Merkel, Facebook und die Waschmaschine

Ausgerechnet Stuttgart musste dafür herhalten, dass unsere Frau Bundeskanzlerin beim Evangelischen Kirchentag über Social Networks im Allgemeinen bzw. Facebook im Besonderen philosophierte:

„Es ist schön, dass man das hat. Das ist schön, wie wenn man ‚n Auto hat oder ne ordentliche Waschmaschine.“

(Angela Merkel über Facebook, Video)

Das soll offenbar Facebook auf „Normalmaß“ zurechtschrumpfen. Es soll den Zauber nehmen, es zu einem ganz banalen Alltagsding machen. Und genau da liegt die Gefahr solcher Sätze, weil Facebook bzw. eben Social Media und die Digitalisierung insgesamt die Welt extrem stark verändern. Viel mehr als eine Waschmaschine das je könnte. Ich bin nicht einmal sicher, ob Waschmaschinen auf die gleichen beeindruckenden User-Zahlen kommen wie Facebook.
Merkel, Facebook und die Waschmaschine (Fotomontage)

Spätestens beim Nutzungsgrad werden sie den Vergleich verlieren. Aber vielleicht meinte Merkel das ja noch ganz anders: Als sie zum Ende ihrer ersten Ehe aus der bis dahin gemeinsamen Wohnung mit ihrem Ex-Mann auszog, nahm sie nur eines mit: die Waschmaschine.

Vielleicht ist es also doch eine ganz, ganz heiße Liebe zwischen Angela Merkel und Facebook.

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35 Jahre Bündnis 90/Die Grünen (Film)

35 Jahre alt sind die Grünen in Deutschland jetzt, zumindest auf Bundesebene. Zwei Jahre älter als ich also. Zu dem Anlass wurde ein kleines Filmchen gemacht, das in knapp drei Minuten ein die grüne Geschichte erzählt. Geschichte nicht im historischen Sinn, sondern eher im Sinne von Storytelling bzw. dem grünen Markenkern.

Ich find’s ganz schön, zumal auch ein bisschen Selbstironie enthalten ist – Stricken zum Beispiel. :-)

35 Jahre Grüne: Damit die Welt besser wird – jeden Tag ein Stück!

Und ihr so?

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Mini-Rückblick auf 2014

Mir ist nach einem kleinen Rückblick auf 2014, das in ein paar Stunden endet. Es war in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmejahr. Beruflich habe ich ja auch 2014 wieder einmal Neuland betreten und die Be digital GmbH gegründet. Mit so einer GmbH ist vieles anders – und wenn man zu zweit gründet, sich dann aber doch wieder für getrennte Wege entscheidet, kommt nochmal einiges dazu. Man lernt aber auch sehr viel.

Dennoch ist das Privatleben nicht zu kurz gekommen. Okay, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, ist nicht unbedingt einfacher, wenn sie weder mit einem studieren, noch arbeiten – und teilweise nicht mal mehr in der gleichen Stadt wohnen. Aber es gibt ja mehr als das. ;-)

In diesem Sinne: Tschüss, 2014! Du warst sehr spannend. Möge 2015 genau so viel Spannung und noch mehr Erfolg bringen! :-)

Henning, 2014, Fluss

Henning, 2014, Meer

Henning, 2014, U-Bahn, Russland

Schlösser, 2014, Brücke

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Besser nicht Guido Wolf vertrauen

Guido Wolf wird jetzt also Fraktionsvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg. Das ist ganz schön hinterhältig, da Peter Hauk ihm ja damals den Vortritt bei der Spitzenkandidatur gelassen hatte, um dafür selbst sicher im Fraktionsvorsitz zu bleiben. Der SWR berichtet auch von dieser Abmachung:Peter Hauk im SWR-TV-Interview

Das hatte am Dienstagabend noch anders ausgesehen. Wolfs Forderung nach dem Fraktionsvorsitz, um als Herausforderer von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bessere Karten im Landtagswahlkampf zu haben, hatte Hauk unter Verweis auf eine Abmachung aus dem Frühjahr zurückgewiesen: Damals habe er zugunsten Wolfs auf die Spitzenkandidatur verzichtet, im Gegenzug habe Wolf ihm zugesichert, dass er Fraktionschef bis zum Ende der Legislaturperiode bleiben könne.

