede eingesparte kWh dem Klima – und unserer Stromrechnung.

Bildschirmschoner aus, Energiesparmodus an, Steckerleiste kaufen, sinnlosen Leerlauf vermeiden – um nur mal ein paar Schlagworte zu nennen.

Hoher Ölpreis hilft der deutschen Wirtschaft

Warum der hohe Ölpreis ein Segen ist schreibt Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, in SPON.

Zwei Auszüge:

Ein Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel bewirkt mehr, als es gute Worte oder dramatische Filmbilder vermögen. Denn steigende Preise waren schon immer die kraftvollste Ursache für eine nachhaltige Verhaltensänderung. Sie betreffen auch jene, die weder in der Wirklichkeit noch in den Medien sehen wollen, wie knapp gewisse Rohstoffe und wie wichtig neue Alternativen geworden sind.

[…]

Weil deutsche Firmen schon seit Jahren mit den Anforderungen an eine energiearme und ressourcenschonende Produktion vertraut sind, haben sie auf den Energie- und Rohstoffmärkten der Zukunft besondere Erfolgschancen.

Von wem diese vorausschauende Politik gemacht wurde, dürfte noch bekannt sein. Wir können sie weiterführen. Ihr entscheidet bei der nächsten Wahl darüber.

Grüne Politik hilft der Wirtschaft

Endlich erkannt? Endlich vorbei die Zeiten als man grüne Politik für wirtschaftsfeindlich hielt? Sieht so aus:

Die deutsche Wirtschaft profitiert vom Klimawandel. Das ist das Ergebnis einer Studie des HWWI und der Berenberg Bank. Es sei viel über grüne Politik gejammert worden – zu Unrecht, sagen die Autoren. Jetzt zeige sich, dass Deutschland sich zum Marktführer in einer neuen Branche aufgeschwungen habe.

Weiterlesen bei SPON.

Job beim Glos: Internet-Bediener

„Das Handy bedienen, das ist schon viel. Äh, ich hab Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen…“

Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Wie gut, dass Wirtschaft und Technologie mit dem Internet ja nichts zu tun haben. Sonst wäre der Mann womöglich noch im falschen Job.

Quelle: Video bei SpOn, ab 1:16 min