Vorhin betrat ich einen Laden hier in der Nähe, weil dort unter anderem Reinigung am Schaufenster steht und ich meine Hemden eventuell mal professionell reinigen lassen möchte.
Natürlich will man dann aber erstmal wissen, was das kostet. Nachdem ich den Preis für die Hemdreinigung schnell und unkompliziert erfahren hatte, dachte ich mir, eine generelle Preisliste sei ja nicht schlecht.
Ich: „Haben Sie eine Preisliste?“ Sie: „Im Internet.“ Kleine Pause, dann: Sie: „Haben Sie sowas?“
Ich weiß nicht, mehr genau, wie blöd ich in dem Moment geguckt habe. Aber sicher nicht so blöd wie als ich auf der Website war und da nicht nur keine Preise, sondern auch sonst nichts finden konnte.
Allerdings hatte das schülerVZ noch sehr gute Besucherzahlen, was möglicherweise langfristig das studiVZ wieder hätte stabilisieren können. Denn die VZ-Gruppe hat hier – im Gegensatz zu Facebook & Co. – eine immense Marktabdeckung in einer jungen Zielgruppe. Wenn es nach der Schulzeit gelingen sollte, die Schüler ins studiVZ zu migrieren, wäre das ein strategischer Vorteil gegenüber Facebook – allerdings wohl der einzige.
So habe ich die Frage nach dem künftig in Deutschland dominierenden Social Network eine Weile zwar mit Facebook als Favoriten beantwortet – aber noch die Einschränkung ergänzt, dass das studiVZ durch die Schüler-Nachwuchstruppe eventuell auch wieder aufholen könnte.
Byebye, VZ! Die VZ-Gruppe ist meiner Ansicht nach nun endgültig ein Auslaufmodell und wird in ein paar Jahren wohl nur noch ein Nischendasein führen.
Hier rächt sich nun offenbar die Fokussierung auf jüngere Zielgruppen – denn Schüler oder Student ist man in der Regel eben nur temporär. Schade drum ist’s aber eigentlich nicht…
* Als Zahlenbasis hat Thomas Hutter den Google AdPlanner verwendet.
„Kauder kritisiert Wulff“. Als ich das eben gelesen habe, dachte ich mir: Nicht dass der neue Bundespräsident auch gleich wieder zurücktritt, weil man ihn kritisiert. 😉
Dabei hat dieser Bundespräsident hier was Vernünftiges gesagt. Natürlich gehört der Islam zu Deutschland. Ich finde es völlig weltfremd, das zu kritisieren.
Aber ich möchte euch vor allem dieses Video zeigen, das deutlich macht, dass bereits 1997 erheblicher Unmut über das Projekt Stuttgart 21 laut wurde und bereits damals darauf von Schuster & Co. nicht eingegangen wurde. Man sprach viel mehr von den engen Spielregeln der Bürgerbeteiligung:
* Da fing ich dann auch an, mich mit dem Thema zu beschäftigen, denn ich war ja erst 2001 nach Stuttgart gezogen und im Wahlkampf von Boris viel an seiner Seite.
Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber die erschütternden Bilder aus Stuttgart sind den meisten sicher noch im Kopf. Ich hab jedenfalls am Wochenende noch gemerkt, dass es mir schwer fiel, das einfach zu vergessen und zu feiern.
Alex Bonde, grüner Bundestagsabgeordneter aus Baden-Württemberg, hatte die schwierige Aufgabe unter dem Eindruck dieser Meldungen und Bilder, im Bundestag eine Rede zum Haushalt der Bundesregierung zu halten.
Entsprechend hat er zu Anfang auf diese Ereignisse verwiesen und seine Empörung ausgedrückt.
Richtig interessant wird dann die Antwort des CDU-Abgeordneten Norbert Barthle auf dieses Statement von Alex Bonde. Er behauptet zum Beispiel, dass es Tatsache wäre, dass die Demo von ihrer genehmigten Route abgewichen sei. Dabei war sie nur zu früh an diesem Ort.
Außerdem spricht er davon, dass man bei „nicht genehmigten Demos“ mit solchen Polizeieinsätzen (wohlgemerkt, wir sprechen von Wasserwerfern) rechnen müsse und vergleicht das ganz nebenbei noch mit den Krawallen, die es in Berlin des öfteren am 1. Mai gibt.