Damit ist schon mal eine wichtige Eigenschaft für Spitzenpolitiker erschüttert: Vertrauen.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass Hauk dem ja zugestimmt hat. Schon, aber nicht wirklich freiwillig, wie man an dem oben verlinkten Fernseh-Interview sieht. Ich trauer jetzt sicher nicht Peter Hauk nach. Aber das ist schon ne echt linke Nummer. Dem würde ich nicht nochmal vertrauen.

P.S.: Mit Sympathie hat er’s auch nicht so.

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Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke

Geld, Bücher und Süßwaren: Das sind laut aktueller Weihnachtsstudie von Ernst & Young die beliebtesten Weihnachtsgeschenke in Deutschland.

Das schreibt statista, eine tolle Plattform für visualisierte Statistiken, in ihrem Newsletter „Infografik des Tages“.
Wunschzettel vs. Geschenke (Foto: Dennis Skley, CC-Lizenz BY-ND)

Gemeint ist, dass diese Dinge am meisten zu Weihnachten verschenkt werden. Sie sind also bei den Schenkenden beliebt – was noch lange nichts über ihre Popularität bei den Beschenkten aussagt.

Insofern ist die Überschrift durchaus missverständlich. Sonst hätte man wohl auch lange Zeit sagen müssen, dass Socken das beliebteste Weihnachtsgeschenk wären und das dürfte spätestens ein paar Jahre nach dem Krieg sicher nicht (mehr?) gestimmt haben.

Foto: Dennis Skley, CC-Lizenz BY-ND

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Die K-Frage in Baden-Württemberg

Peter Unfried in der taz:

„Versteht mich nicht falsch, aber wer wirklich meint, die Kretschmann-Grünen seien von der CDU ja nicht mehr zu unterscheiden, der könnte sich die Alternative sicherheitshalber vorher mal anschauen.“

So ist es! Aber wenn man sich die Beliebtheitswerte von Winfried Kretschmann anschaut (70 % Zufriedenheit kürzlich), dann scheinen die Leute das auch zu machen.

Wenn nur die Hälfte von denen bei der nächsten Landtagswahl grün wählt, dann wären das satte 35 % und ein Wahnsinnszuwachs zur letzten Wahl. Und wer diesen Ministerpräsidenten behalten will, muss auch dafür sorgen, dass grün-rot eine Mehrheit hat – in dieser Reihenfolge.

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Mozzarella-Remouladen-Käse-Dialog beim Bäcker

Ein Dialog heute am späten Vormittag beim Bäcker an der Theke mit den belegten Brötchen. Ich wusste schon, dass da alles – oder eben fast alles – mit Käse oder Frischkäse zubereitet wird, was beides nicht mein Fall ist.Käse
Also startete ich mich einer klaren Frage:

Ich: „Haben Sie auch was ohne Käse oder Frischkäse?“
Sie: „Hm, nee, das sieht schlecht aus. Hm, außer das hier: Tomate-Mozzarella…“
Ich: „Ja, aber Mozzarella, das ist doch auch Käse.“
Sie: „Ach so. Hmm… wir können Ihnen aber auch was machen.“
Ich: „Okay. Dann hätte ich gerne so eins mit Schnitzel.“
Sie: „Da ist dann halt noch Remoulade drauf.“
Ich: „Aber kein Käse?“
Sie: „Nee.“
Ich: „Ah, ja dann ist das doch genau das, was ich suche.“
Sie: „Ach so.“

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