Wo da bei Schülern, die früher als geplant am Schlosspark eintreffen, und von denen von mir aus ein paar sich auf einen LKW setzen, jetzt gleich ein „äußerster Notfall“ vorliegen soll, das sagt er nicht.
Aber er sagt: „Wenn sich Mütter mit den Kindern der Polizei in den Weg stellen, dann müssen sie eben auch mit einfacher körperlicher Gewalt eben weggetragen werden.“
Komisch, soweit ich weiß, wurde niemand weggetragen. Höchstens weggeschwemmt. Mal ganz abgesehen davon, ob der erste Teil des Satzes mit dem Wenn überhaupt stimmt.
Es ist absolut unverständlich, warum Ministerpräsident Mappus statt auf Dialog lieber auf Wasserwerfer setzt. Und das noch dazu bei einer Schülerdemo! Es war ja bekannt, wer da demonstriert.
Die Demo morgen muss groß werden. Kommt alle am Freitag, 1. Oktober, um 19 Uhr zum Schlossgarten in Stuttgart.
P.S.: kopfbahnhof-21.de ist derzeit die meiste Zeit wegen des großen Ansturms nicht erreichbar.
Ich bin zurück. Und so sehr ich bei der langen Fahrt mit dem Bus zum Flughafen den Abschied von Rhodos schwer fand, so sehr habe ich mich dann auch gefreut als ich wieder zu Hause war.
Aber nun geht’s zackzack. Heute Nacht hab ich viele, viele Mails abgearbeitet. Die meisten natürlich Benachrichtigungsmails von Facebook oder von Twitter über neue Follower. Hab knapp 400 von denen heute Nacht abgearbeitet. Etwa 60 Mails stehen jetzt noch aus – deren Bearbeitung allerdings deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Gleich steht dann auch noch eine Landesvorstandssitzung an, heute Abend geht’s zu ner Hommage an Heinz Erhardt ins Stuttgarter Dreigroschentheater und morgen und übermorgen bin ich in der alten Heimat NRW.
Montag dann wieder arbeiten und die Abende in der Woche sind auch schon gut gefüllt. Gut, dass ich wenigstens so richtig erholt wiedergekommen bin. Das brauch ich jetzt. 🙂
Alle, die in den letzten zwei Wochen gemailt oder angerufen haben, bitte ich um etwas Geduld. Und wenn’s dringend ist, nochmal schicken oder anrufen.
P.S.: Leider hat kein Einbrecher meine Pflanzen gegossen, aber sie haben’s überlebt. 🙂
Akute Warnung fuer alle Eltern, die mit kleinen Kindern auf Rhodos unterwegs sind:
Sagen Sie nicht leichtfertig „You can take it, we have enough“, wenn sich Ihr Kind bei noch etwas unbeholfenen, aber weitgehend erfolgreichen Gehversuchen mit einem jungen Herrn anfreundet.
Es koennte ihm die Hand hinstrecken und einfach mitgehen.
Fuer einige Blog-Leser duerfte das jetzt etwas ueberraschend sein, denn ich hab mich ja hier gar nicht ordnungsgemaess abgemeldet (hab ja aber auch fuenf Stunden vor Abflug erst mit Packen angefangen), aber ich weile derzeit und schon seit vergangenen Sonntag auf Rhodos. Daher: Viele Gruesse aus Faliraki! 🙂
Abmelden waere nicht nur aus Zeitgruenden schwierig gewesen, sondern auch einbrecherpolitisch betrachtet. An dieser Stelle daher hier an die mitlesenden Einbrecher, die es irgendwie in den neunten Stock schaffen: Ich befinde mich natuerlich in meinen letzten Stunden hier und kehre quasi jede Minute in die Wohnung zurueck.
Abgesehen davon habe ich ausser dem Laptop eigentlich gar keine Wertgegenstaende in der Wohnung und bei dem hab ich auch schon ne Taste wegprokrastiniert.
Vielleicht noch die Boxen, aber die sind gross und schwer. Ausserdem stehen da Pflanzen drauf. Ach ja, die bitte giessen. Danke!